Beim Ironman Hamburg ging es für die Profi-Frauen nicht nur um den Europameistertitel, sondern auch um sechs Tickets für die Ironman-WM im Oktober auf Hawaii. Nur eine Deutsche konnte sich den Slot sichern.
Laura Philipp hat ihr wichtigstes Ziel beim Ironman Hamburg erreicht: Als Vizeeuropameisterin qualifizierte sich die 39-Jährige für die Weltmeisterschaft auf Hawaii. Dort trifft sie am 10. Oktober erneut auf die gestrige Siegerin Solveig Løvseth aus Norwegen, die als Titelverteidigerin in Kailua-Kona an den Start gehen wird. Vor zwei Jahren hatte Philipp sich ihren ersten WM-Titel in Nizza geholt. Auch die Siegerin des Jahres 2023, Lucy Charles-Barclay, ist seit dem Ironman Lanzarote vor zwei Wochen für Hawaii qualifiziert.
Die frischgebackenes Europameisterin Løvseth musste sich als WM-Titelverteidigerin nicht qualifizieren, ebenso waren bereits die Dänin Katrine Græsbøll Christensen (2.), die Niederländerin Lotte Wilms (6.), die Polin Marta Lagownik (8.), die Britin Kate Curran (10.) und Charlotte Mcshane aus Australien (11.) qualifiziert.
Slots bleiben in Europa, aber nur einer in Deutschland
Alle anderen Athletinnen auf den Plätzen dazwischen nahmen ihr Hawaii-Ticket an: Die Slots gingen bei der Siegerehrung am Montagmorgen in der Hamburger Handelskammer an die Vizeeuropameisterin Laura Philipp (2.), Marjolaine Pierré aus Frankreich (4.), die Österreicherin Lisa Perterer (5.), die Britinnen India Lee (7.) und Fenella Langridge (9.) sowie die Estin Kaidi Kivioja (12). Damit gingen die auf den weiteren Rängen folgenden Deutschen Jenny Jendryschik, Johanna Ahrens und Antonia Milowsky (13. bis 15. Platz) leer aus.
Die Ironman-Weltmeisterschaft findet am 10. Oktober 2026 in Kailua-Kona auf der größten Hawaii-Insel Big Island statt. Zum ersten Mal seit 2019 treten dort wieder Frauen und Männer an einem gemeinsamen Renntag an.