Ironman-Weltmeisterschaften 2024: Diese Athletinnen und Athleten sind bereits qualifiziert

Die Hälfte des Jahres ist fast vorbei und für die Profis sind die Möglichkeiten einer Qualifikation zur Ironman-WM beinahe ausgeschöpft. Pro Geschlecht gibt es nur noch drei Gelegenheiten. Ein Überblick über alle bisher qualifizierten Athletinnen und Athleten.

Frank Wechsel / spomedis Sam Laidlow hat als amtierender Ironman-Weltmeister das Glück, dass er nur eine Langdistanz finishen und keinen Qualifikationsplatz erreichen muss.

Die Tage bis zu den Ironman-Weltmeisterschaften werden weniger. So manch einem Profi dürfte aufgrund der drei noch ausstehenden Qualifikationswettkämpfe schon vor weit vor den Rennen der Schweiß auf der Stirn stehen. Die Chancen schwinden, sich einen WM-Slot zu ergattern.

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Drei Möglichkeiten

Für die Frauen und für die Männer gibt es drei Langdistanzrennen, die noch in den Qualifikationszeitraum für die diesjährigen Ironman-Weltmeisterschaften fallen. Dabei gibt es acht offene Slots bei den Frauen und 13 bei den Männern. Den Auftakt in knapp einem Monat (14. Juli) macht der Ironman Vitoria-Gasteiz im spanischen Baskenland. Das Rennen, das auch Teil der Ironman Pro Series ist, hat jeweils drei Qualifikations-Slots. Der amtierende Ironman-Weltmeister Sam Laidlow hat seinen Start bereits bekannt gegeben. Durch seinen Status als Weltmeister muss er jedoch nur eine Langdistanz ins Ziel bringen, um seinen Platz zu validieren.

Ein Wochenende später (21. Juli), und ebenfalls zur Pro Series gehörend, findet der Ironman Lake Placid im US-Bundesstaat New York statt. Dort stehen jeweils vier Slots aus, die zur Teilnahme an den Titelwettkämpfen über die 226 Kilometer berechtigen. Anschließend müssen die Athletinnen und Athleten knapp einen Monat warten, bevor sie nach dem letzten Strohhalm greifen können: Am 17. August hat noch eine Profi-Frau beim Ironman Kalmar in Schweden die Chance, die Saison mit dem Ticket nach Nizza zu krönen. Einen Tag später (18. August) steht Frankfurt am Main Kopf. Es geht nicht nur für die Agegrouper um den kontinentalen Europameistertitel, auch die männlichen Profis kämpfen darum. Doch viel wichtiger dürfte für einige Männer die allerletzte Möglichkeit zur WM-Qualifikation sein. Durch den Status der Europameisterschaft gibt es in Frankfurt ganze sechs Slots, die zum Start auf Hawaii berechtigen.

Bis jetzt nur ein Hawaii-Champion qualifiziert

Neben den acht und 13 noch ausstehenden Slots sind schon 48 Triathletinnen und 41 Triathleten qualifiziert. Bei den Männern steht mit Patrick Lange bis dato nur ein Ironman-Weltmeister der vergangenen fünf Jahre fest, der auf Hawaii sicher dabei sein wird. Jan Frodeno, Ironman-Weltmeister von 2019, hat zwar theoretisch immer noch die Chance, seinen Startplatz zu validieren. Er hat aber bekanntermaßen im vergangenen Jahr seinen Rücktritt erklärt. Dem Norweger Kristian Blummenfelt, Ironman-Weltmeister der Austragung von St. George 2022, steht die Validierung ebenso bevor wie seinem Landsmann und bislang letztem Hawaii-Champion Gustav Iden. Der Fokus von Blummenfelt, Olympiasieger von Tokio 2021, liegt uneingeschränkt auf den Olympischen Spielen von Paris. Der Einzelwettkampf findet am 30. Juli statt, sollte es zum Einsatz in der Mixed-Relay kommen, darf er außerdem am 5. August starten. Es wäre demnach keine lange Pause bis zu einer möglichen Validierung in Frankfurt, sofern er nicht Olympiasieger wird und mit einer Wildcard auf Hawaii starten dürfte. Bei Gustav Iden sieht es eher danach aus, dass er dieses Jahr für seine Rehabilitation verwendet, als dass er konkurrenzfähig in Kona an der Startlinie stehen wird. Vor zwei Wochen beendete er beim Ironman 70.3 Warschau in Polen erstmals ein Rennen über die Mittel- oder Langdistanz seit seinem Sieg 2022 auf Hawaii.

Drei Deutsche dabei

Neben Patrick Lange, der seinen Slot validierte, stehen noch zwei weitere deutsche Athleten fest. Leonard Arnold, der im vergangenen Jahr in Nizza erstmals als Profi bei einer Ironman-Weltmeisterschaft dabei war, sicherte sich mit dem vierten Platz beim Ironman Südafrika sein erstes Hawaii-Ticket. Das erste Mal überhaupt bei einer Ironman-Weltmeisterschaft dabei ist Paul Schuster. Mit einem sechsten Platz beim Ironman Texas machte er erneut seine Qualifikation für Hawaii klar. Allerdings musst der 35-Jährige seinen Start auf Big Island im Jahr 2022 absagen, da er sich kurz zuvor bei einem Radunfall den Arm gebrochen hatte. Somit ist Paul Schuster ein echter Weltmeisterschafts-Rookie, was die Langdistanz angeht. Mit dem Österreicher Michael Weiss ist ein weiterer deutschsprachiger Athlet unter den aktuell 41 qualifizierten Athleten vertreten.

Deutsche Frauen in der Überzahl

Acht deutsche Frauen haben sich zum aktuellen Zeitpunkt für die Ironman-Weltmeisterschaft in Nizza qualifiziert. Damit stellen die deutschen Athletinnen zum derzeit das größte Kontingent, gefolgt von den Britinnen mit sieben und den US-Amerikanerinnen mit sechs Triathletinnen. Nachdem Lucy Charles-Barclay als amtierende Ironman-Weltmeisterin ihren Plan des Teilnahmeverzichts in Nizza revidiert hatte und mit dem Ironman France am vergangenen Wochenende ihren Startplatz validierte, wird die Britin als Titelverteidigerin wohl mit von der Partie sein. Auch Anne Haug hat als Zweite des vergangenen Jahres ihren Start an der Côte d’Azur mit dem Sieg beim Ironman Lanzarote validiert. Daniela Ryf, die am Ende des Jahres ihre Karriere beendet und in Nizza ihr letztes Ironman-WM-Rennen bestreiten wird, hat unter Schmerzen den Ironman Südafrika ins Ziel gebracht Die Schweizerin bestätigte damit ihren WM-Startplatz. Die letzte der noch aktiven Ironman-Weltmeisterinnen, die ihren Platz nur validieren musste, ist Chelsea Sodaro. Das gelang der US-Amerikanerin beim Ironman Neuseeland Anfang März mit einem souveränen Sieg, mit dem sie zeitgleich alle Anforderungen für eine Teilnahme in Nizza erfüllte.

Laura Philipp, Dritte des Rennens auf Big Island im vergangenen Jahr, hat mit zwei Mitteldistanzen beim Ironman 70.3 Valencia sowie Mallorca ihren Startplatz validiert. Alle fünf weiteren deutschen Starterinnen mussten ihren Platz erkämpfen. Anne Reischmann und Svenja Thoes sicherten sich ihren Slot schon früh in der neuen Saison. Sie absolvierten die Qualifikation bereits im vergangenen Jahr beim Ironman Portugal beziehungsweise beim Ironman Cozumel erfolgreich. Für Anne Reischmann ist die Teilnahme in Nizza eine Premiere, da sie noch nie an einer Langdistanz-Weltmeisterschaft von Ironman teilgenommen hat. Svenja Thoes hingegen steht nach 2019 und 2023 vor ihrer dritten Teilnahme an der Ironman-WM.

Laura Zimmermann, die erstmals 2022 in St. George bei der Weltmeisterschaft dabei war, blickt auf zwei Hawaii-Teilnahmen 2022 und 2023 zurück. Mit einem dritten Platz beim Ironman Südafrika qualifizierte sie sich für ihre vierte Ironman-Weltmeisterschaft. Bei der Ironman-Europameisterschaft der Profifrauen in Hamburg sicherten sich Daniela Bleymehl und Laura Jansen jeweils einen der sechs Slots. Mit ihrem fünften Start bei einer Ironman-Weltmeisterschaft gehört Daniela Bleymehl zu den routinierten Athletinnen im Feld. Für Laura Jansen bedeutet der Slot für Nizza die zweite Teilnahme an den Titelkämpfen, nachdem sie im vergangenen Jahr auf Big Island den 19. Platz belegte. Als Langdistanz-Rookie war Merle Brunnée am vergangenen Wochenende beim Ironman France in Nizza unterwegs und konnte sich auf der Strecke beweisen. Mit einem dritten Platz holte sie sich einen Slot für die WM und darf am 22. September ihre Premiere bei der Weltmeisterschaft feiern. Ganz unbekannt ist die gebürtige Bremerin im Ausdauersport nicht: Sie gewann sowohl 2021 als auch 2023 die Duathlon-Langdistanz-Weltmeisterschaft in Zofingen (Schweiz).

Qualifizierte Profi-Athletinnen für die Ironman-Weltmeisterschaft 2024 in Nizza

Stand: 18. Juni 2024
AthletinnenNameNation
1Danyella EberleAUS
2Regan HollioakeAUS
3Kylie SimpsonAUS
4Penny SlaterAUS
5Bruna StolfBRA
6Mariana AndradeBRA
7Erin SchenkelsCAN
8Barbora BesperátCZE
9Katrine Græsbøll ChristensenDEN
10Maja Stage NielsenDEN
11Gurutze Frades LarraldeESP
12Marta SanchezESP
13Jeanne CollongeFRA
14Julie IemmoloFRA
15Marjolaine PierréFRA
16Nikki BartlettGBR
17Lucy Charles-BarclayGBR
18Susie CheethamGBR
19Fenella LangridgeGBR
20India LeeGBR
21Katrina MatthewsGBR
22Rosie WildGBR
23Daniela BleymehlGER
24Merle BrunnéeGER
25Anne HaugGER
26Laura JansenGER
27Laura PhilippGER
28Anne ReischmannGER
29Svenja ThoesGER
30Laura ZimmermannGER
31Fiona MoriartyIRE
32Elisabetta CurridoriITA
33Ai UedaJAP
34Marlene Helen De BoerNED
35Diede DiederiksNED
36Els VisserNED
37Lotte WilmsNED
38Hannah BerryNZL
39Rebecca ClarkeNZL
40Amelia WatkinsonNZL
41Daniela RyfSUI
42Lisa NordenSWE
43Alice AlbertsUSA
44Lauren BrandonUSA
45Jackie HeringUSA
46Danielle LewisUSA
47Skye MoenchUSA
48Chelsea SodaroUSA

Qualifizierte Profi-Athleten für die Ironman-Weltmeisterschaft 2024 auf Hawaii

Stand: 18. Juni 2024
AthletenNameNation
1Sam AppletonAUS
2Matt BurtonAUS
3Steven McKennaAUS
4Nick ThompsonAUS
5Cameron WurfAUS
6Michael WeissAUT
7Stenn GoetstouwersBEL
8Pieter HeemeryckBEL
9Kenneth VandendriesscheBEL
10Igor AmorelliBRA
11Reinaldo ColucciBRA
12Jason PohlCAN
13Daniel BækkegårdDEN
14Magnus DitlevDEN
15Mathias PetersenDEN
16Jordi Montraveta MoyaESP
17Leon ChevalierFRA
18Denis ChevrotFRA
19Arnaud GuillouxFRA
20Arthur HorseauFRA
21Dylan MagnienFRA
22Clément MignonFRA
23Leonard ArnoldGER
24Patrick LangeGER
25Paul SchusterGER
26Tomas Rodriguez HernandezMEX
27Niek HeldoornNED
28Tristan OlijNED
29Braden CurrieNZL
30Ben HamiltonNZL
31Mike PhilipsNZL
32Kacper StepniakPOL
33Tomasz SzalaPOL
34Robert WilkowieckiPOL
35Robert KallinSWE
36Rasmus SvenningssonSWE
37Matthew HansonUSA
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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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