Medaillenchance, Top-Ten-Potenzial oder große Unbekannte? Wir bewerten die acht deutschen Profifrauen vor der Ironman-70.3-WM nach Form, Disziplinstärken und ihrer Eignung für das Nizza-Profil.
Laura Philipp reist mit dem wohl stärksten Formsignal zur Ironman-70.3-Weltmeisterschaft (12. September) nach Nizza. Nur 15 Tage nach ihrem Sieg beim Ironman Kalmar gewann sie auch den Ironman 70.3 Zell am See. Philipp benötigte 4:13:22 Stunden und erzielte sowohl auf dem Rad als auch beim Laufen die schnellste Zeit des Frauenfelds. Selbst im Schwimmen blieb sie lediglich sechs Sekunden hinter der Spitze.
Wie viel Aussagekraft besitzt der letzte große Formtest also für Nizza? Und wie steht es um die anderen deutschen Athletinnen? Entscheidend ist nicht allein, wer zuletzt ein gutes Ergebnis erzielt hat. Der anspruchsvolle Radkurs mit dem langen Anstieg zum Col de Vence, die technische Abfahrt und der flache Halbmarathon verlangen unterschiedliche Fähigkeiten. Die Formampel bewertet deshalb alle Starterinnen nach demselben Raster: ihrer erwarteten Schwimmposition, der Radleistung auf profiliertem Terrain, der aktuellen Laufstärke, der Formkurve der vergangenen Wochen und der Eignung für den wahrscheinlichen Rennverlauf an der Côte d’Azur.
So entsteht die Formampel
Bewertet werden Schwimmposition, Radleistung in Bezug auf das Nizza-Profil, aktuelle Laufleistung, Formkurve der vergangenen acht bis zwölf Wochen und Gesamteignung für Kurs und erwarteten Rennverlauf. Grün steht für eine klar belegte Stärke, Gelb für gemischte Signale, Rot für eine erkennbare aktuelle Schwäche und Grau für fehlende belastbare Informationen. Zeiten verschiedener Rennen werden wegen Kurs, Wetter, Distanz und Feldstärke nicht direkt gegeneinander gerechnet.