Fragezeichen um Anne Haug: Wie geht die Saison weiter?

Am vergangenen Wochenende musste Anne Haug ein weiteres DNF schlucken, die Zeit für die Validierung ihres WM-Slots wird langsam knapp. Doch für die Öffentlichkeit ist ungewiss, wie es weitergehen soll.

Peter Jacob / spomedis Im vergangenen Jahr lief Anne Haug in Roth zur Weltbestzeit von 8:02:38 Stunden, in diesem Jahr wird sie ausgebremst.

Zwei Rennen, zweimal ein „Did not finish“ (DNF) – so lautet die offizielle Bilanz von Anne Haug im Ranking der Professional Triathletes Organisation (PTO). Ganz stimmt das nicht, denn Haug konnte bereits einen Sieg beim Volcano Triathlon verbuchen, einer olympischen Distanz in ihrer zweiten Heimat Lanzarote. Ursprünglich hatte sie mit einem Saisonstart beim Ironman Südafrika geplant, verzichtete jedoch aus nicht öffentlich bekannten Gründen. 

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Fußverletzung bremst sie aus

Eine Woche nach dem Volcano Triathlon ging sie spontan bei der Mitteldistanz der Challenge Salou an den Start, beendete das Rennen jedoch in Führung liegend beim zweiten Wechsel. Der Grund war eine Fußverletzung, die das Laufen unmöglich machte. Beim Ironman Les Sables d’Olonne stand ihr Name zunächst auf der Startliste, verschwand jedoch mit einer Aktualisierung wieder – kein Grund zur Beunruhigung, denn Anne Haug hatte ohnehin mehrere Langdistanzen als Optionen vorgesehen.

So stand sie am vergangenen Wochenende beim Ironman Vitoria-Gasteiz an der Startlinie und das Rennen lief zunächst vielversprechend. Haug kam als Vierte aus dem Wasser und stieg schließlich auf Platz zwei liegend hinter der späteren Siegerin Julie Derron vom Rad. Haug kämpft zwar grundsätzlich in jedem Rennen um den Sieg und gibt 100 Prozent, doch in erster Linie ging es bei dieser Langdistanz um die Validierung ihres Startplatzes für die Ironman-WM auf Hawaii. Diesen hat sie durch ihren Titel aus dem Jahr 2019 sicher und muss daher „nur“ einen Ironman finishen, um ihr Teilnahmerecht zu bestätigen.

Unklarheit nach DNF

Die letzte Zwischenzeit von Anne Haug gab es bei Kilometer acht auf der Marathonstrecke, danach beendete sie den Wettkampf. Ob es wieder der Fuß war, der Probleme in ihrer Paradedisziplin machte, ist nicht bekannt. Ihr Umfeld äußerte sich auch auf Nachfrage nicht zur aktuellen Situation und gab lediglich bekannt, dass man „in den nächsten Tagen gemeinsam entscheidet, ob ein Start beim Ironman Kalmar erfolgt“. Das Event in Schweden findet am 16. August statt und ist für die Profifrauen die letzte Qualifikationsmöglichkeit für die diesjährige Ironman-Weltmeisterschaft am 11. Oktober auf Hawaii.

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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