Sonntag, 16. Juni 2024

Der Ticker vom Wochenende: Deutsches Gold im Mixed Relay und letzte Hawaii-Slots

Im Rahmen des Testevents in Paris hat sich die deutsche Staffel mit einem nächsten Sieg im Mixed Relay belohnt. In Mont-Tremblant und Kalmar wurde die letzten Hawaii-Slots vergeben. Hier findet ihr die Ergebnisse vom Wochenende.

Gold für Deutschland bei Mixed Relay in Paris

Nach dem Weltmeistertitel in Hamburg hat sich die deutsche Mannschaft auch in Paris die Goldmedaille gesichert. Im Rahmen des Olympia-Testevents verwiesen Tim Hellwig, Lisa Tertsch, Jonas Schomburg und Laura Lindemann in 1:12:18 Stunden Großbritannien auf den zweiten Rang (1:12:19 Stunden) und Belgien auf Platz drei (1:12:40 Stunden). Wie schon an der Alster sicherte Laura Lindemann als Schlussläuferin den Sieg, diesmal im Zielsprint gegen Beth Potter. Da die Wasserqualität der Seine nach den Einzelrennen der Frauen und Männer abgenommen hatte, wurde das Mixed-Relay-Event als Duathlon über 0,9 Kilometer Laufen, 5,8 Kilometer Radfahren und 1,8 Kilometer Laufen ausgetragen. Die Ergebnisse gibt es hier.

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Anja Renner gewinnt Para-Weltcup, Schulz fährt eine Radrunde zu viel

Auch die Wettkämpfe der Paratriathleten haben aufgrund der mangelhaften Wasserqualität der Seine als Duathlon stattgefunden. In der Klasse der PTVI sicherte sich Anja Renner den Sieg. Zusammen mit ihrem Guide Maria Paulig absolvierte sie die 2,5 Kilometer Laufen, 18,5 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen in 1:03:16 Stunden. Zweite wurde die Französin Annouck Curzillat (1:04:06 Stunden), Dritte wurde Francesca Tarantello aus Italien (1:04:33 Stunden).

Elke van Engelen erreichte als Dritte in der Klasse PTS4 ebenfalls das Podium. Sie musste sich nach 1:12:50 Stunden nur der US-Amerikanerin Kelly Elminger (1:06:13 Stunden) und der Spanierin Marta Francés Gómez (1:12:47 Stunden), mit der sie im Schlussspurt nicht mithalten konnte, geschlagen geben.

Martin Schulz (PTS5) hat in Paris den vierten Erfolg in einem internationalen Wettkampf in Serie verpasst. Der zweimalige Paralympics-Sieger fuhr in Führung liegend eine Radrunde zu viel – und hatte somit keine Chance mehr, in den Kampf um den Sieg einzugreifen. Beim Erfolg des US-Amerikaners Chris Hammer (53:49 Minuten) belegte Schulz Rang acht (59:01 Minuten). Zu den Ergebnissen.

Patrick Lange triumphiert im Allgäu

Beim 40. Geburtstag des Allgäu Triathlons gewann Event-Debütant Patrick Lange. Der zweifache Ironman-Weltmeister ließ die Konkurrenz auf der Classic-Distanz über 1,9 Kilometer Schwimmen, 84 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen in 3:50:00 hinter sich. Die Entscheidung gegen den zwischenzeitlich Führenden und am Ende Zweitplatzierten Ruben Zepuntke (3:52:51 Stunden) fiel auf der Laufstrecke. Rang drei sicherte sich Thomas Ott in 4:01:51. Bei den Frauen triumphierte Rebecca Robisch über die Mitteldistanz in 4:21:48 Stunden vor der Schweizerin Alanis Siffert (4:27:22 Stunden) und Katharina Wolff (4:31:46 Stunden).

Auch auf der olympischen Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren und 10,5 Kilometer Laufen waren namhafte Athleten unterwegs. Maurice Clavel sicherte sich den Sieg bei den Männern in 2:08:44 Stunden. Der Österreicher Georg Enzenberger lief als Zweiter nach 2:12:44 Stunden ins Ziel. Das Podium komplettierte Jannik Hoffmann (2:16:32 Stunden). Bei den Athletinnen rettete Katharina Krüger in 2:25:16 Stunden den Sieg mit einem Sieben-Sekunden-Vorsprung vor Madlen Kappeler – und triumphierte damit zum dritten Mal in Folge bei dem Rennen. Rang drei ging an Sarah Schönfelder (2:29:44 Stunden). Vierte wurde mit Julia Lange (2:33:27 Stunden) die Frau des Classic-Siegers Patrick Lange. Hier gibt es die Ergebnisse.

Nordén siegt bei Heimrennen

Beim Ironman Kalmar ging es für die Profifrauen um zwei der letzten Slots für die Ironman-Weltmeisterschaft 2023 auf Hawaii. Mit einem Start-Ziel-Sieg hat die Schwedin Lisa Nordén das Rennen in ihrer Heimat gewonnen. Nach 8:47:03 Stunden lief die 38-Jährige ungefährdet als Erste ins Ziel. Auf Rang zwei folgte die Französin Justine Mathieux 7:18 Minuten später. Platz drei ging an die Britin Susie Cheetham (8:56:17 Stunden), vor einem deutschen Quartett aus Laura Zimmermann (8:58:40 Stunden), Henrike Güber (8:59:10 Stunden), Julia Skala (9:05:12 Stunden) und Katharina Grohmann (9:07:43 Stunden). Da Lisa Nordén sich bereits beim Ironman Cozumel im vergangenen Jahr ihr Kona-Ticket gesichert hatte, gingen die beiden WM-Plätze an Mathieux und Cheetham. Auch Laura Zimmermann darf zur WM fliegen – sie hatte sich bereits Anfang März beim Ironman Südafrika für Hawaii qualifiziert. Die Ergebnisse.

Zilinskas und Kessler holen Hawaii-Ticket

Beim Ironman Mont-Tremblant haben sich Rachel Zilinskas (USA) und Manon Genet (Frankreich) ebenfalls die letzten Hawaii-Slots gesichert. Zilinskas, die vor etwas weniger als einem Jahr noch von einem Ermüdungsbruch im Oberschenkel ausgebremst worden war, sicherte sich ihren ersten Profi-Sieg in 9:12:05 Stunden. Meredith Kessler, die sich bereits 2019 für Kona qualifiziert und ihren Startplatz auf 2023 transferiert hatte, erreichte das Ziel nach 9:20:51 Stunden. Dritte wurde Manon Genet (FRA) in 9:23:58 Stunden. Hier gibt es die Ergebnisse.

De Boer und Smith siegen in Irland

Unwetter mit starken Regenfällen und umgestürzten Bäumen sorgten dafür, dass der Ironman 70.3 Irland von Samstag auf Sonntag verschoben werden musste und so gemeinsam mit dem Rennen über die volle Distanz stattfand. In 4:24:41 Stunden war die Niederländerin Marlene de Boer schnellste Athletin des Tages vor den beiden Britinnen Abigail Bedwell (4:28:19 Stunden) und Rosie Weston (4:30:12 Stunden). Aus Deutschland war Margrit Elfers ins Rennen gegangen und überquerte die Ziellinie nach 4:49:01 Stunden als Fünfte. Im Rennen der Männer siegte der Neuseeländer Kyle Smith nach 3:42:13 Stunden vor Nicholas Quenet aus Südafrika (3:50:12 Stunden) und Kristoffer Visti Graae (3:53:06 Stunden). Die Ergebnisse gibt es hier.

Ein trauriger Zwischenfall ereignete sich auf der Schwimmstrecke des Rennens. Zwei Athleten gerieten in Not und verstarben. „Wir sind zutiefst betrübt, den Tod von zwei Rennteilnehmern beim Ironman 70.3 Ireland, Cork, 2023 zu bestätigen“, so Ironman in einem Statement. „Während des Schwimmteils des Rennens am Sonntag hat das Sicherheitspersonal sofort medizinische Hilfe geleistet, als es erkannte, dass die Athleten Hilfe brauchten.“

Sebastian Neef sichert sich DM-Titel im Crosstriathlon

Bei der O-See Challenge standen Rennen im Crosstriathlon auf dem Programm. Über 1,5 Kilometer Schwimmen mit kurzem Landgang, 37 Mountainbikekilometer mit 1.049 Höhenmetern und einem Trailrun über zehn Kilometer sicherte sich der Franzose Arthur Serrieres nach 2:41:05 Stunden den Sieg vor seinem Landsmann Felix Forissier (2:41:13 Stunden). Platz drei ging an den Dänen Jens Emil Sloth Nielsen in 2:46:53 Stunden. Im Rennen der Frauen ging der Sieg an Alizée Paties aus Frankreich (3:11:41 Stunden) vor der Schweizerin Loanne Duvoisin (3:14:44 Stunden) und Paties‘ Landsfrau Solenne Billouin (3:17:23 Stunden).

Ausgetragen wurden im Zittau auch die deutschen Meisterschaften im Crosstriathlon. Bei den Männern ging dieser Titel an Sebastian Neef, der in 2:54:17 Stunden als bester Deutscher über die Ziellinie lief. Deutscher Vizemeister wurde Scott Anderson in 2:54:46 Stunden und den dritten Platz der nationalen Wertung sicherte sich Jens Roth in 2:55:26 Stunden. Deutsche Meisterin wurde Maria Döring in 3:31:29 Stunden vor Anna-Maria Dietze (3:36:52 Stunden) und Lorena Erl (3:40:38 Stunden). Alle Ergebnisse gibt es hier.

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9 Kommentare

  1. Frank fährt extra nach Paris und dann gibbet 7 Zeilen zum deutschen Sieg im Mixed-Relay? Ist das jetzt schon so Standard, dass Deutschland die Staffel gewinnt? 😀
    Außerdem klingt der Text ein bisschen so, als wäre die Seine jetzt schmutzig, weil die dreckigen Triathleten darin geschwommen sind 😉

    • Berichtet wurde ja schon, genau hier in dem Artikel. Oder meinst du, einen eigenen Artikel dazu geschrieben? Um groß auf Ironman einzudreschen?
      Ich vermute mal, bislang war / ist die Informationslage so dünn, warum soll man da jetzt was Großes draus machen? Nur um die wenigen Infos, die man hat, zu wiederholen?
      Wenn es sich aber bestätigt, dass Triathlon Ireland die Veranstaltung (bzw. das Schwimmen?) nicht genehmigt hat, Ironman es aber trotzdem durchgezogen hat… das wäre schon sehr fragwürdig (mal davon abgesehen, dass man sich dann von verantwortlicher Seite was Haftungsfragen angeht wsl auf sehr dünnes Eis begeben hat). Aber das muss sich jetzt erstmal klären. Aufarbeitung braucht ihre Zeit.

  2. Yep, die Nachrichtenlage war dünn, weil alle Portale denselben Artikel abgeschrieben und die Quotes von Ironman unkommentiert kolportiert haben. Wenn aber erneut Athleten bei einer Ironman-Veranstaltung sterben, diesmal zwei, notabene in einem wegen widrigem Wetter verschobenen und verkürzten Rennen, wäre es journalistische Pflicht, eine paar wenige, naheliegende Fragen zu stellen. Nicht mehr und nicht weniger.
    Jetzt wissen wir, dass Triathlon Ireland das Rennen nicht genehmigt hat, Ironman sich aber darüber hinweggesetzt hat. Spätestens jetzt wäre es die verdammte Pflicht von Portalen wie tri-mag, den Hintergründen dieser vermeidbaren Todesfälle auf den Grund zu gehen, nicht zuletzt im Interesse all jener Triathleten, die in nächster an der Startlinie von Ironman-Rennen stehen.

    • Hallo Ernst, wie du richtig schreibst, ist es journalistische Pflicht, die Fragen an die entsprechenden Menschen zu stellen, und das haben wir getan. Wir bleiben an dem Thema dran und haben gestern nach der Veröffentlichung des Statements des irischen Verbands in unserem Podcast Carbon & Laktat darüber gesprochen.

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Redaktion triathlon
Redaktion triathlonhttps://tri-mag.de
Die Redaktion der Zeitschrift triathlon und von tri-mag.de sitzt in Deutschlands Triathlonhauptstadt Hamburg im Stadtteil Altona. Das rund zehnköpfige Journalistenteam liebt und lebt den Austausch, die täglichen Diskussionen und den Triathlonsport sowieso. So sind beispielsweise die mittäglichen Lauftreffs legendär. Kaum ein Strava-Segment zwischen Alster und Elbe, bei dem sich nicht der eine oder andere spomedis-Mitarbeiter in den Top Ten findet ...

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