Er macht es wieder: Hayden Wilde gewinnt French Riviera T100, Rico Bogen wird Fünfter

Drei Wochen nach seinem Triumph in London siegt der Neuseeländer Wilde auch an der Côte d’Azur, der fünften Station der T100 Triathlon World Tour 2025. Zweiter wird Jelle Geens aus Belgien, Rico Bogen läuft als bester Deutscher auf Rang fünf ins Ziel.

James Mitchell Derzeit unschlagbar im 100-Kilometer-Format: Hayden Wilde aus Neuseeland gewinnt nach Singapur (Foto) und London auch das Rennen French Riviera T100.

„Ist Wilde auf dem Weg zum Hattrick?“, fragte tri-mag.de in der Vorschau zum Rennen French Riviera T100. Die Antwort ist ein klares Ja. In beeindruckender Manier und mit der fantastischen Zeit von 3:12:23 Stunden gewann Hayden Wilde auch an der Côte d’Azur. Es war der dritte Sieg beim dritten Start in der T100-Serie, nachdem der Neuseeländer in diesem Jahr bereits bei den Singapur T100 und den London T100 triumphierte.

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Frühstart am Mittelmeer mit der aufgehenden Sonne

Bei hervorragenden Bedingungen, einer malerischen Kulisse am Strand und mit der aufgehenden Sonne im Rücken liefen die 20 Athleten um 7:12 UHR auf der fünften Station der diesjährigen T100 Triathlon World Tour in Fréjus an der Côte d’Azur ins Mittelmeer, die Wassertemperatur betrug 24,9 Grad Celsius. Nach zwei Kilometern Schwimmen kam eine Gruppe von 15 Athleten innerhalb von 25 Sekunden aus dem Wasser, angeführt vom US-Amerikaner Morgan Pearson (24:47 Minuten) und Sam Dickinson aus Großbritannien. In dieser Gruppe waren auch die vier deutschen Starter Wilhelm Hirsch, Rico Bogen, Justus Nieschlag und Nicolas Mann.

Auf der schnellen und anspruchsvollen 80 Kilometer langen Radstrecke mit einigen Höhenmetern blieb das Feld eng zusammen, Rico Bogen übernahm in seiner typischen angriffslustigen Art viel Führungsarbeit. Auf der Hälfte der Distanz setzte sich eine Fünfergruppe ab, die am Ende des Rennens auch die ersten fünf Plätze belegen sollte, bestehend aus Bogen, Jelle Geens, Hayden Wilde, Lokalmatador Mathis Margirier und Sam Dickinson.

Geens lässt sich nicht abschütteln, Bogen muss beim Laufen abreißen lassen

Nahezu zeitgleich wechselten Wilde und Bogen in die Laufschuhe, das Verfolgertrio kam etwas mehr als 30 Sekunden später in die Wechselzone. Gleich auf den ersten Kilometern der dritten Disziplin zog Hayden Wilde das Tempo an und machte drei Tage vor seinem 28. Geburtstag deutlich, dass er sich den nächsten Sieg auf der T100-Tour holen wollte. Der Olympiazweite von Paris vergrößerte den Abstand auf mehr als eine Minute, doch Geens ließ sich nicht abschütteln. Es gelang dem Belgier auf den letzten beiden der vier Laufrunden (insgesamt 18 Kilometer) immer weiter zu verkürzen, am Ende aber brachte Hayden Wilde mit 22 Sekunden Vorsprung den Sieg ins Ziel. Seine Gesamtzeit betrug 3:12:23 Stunden, damit war der Neuseeländer noch einmal fünf bzw. sechs Minuten schneller als in London und Singapur.

Mit dem schnellsten Laufsplit des Tages (57:57 Minuten) wurde Jelle Geens Zweiter in einer Gesamtzeit 3:12:45 Stunden. Der 32-Jährige holte sich seine vierte Podiumsplatzierung in der aktuellen T100 Triathlon Tour und bleibt in der Gesamtwertung der Serie auf Rang eins. (119 Punkte), vor Hayden Wilde (105 Punkte) und Rico Bogen (93 Punkte).

Rico Bogen mit schnellstem Radsplit des Tages

Der Leipziger musste seinem hohen Tempo auf dem Rad ein wenig Tribut zollen. Er hatte zwar den schnellsten Radsplit des Tages (1:47:17 Stunden), musste aber den Briten Sam Dickinson (Dritter in 3:14:07 Stunden) und den Franzosen Mathis Margirier (Platz vier in 3:14:55 Stunden) auf der Laufstrecke vorbeiziehen lassen. Bogen kam nach 3:15:15 Stunden als Fünfter ins Ziel.

Die Platzierungen der weiteren Deutschen: Wilhelm Hirsch wurde Achter (3:18:30 Stunden), Nicolas Mann landete auf dem 13. Platz (3:23:02 Stunden) und Justus Nieschlag auf Rang 17 (3:32:02 Stunden).

Hayden Wilde regeneriert mit Tortillas, Reis und Hühnchen

Kurios: Der völlig entspannte Sieger Hayden Wilde gab im Ziel zu Protokoll, dass er, wie angekündigt, am Sonntag an selber Stelle bei den WTCS French Riviera an den Start gehen werde. Er würde Tortillas, Reis und Hühnchen essen und sich ausruhen, dann werde es am nächsten Tag wieder gehen …         

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Christian Wriedt
Christian Wriedt
Schreiben und Bearbeiten von Texten, Verbesserung der internen Abläufe und Erstellung von Abgabeplänen – das ist der tägliche Dreikampf von Christian Wriedt in der triathlon-Redaktion. Der studierte Sportwissenschaftler ist vor allem aufgrund seiner langjährigen journalistischen Erfahrung verpflichtet worden. Dem Triathlon begegnet der gebürtige Hamburger und leidenschaftliche Fußballer mit großer Neugier und noch größerem Respekt.

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