Wahoo: Der neue „Kickr Core 2“ im Test

Mit dem neuen Kickr Core 2 bringt Wahoo ein längst überfälliges Update seines beliebten Smarttrainers auf den Markt – und liefert in vielen Bereichen genau das, was sich sportliche Nutzer wünschen: bessere Konnektivität, höhere Flexibilität und optimierte Performance für virtuelle Rennen. Wir haben den neuen Smarttrainer von Wahoo vorab getestet.

Aaron Hewitt

Als Erstes fällt auf, dass die Verpackung im Verhältnis zur Größe vom Smarttrainer klein ausfällt. Sie ist komplett durchdacht, alles liegt an seinem Platz und das Öffnen und Schließen des Kartons fällt extrem leicht, ohne dass dieser zerrissen oder zerstört werden muss.

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Kompakt: Kein unnötiges Verpackungsmaterial um den Wahoo Kickr Core 2 zum Endkunden zu liefern.

Das ist ein klarer Pluspunkt, auch wenn es nur ein kleiner Aspekt ist – so fällt dieser direkt ins Auge oder eben in die Hände.

Über die Plastikverschlüsse lässt sich der Karton leicht öffnen und schließen.

Vertraut im Look, verbessert im Detail

Optisch ähnelt der neue Kickr Core 2 seinem Vorgänger stark. Doch bei genauerem Hinsehen fallen die abgeflachten Standfüße auf – ein Designmerkmal, das dem früheren Zwift „Hub“ ähnelt.

Der alte Kickr Core im Vordergrund und die neue Version im Hintergrund – die Unterschiede der Standfüße ist klar zu erkennen.

Das Set-up wirkt stabil, der Aufbau gelingt dank klarer Markierungen zügig. Neu ist außerdem die integrierte WiFi-Konnektivität, die die Verbindung zu Zwift, Wahoo SYSTM oder anderen Apps nicht nur zuverlässiger, sondern auch schneller macht.

Lars Wichert / spomedis Der Zwift Hub mit einem ähnlichem Design des Standfußes.

Gerade bei Zwift-Rennen oder intensiven Intervallen ist die geringere Latenz ein echter Vorteil. Wer in der Vergangenheit bei dem Einsteigermodell in die Smarttrainer-Welt Verbindungsabbrüche oder Verzögerungen erlebt hat, dürfte hier eine deutliche Verbesserung feststellen.

Zwift Cog & Click – das Highlight für Vielnutzer

Ein echter Mehrwert ist die direkt wählbare Kompatibilität mit dem Zwift Cog & Click, die im Lieferumfang enthalten sind, wenn man sich für die Zwift-ready-Variante entscheidet. Damit wird das virtuelle Schalten möglich – und man spart sich den ständigen Kassettentausch bei unterschiedlichen Rädern oder Antriebssystemen. Für Nutzer mit mehreren Rädern oder bei Haushalten mit verschiedenen Bikes ist das eine enorme Erleichterung.

Wahoo Der Kickr Core 2 mit installiertem Zwift Cog.

Wer beim klassischen Aufbau bleiben möchte, kann den Kickr Core 2 auch mit einer 11-fach-Kassette bestellen. In beiden Fällen ist der Trainer schnell einsatzbereit und deckt dank Plug-and-Play-Kompatibilität eine große Bandbreite an Rädern ab.

Stark im Rennen

Wahoo Die LEDs auf der Oberseite des Kickr 2 sind neu und zeigen die Verbindung an.

Der Race Mode sorgt für eine beinahe verzögerungsfreie Leistungsübertragung – ideal für Attacken und Sprints in virtuellen Rennen. In unserem Test zeigte der Trainer ähnliche Wattwerte wie die Wattmesspedalen (Favero Assioma Duo). Die Genauigkeit liegt laut Hersteller bei ±2 %, was sich mit unseren Messdaten deckte.

Vergleich der Wattwerte über die gesamte Einheit.

Auch bei schnellen Wechseln in strukturierten Workouts fiel positiv auf, dass der Kickr Core 2 die Last sanft und progressiv aufbaut – statt abrupt „einzurasten“. Das macht Intervalleinheiten spürbar angenehmer und kontrollierter.

Lars Wichert / spomedis Die Daten des Kickr Core 2 wirken etwas glatter als die der Wattmesspedale.

Bridge-Funktion & Climb-Kompatibilität

Ein weiteres praktisches Feature ist die sogenannte Bridge-Funktion: Pulssignale lassen sich direkt vom Herzfrequenzsensor über den Trainer an die Trainings-App übertragen – das spart Verbindungen und reduziert Störquellen. Im Test funktionierte das Set-up zuverlässig.

Auch mit dem Kickr Climb ist der neue Core 2 natürlich kompatibel. Der Steigungssimulator lässt sich problemlos koppeln. Selbst mit einem Climb-Modul eines Fremdherstellers hatten wir im Test keine Probleme – die Kompatibilität ist also erfreulich breit.

Grenzen: Keine Seitenbewegung ab Werk

Einziger echter Kritikpunkt: Die Standfüße sind starr. Andere Hersteller setzen hier auf integrierte Beweglichkeit, um das Fahrgefühl bei längeren Einheiten zu verbessern. Wer also viele Stunden am Stück auf dem Smarttrainer verbringt, sollte eventuell eine bewegliche Plattform in Betracht ziehen, um die Sitzbelastung etwas zu reduzieren.

Technische Eckdaten im Überblick

  • Leistungsgenauigkeit: ±2 %
  • Maximale Wattzahl: 1.800 W
  • Steigungs- und Gefällesimulation: +20 % / -10 %
  • Konnektivität: WiFi, Bluetooth, ANT+, KICKR Bridge
  • Lieferumfang: Zwift Cog & Click oder 11-fach-Kassette
  • Preis: 549,99 € (UVP)

Viel Trainer fürs Geld

Der Wahoo Kickr Core 2 überzeugt im Test mit durchdachten Updates, hoher Konnektivität und einem ruhigen, starken Fahrverhalten. Die neue WiFi-Verbindung, der Race Mode und die Kompatibilität mit Zwift Click & Cog heben ihn auf ein neues Level – ohne dass der Preis überzogen wirkt. Wer auf integrierte Seitenbewegung verzichten kann, erhält mit dem Core 2 einen sehr leistungsfähigen und alltagstauglichen Smarttrainer, der sich ideal für den intensiven Trainingsalltag im Triathlon eignet.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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