Welliges Schwimmen, hartes Radfahren und Mindgames beim Laufen: Der T100-Saisonstart hatte es in sich. Mit einer neuen alten Siegerin und einer starken Debütantin.

Taylor Knibb hat den Auftakt der T100-Tour 2026 an der australischen Gold Coast gewonnen. Die US-Amerikanerin setzte sich nach einem kontrollierten Rennen durch und legte den Grundstein für ihren Sieg vor allem auf dem Rad, wo sie sich entscheidend von der Konkurrenz absetzen konnte. Zuvor hatte Jessica Fullagar das Rennen im Wasser geprägt – und wurde Knibb auf der Laufstrecke noch einmal gefährlich. Bianca Bogen erreichte einen starken fünften Platz.
Fullagar macht das Tempo
Ordentlicher Wellengang erschwerte das Schwimmen, doch die Athletinnen ließen sich davon nicht bremsen und schlugen von Beginn an ein hohes Tempo an. Schon kurz nach dem Start setzte sich eine kleine Spitzengruppe ab – mit dabei: Kurzdistanzlerin Jessica Fullagar sowie erfahrene Athletinnen wie Sara Perez Sala und Imogen Simmonds. Andere starke Schwimmerinnen wie Bianca Bogen oder Alanis Siffert verpassten diese Gruppe jedoch.
Auf den letzten Metern der zwei Kilometer übernahm Fullagar endgültig die Führung und sicherte sich damit die beste Ausgangsposition für den Landgang. Nach 26:04 Minuten erreichte sie als Erste das Ufer, Imogen Simmonds folgte fünf Sekunden später. Sara Perez Sala verlor auf der zweiten Runde etwas an Boden und kam gemeinsam mit Taylor Knibb rund 40 Sekunden hinter der Spitze aus dem Wasser. Bogen und Siffert lagen etwa eine Minute zurück, Daniela Kleiser und Merle Brunnée verloren elf Minuten.
Knibb kämpft sich zurück
Auf dem Rad kristallisierte sich schnell ein Duell zwischen Fullagar und Knibb heraus. Die Britin verwaltete ihre Spitzenposition zunächst mit einem sehr schnellen Wechsel, verpasste allerdings nach zehn Kilometern eine Kurve, musste umdrehen und verlor so wertvolle Sekunden. Ihre direkten Kontrahentinnen distanzierte sie dennoch immer weiter: Nach 30 Kilometern war Simmonds schon auf 90 Sekunden hinter Fullagar zurückgefallen, Sara Perez Sala auf zwei Minuten. Doch Taylor Knibb machte richtig Druck und war zu diesem Zeitpunkt bereits auf den zweiten Platz vorgefahren – weniger als eine Minute hinter der Führenden.
Bis Kilometer 45 hatte Knibb sie schließlich ganz eingeholt und sich anschließend schnell von ihr abgesetzt. Und die Amerikanerin machte da nautürlich nicht halt. Auf der restlichen Radstrecke drückte sie weiter aufs Gaspedal und erreichte die zweite Wechselzone nach 1:54:26 Stunden – schnellster Bikesplit und 1:23 Minuten Vorsprung auf Fullagar. Simmonds folgte mit drei Minuten Rückstand, Bogen, Perez Sala und die Australierin Nicole van der Kaay mit je fünf Minuten.
Verwaltung beim Laufen
Auf der Laufstrecke sah es dann zunächst danach aus, als könne Fullagar Knibb noch einmal gefährlich werden. Sie verkürzte den Abstand auf unter eine Minute, doch dabei blieb es. Knibb war in der Lage ihr Tempo noch einmal zu erhöhen und die Lücke erneut auf eine Minute zu vergrößern. Und auch dahinter passierte nicht mehr viel. Imogen Simmonds verwaltete ihren dritten Platz, van der Kaay löste sich leicht von Bogen und Perez Sala.
So war es Taylor Knibb, die nach einem durchwachsenen Jahr 2025 mit einem Sieg in die neue Saison startete. Nach 3:27:53 Stunden erreichte sie die Ziellinie, ihre stärkste Kontrahentin Jessica Fullagar folgte ihr 1:01 Minuten später. Imogen Simmonds wurde Dritte (+5:19 Minuten), vor Lokalmatadorin Nicole van der Kaay (+7:32 Minuten). Bianca Bogen vervollständigte die Top Fünf (+8:20 Minuten). Sara Perez Sala belegte den sechsten Platz vor Ellie Salthouse. Hinter Lotte Wilms und Natalie van Coevorden wurde Alanis Siffert Zehnte, Daniela Kleiser schob sich mit dem schnellsten Laufsplit (1:03:52 Stunden) noch auf den elften Platz vor. Merle Brunnée erreichte das Ziel auf Platz 13 (+19:26 Minuten).









