In Western Australia wird Els Visser das letzte Rennen ihrer Profikarriere bestreiten. Doch die nächsten Schritte stehen schon fest.
Els Visser zieht einen Schlussstrich unter ihre Karriere als Profi-Triathletin. Am kommenden Sonntag wird die Niederländerin ihr letztes Rennen bestreiten – ausgerechnet dort, wo alles begann: beim Ironman Western Australia. 2017 feierte sie hier ihr Profi-Debüt, nun endet an genau diesem Ort ein Weg, der sie zu einer der bekanntesten Athletinnen des Langdistanz-Triathlons gemacht hat.
Vom Sport in die Medizin
Visser startete ihre Profi-Laufbahn vergleichsweise spät, entwickelte sich aber rasant zu einer der konstantesten Athletinnen im internationalen Feld. In diesem Jahr wurde sie unter anderem Zweite beim Ironman Les Sables und bei der Challenge Almere, im Vorjahr belegte sie Platz drei bei der Challenge Roth. „Diese Reise hat mich so viel weiter gebracht, als ich jemals gedacht hätte“, schreibt sie in ihrer Abschiedserklärung.
Der Schritt zurück aus dem Leistungssport kommt nicht überraschend. Visser hat parallel zu ihrer Karriere an einer Promotion in der Chirurgie gearbeitet und sich in den vergangenen Jahren zunehmend für die Themen Langlebigkeit, Lifestyle und Präventivmedizin begeistert.
Bewegung, Ernährung, Schlaf, Regeneration – wie Lebensstilentscheidungen unsere Zukunft beeinflussen, wurde für die 35-Jährige zum zentralen Thema. Jetzt verschiebt sich ihr Fokus: weg von der eigenen Performance, hin zur Frage, wie sie anderen helfen kann, langfristig gesund und vital zu bleiben.
Sie schreibt: „Mein Auftrag verändert sich – von der Jagd nach Leistung hin dazu, anderen zu helfen, Vitalität und Balance aufzubauen.“
Abschied mit offenem Ausgang
Was genau folgen wird, weiß Visser selbst noch nicht. Aber genau das reizt sie. „Es braucht Mut, in etwas Neues zu gehen, aber ich fühle mich bereit für dieses nächste Kapitel.“
Zunächst wartet jedoch noch ein letztes Mal Rennluft. Ein Startschuss, ein Zielbogen, ein Wettkampf, den sie mit allem was sie hat bestreiten will. „Sonntag werde ich noch einmal alles geben und jeden Moment genießen.“