„Versuchen, zu gewinnen“: Ansage zum Ironman Hawaii von Jelle Geens

Zwei Titel hat Jelle Geens bei der Ironman-70.3-WM bereits gewonnen. 2026 richtet der Belgier seinen Blick weiter nach vorn: erste Schritte auf der Langdistanz, Qualifikation für die Ironman-WM in Kona, und der Versuch, gleich im ersten Anlauf den Titel zu holen.

Peter Jacob / spomedis Jelle Geens beim Sieg seines zweiten Titels bei der Ironman-70.3-WM. Gelingt ihm in diesem Jahr auch der Triumph in Kona?

Klarer kann eine Ansage nicht werden: „Qualifizieren und versuchen, zu gewinnen“, sagt Jelle Geens über seine Pläne für den diesjährigen Ironman Hawaii. Für den zweifachen Ironman-70.3-Weltmeister ist es der nächste logische Schritt in seiner Karriere – ein Debüt mit maximalem Anspruch. Mit 32 Jahren sieht der Belgier den Zeitpunkt gekommen, die Langdistanz ernsthaft anzugehen.

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Geens kommt von der olympischen Distanz, war dort über Jahre auf höchstem Niveau unterwegs und hat sich zuletzt als einer der stärksten Athleten über die Mitteldistanz etabliert. Zwei Ironman-70.3-WM-Titel in Folge unterstreichen das. Zu seinem nächsten Karriereschritt sagt er: „Ich sollte nicht länger warten“ – und er weiß zugleich, dass der Weg nach Kailua-Kona kein Selbstläufer ist.

Zwei große Blöcke strukturieren das Jahr

Die Saison 2026 teilt Geens in zwei Phasen. Block eins dient der Qualifikation für Hawaii, Block zwei der Titelverteidigung bei der 70.3-WM in Nizza Mitte September und dem Start bei der Ironman-WM (10. Oktober) selbst. Der Auftakt erfolgt – wie schon im Vorjahr – beim Ironman 70.3 Geelong. Das Rennen in Australien liegt nur einen kurzen Flug von seinem Wohnort an der Gold Coast entfernt und hat für Geens gleich mehrere Vorteile: hohe Leistungsdichte, Pro-Series-Status und ein Kurs, der ihm mit einem hügeligen Laufprofil entgegenkommt.

Vier Wochen später folgt das Langdistanz-Debüt beim Ironman Texas. Und für Geens ist das Rennen mehr als nur eine Qualifikationschance. Es dient als Generalprobe für Kona. Die lange Reise in die USA, die Hitze und Luftfeuchtigkeit – all das ähnelt den Bedingungen auf Hawaii.

T100 als Kontrast

Nach dem ersten Block hält sich Geens bewusst Optionen offen. Fix gesetzt ist ein Start bei den San Francisco T100. Das Rennen hat er 2025 als Zweiter hinter Rico Bogen beendet. Direkt im Anschluss plant er ein weiteres Mitteldistanz-Rennen in den USA, den Ironman 70.3 Happy Valley (North American Championship).

Im September steht die Titelverteidigung bei der Ironman-70.3-WM in Nizza an. Geens weiß um die historische Chance: Als erster Mann könnte er den Titel dreimal in Folge gewinnen. Der Kurs mit vielen Höhenmetern, technischer Abfahrt und einem schnellen Lauf entlang der Promenade liegt ihm. Trotzdem ordnet er alles dem größeren Ziel des Siegs auf Hawaii unter. „Nizza ist extrem wichtig für mich, aber am Ende ist alles, was ich 2026 mache, darauf ausgerichtet, in Kona die bestmögliche Leistung abrufen zu können“, sagt Geens.

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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

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