Der neue Powermeter von IQ²

Der neue Wattmesser IQ² verspricht beidseitige Leistungsmessung mit einfacher Montage und zum günstigen Preis. Die Kickstarter-Kampagne ist bereits erfolgreich beendet.

Von > | 27. April 2018 | Aus: EQUIPMENT

Die Powermeter von IQ² werden zwischen Pedal und Kurbelarm befestigt.

Die Powermeter von IQ² werden zwischen Pedal und Kurbelarm befestigt.

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Der Powermeter IQ² (sprich „IQ square“) besteht aus einer kleinen Einheit, die in das Gewinde zwischen Pedal und Kurbelarm geschraubt wird. Die Entwickler haben ihr Projekt über die Plattform Kickstarter finanziert, der notwendige Betrag wurde innerhalb kurzer Zeit erreicht.

Der Wattmesser IQ2 ist bei Kickstarter mit beiseitunger Leistungsmessung für 249 Euro erhältlich.

Der Wattmesser IQ2 ist bei Kickstarter mit beiseitunger Leistungsmessung für 249 Euro erhältlich.

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Das Gerät zur Wattmessung soll beidseitig oder einseitig erhältlich sein, bei der beidseitigen Messung werden zwei Einheiten für beide Pedale notwendig. Die Entwickler von IQ² werben mit einer einfachen Montage, das kleine Kästchen mit der Elektronik soll mit Adaptern ins Pedalgewinde geschraubt werden. Dies macht das System für Triathleten interessant, die oft mit mehr als einem Rad unterwegs sind.

Günstiger Preis, volle Funktionalität

Das wesentliche Verkaufsargument der Entwickler aus den Niederlanden ist eindeutig der Preis: Ein einseitiges System ist bei Kickstarter für 149 Euro zu haben, das beidseitige für 249 Euro. Eine deutliche Kampfansage an die etablierten Hersteller, welche einseitige Systeme oft erst ab 500 Euro anbieten. Die Tatsache, dass die Kampagne schnell finanziert und die Early-Bird-Angebote vergeben sind zeigt, dass das Interesse nach günstigen Powermetern groß ist.

Der Wattmesser IQ² besteht aus Gehäuse, Knopfbatterie, Elektronik- und Sensoreinheit sowie Schraubgewinde.

Der Wattmesser IQ² besteht aus Gehäuse, Knopfbatterie, Elektronik- und Sensoreinheit sowie Schraubgewinde.

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Via Bluetooth soll der IQ² mit einer App kalibriert werden, zusätzlich verfügt es auch über den Funkstandard ANT+ und soll mit den gängigen Radcomputern kompatibel sein. Neben der Leistung soll das System auch die Links-Rechts-Balance messen, die Effektivität des Tritts und wie rund dieser ist sowie die Kadenz.

Eine Schwäche des Systems könnte sein, dass es den Abstand zwischen den Pedalen erhöht und somit in das Fahrverhalten des Rennrads und die Biomechanik des Fahrers eingreift. Die Entwickler geben eine zusätzliche Breite von 16 Millimetern pro Seite an. Sie begegnen diesem Einwand mit dem Argument, dass dieser Abstand (auch Q-Faktor genannt) bei den meisten Rädern sowieso unterschiedlich sei und man diesen kaum bemerke, es sei denn man hat beim Bikefitting einen expliziten Wert vorgegeben.

Wer sich jetzt einen der günstigen Wattmesser von IQ² sichert, muss noch etwas Geduld haben, die Geräte sollen erst ab September 2018 ausgeliefert werden.

Sobald Testgeräte des Powermeters von IQ² zur Verfügung stehen, werden wir das System ausprobieren und einen ausführlichen Testbericht veröffentlichen.