Justus Nieschlag und die T100-Serie: Ein neues Kapitel im Triathlon

Justus Nieschlag stellt sich 2025 einer neuen Herausforderung und startet in der hochkarätigen T100-Serie als Vertragsathlet. Der amtierende Deutsche Meister über die Kurzdistanz hat aber noch weitere Ziele in diesem Jahr.

That Cameraman Wie sich das Podium auf der T100-Tour anfühlt, konnte Justus Nieschlag beim Rennen ins Las Vegas feststellen, als er bei seinem T100-Debüt Dritter wurde.

Justus Nieschlag hat für die kommende Saison große Pläne. Obwohl die Saisonplanung bis jetzt nicht zu 100 Prozent feststeht, sind viele Rennen bereits fixiert. Bis August wird der Deutsche Meister über die Kurzdistanz alle Rennen der T100-Serie bestreiten, darunter das Rennen in London. Danach muss der 32-Jährige abwägen, ob er alle weiteren Stationen mitnimmt oder strategisch einzelne auslässt.

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Doch die T100-Serie ist nicht sein einziges Ziel. Justus Nieschlag, der seinen Status als Bundeskaderathlet durch den Gewinn des Deutschen Meistertitels im vergangenen Jahr gesichert hat, wird auch an den Deutschen Meisterschaften auf der Kurzstrecke teilnehmen, die im Rahmen der „Finals“ in Dresden stattfinden. Eine besondere Herausforderung erwartet ihn bereits im März, wenn der Olympiateilnehmer von Tokio 2021 beim Africa Cup in Namibia sein Kurzdistanz-Comeback feiert. Sein letztes Worldcup-Rennen über die Kurzdistanz ist datiert auf den 19. Juni 2022, als er in Huatulco, Mexiko, den 47. Platz belegte. Da er in der Weltrangliste mit Platz 656 kaum noch Punkte hat, muss er sich zunächst von unten hocharbeiten.

„Ich muss erst mal gezwungenermaßen ganz unten anfangen und mich dann hocharbeiten. Wo ich im Laufe des Jahres noch starten kann, hängt davon ab, ob ich in Rennen reinkomme oder vielleicht mal eine Wildcard bekomme“, so Nieschlag über seine flexible Rennplanung auf der Kurzdistanz.

Warum die Entscheidung für die T100-Serie?

Durch die Zulassungsbeschränkungen auf der Kurzdistanz besteht eine schlechte Planbarkeit, weshalb der Fokus in Richtung der T100-Tour liegt. Die Wahl, sich der T100-Serie zu verschreiben, fiel Nieschlag deshalb relativ leicht. „Letztlich ist das die Serie für Mittelstrecken-Athleten oder Kurzdistanzler“, erklärt er. Die Alternative wäre die Ironman Pro Series gewesen, doch dort haben Athleten, die nur Mitteldistanzen bestreiten, kaum Chancen auf eine vordere Platzierung im Gesamtranking.

IRONMAN Krönender Abschluss einer langen Saison: der fünfte Platz bei der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in Taupō, Neuseeland.

„Die T100-Tour bietet hohe Aufmerksamkeit und wird übertragen, was sie für Athleten auch aus Vermarktungssicht sehr interessant macht.“ Damit hebt sich das Format von anderen Triathlon-Wettbewerben ab und bietet eine echte Alternative für Mittelstrecken-Triathleten. „Ich habe letztes Jahr darum gekämpft, da reinzukommen. Daher bin ich froh, dass ich es geschafft habe und jetzt ein Teil der Vertragsathleten bin“, sagt Nieschlag über seinen Platz in der Serie.

Langdistanz als langfristiges Ziel?

Während er sich in dieser Saison voll auf die T100-Serie konzentriert, ist ein Wechsel auf die Langdistanz in Zukunft nicht ausgeschlossen. Doch aktuell gibt es dafür wenig Spielraum: „Die Saison geht bis Mitte Dezember, da ist es nahezu unmöglich, eine Langdistanz vernünftig einzuplanen.“ Nach der Saison will er Bilanz ziehen und entscheiden, ob ein Wechsel in die Langdistanz sinnvoll wäre.

Ziele für die Saison 2025

Die Konkurrenz in der T100-Serie ist stark, besonders durch die verstärkte Teilnahme von Kurzstreckenspezialisten. Dennoch setzt sich Nieschlag ambitionierte, aber realistische Ziele: „Regelmäßige Top-Ten-Platzierungen mit gelegentlichen Ausflügen in die Top 5 sehe ich als realistische Zielsetzung für mich.“

Die kommende Saison verspricht, spannend zu werden. Mit einer Mischung aus T100-Rennen, Kurzstrecken-Starts und strategischen Entscheidungen wird Justus Nieschlag zeigen, dass er ein vielseitiger Athlet ist, der sich in verschiedenen Formaten behaupten kann.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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