Am 31. Juli und 1. August werden im polnischen Elbląg die Europameistertitel über die Sprintdistanz vergeben. Die Deutsche Triathlon Union schickt ein starkes Aufgebot in die Rennen der Elite, U23 und Junioren – und rechnet sich gleich in mehreren Wettbewerben Chancen auf Medaillen aus.
750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen: Bei den Triathlon-Europameisterschaften über die Sprintdistanz geht es für Europas beste Kurzdistanz-Athleten am kommenden Wochenende um die kontinentalen Titel. Austragungsort ist die polnische Hafenstadt Elbląg, rund 60 Kilometer südöstlich von Danzig.
Die Deutsche Triathlon Union reist mit einem vergleichsweise kleinen, aber aussichtsreichen Aufgebot an. Besonders bei den Frauen ruhen die Hoffnungen auf Julia Bröcker und Selina Klamt. Bröcker startet in der U23-Wertung, Klamt tritt im Rennen der Elite an. Start ist für beide Rennen um 17 Uhr am Freitag.
Beide haben ihre gute Form zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften über die Sprintdistanz unter Beweis gestellt. Bröcker wurde dort in der Elitewertung Zweite, Klamt folgte unmittelbar dahinter auf Rang drei. Entsprechend dürfen sich die beiden DTU-Kaderathletinnen auch im internationalen Vergleich Chancen auf vordere Platzierungen ausrechnen.
Vier deutsche Männer im EM-Rennen
Bei den Männern geht Deutschland mit einem Quartett an den Start. Valentin Wernz und Ben Bettin vertreten die DTU in der Eliteklasse, während Jaspar Ortfeld und Jan Scheffold in der U23-Wertung antreten. Die Männer starten am Freitag um 19:15 Uhr.
Eine weitere Medaillenchance bietet sich der deutschen Mannschaft in der Mixed Relay. Der Staffelwettbewerb wird am Samstag ausgetragen (12:30 Uhr). Deutschland gehörte in dieser Disziplin in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den stärksten Nationen und dürfte auch in Elbląg zu den Anwärtern auf einen Platz auf dem Podium zählen.
Junioren kämpfen um Tickets für die Weltmeisterschaft
Für die deutschen Juniorinnen und Junioren geht es bei der EM nicht ausschließlich um gute Platzierungen. Die Rennen dienen zugleich als Qualifikationsmöglichkeit für die Junioren-Weltmeisterschaften, die Ende September im spanischen Pontevedra stattfinden. Zum sechsköpfigen deutschen Aufgebot gehören Jara Banka, Ava Martha Brambier und Carlotta Bülck sowie Christian Ache, Henry Haag und Moritz Hägel. Zusätzlich reist Jaron Kollmeier nach Polen und hofft, kurzfristig noch einen Startplatz zu erhalten. Start ist am Freitag um 10 Uhr für die Juniorinnen und um 12:30 für die Junioren.
Die deutsche Nachwuchsmannschaft reist mit guten Erinnerungen zu den Europameisterschaften. Im vergangenen Jahr gewann die Junioren-Mixed-Relay bei der EM im spanischen Melilla die Silbermedaille. Auch diesmal soll die Staffel wieder um die vorderen Plätze kämpfen (Samstag, 9:00 Uhr).
Drei Startplätze pro Geschlecht als Ziel
Für Frank Heimerdinger, Bundestrainer Nachwuchs, steht neben dem Kampf um EM-Medaillen vor allem die Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterschaften im Mittelpunkt. Das Ziel ist klar: Jeweils drei deutsche Juniorinnen und drei Junioren sollen sich für die Titelkämpfe in Pontevedra qualifizieren.
Dafür müssen die Athleten in Elbląg einen Platz unter den besten 30 der bereinigten Ergebnisliste erreichen. Da sich pro Nation maximal drei Athletinnen und drei Athleten qualifizieren können, werden überzählige Starter aus anderen Ländern bei der Vergabe der WM-Tickets herausgerechnet.