Mit einem spektakulären Halbmarathon hat sich Kristian Blummenfelt den Sieg in Geelong gesichert. Lange sah es jedoch nicht danach aus, dass der Norweger noch einmal in den Kampf um den Sieg eingreifen würde.
He did it again! Kristian Blummenfelt hat den Ironman 70.3 Geelong gewonnen und alle Fragezeichen zu seiner Form nach dem Ironman Neuseeland von sich geworfen. Mit einem spektakulären Halbmarathon in 1:06:39 Stunden sicherte er sich den ersten Platz und 2.500 Punkte für die Ironman Pro Series, er beendete das Rennen nach 3:30:24 Stunden. Seine stärksten Kontrahenten Jelle Geens und Hayden Wilde vervollständigten das Podium – konnten dem Norweger auf der Laufstrecke jedoch nichts entgegensetzen.
Kleiner Rückstand für die Favoriten
Nebel lag in der Luft, als sich die Athleten auf den Weg ins Wasser der Corio Bay machten. Und gleich von Anfang an wurde das Tempo hochgehalten – von zwei ehemaligen Kurzdistanzlern. Trent Thorpe und Pierre Le Corre zogen das Feld in die Länge und schafften es früh, sich von ihren Verfolgern abzusetzen. Dahinter bildete sich eine Gruppe von zehn Athleten, in der sich die großen Favoriten um Kristian Blummenfelt, Hayden Wilde und Jelle Geens befanden.
Thorpe und Le Corre erreichten die erste Wechselzone nach 21:21 Minuten, die Verfolger kamen 50 Sekunden später aus dem Wasser.
Wilde nimmt Reißaus
Auf den ersten Radkilometern machte Hayden Wilde dann das, wofür er bekannt ist: draufdrücken. Bis Kilometer zwölf hatte er bereits Thorpe und Le Corre eingeholt und sich an die Spitze gesetzt – doch das gelang auch anderen Athleten. Es formte sich eine sechsköpfige Spitzengruppe, bestehend aus Wilde, Geens, Jake Birtwhistle, Josh Ferris, Kurt McDonald und Blummenfelt.
Diese blieb auf der ersten Hälfte der 90 Kilometer bestehen, dann mussten Blummenfelt und Ferris leicht reißen lassen. An der Spitze schaffte es Wilde auf den letzten 20 Kilometern sich von den anderen Kontrahenten abzusetzen. Der Neuseeländer erreichte die zweite Wechselzone mit einer Radzeit von 1:56:03 Stunden. Geens und Birtwhistle folgten mit einer Minute Abstand, Blummenfelt und Ferris weitere 30 Sekunden später
Blummenfelt unantastbar
Auf den ersten Kilometern des abschließenden Halbmarathon schafften es sowohl Geens als auch Blummenfelt die Lücke zu Wilde zu verkleinern. Nach sechs Kilometern war dessen Vorsprung vor dem Belgier bereits auf 35 Sekunden geschrumpft, mit Blummenfelt nur weitere zehn Sekunden dahinter.
Zwei Kilometer später hatte der Norweger die Lücke auf Geens geschlossen und sich vor den amtierenden Ironman-70.3-Weltmeister gesetzt. Der Abstand zu Wilde jetzt: 22 Sekunden. Zur Halbmarathon-Hälfte war es dann soweit: Blummenfelt überholte Wilde und riss die Führung an sich – doch der Olympia-Zweite von Paris gab sich nicht so leicht geschlagen und lief mit dem Ironman-Weltmeister von 2022 mit. Doch nicht für lange: Kurze Zeit später gelang es Blummenfelt sich abzusetzen, Wilde fiel zurück und wurde anschließend auch von Geens überholt
Vorn hielt Blummenfelt sein halsbrecherisches Tempo durch. Mit einer Halbmarathonzeit von 1:06:39 Stunden sicherte er sich den Sieg und wichtige 2.500 Punkte für die Ironman Pro Series (3:30:24 Stunden). Jelle Geens kam als Zweiter ins Ziel (+0:59 Minuten), vor Hayden Wilde (+1:27 Minuten). Vierter wurde Jake Birtwhistle (3:34:28 Stunden).