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SzeneLasse Lührs sprintet in Berlin zu seinem zweiten DM-Sieg

Lasse Lührs sprintet in Berlin zu seinem zweiten DM-Sieg

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Bengt Lüdke Lasse Lührs macht den Sieg im Sprint perfekt.

Der deutsche Meister über die Sprintdistanz heißt Lasse Lührs. Der Triathlet vom Team Buschhütten setzte sich am Sonntag mit dem stärksten Finish vor dem Saarländer Lasse Nygaard Priester durch. Dritter wurde Henry Graf aus Darmstadt, den ein Missgeschick in der zweiten Wechselzone viel Zeit kostete. Für die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen benötigte Lührs, für den es nach 2018 der zweite Meistertitel im Sprint ist, 51:02 Minuten. “Ich hatte am Ende einfach die besseren Beine”, sagte der Sieger im Ziel.

Beim Schwimmen im Wannsee führte Graf das Feld über fast die gesamte Distanz an. Nach rund neun Minuten nahm das wohl größte deutsche Nachwuchstalent die 79 Stufen aus dem Strandbad Richtung Wechselzone als Erster in Angriff. Mit einigen Sekunden Vorsprung im Gepäck konnte es der 20-Jährige auf dem Rad zunächst ruhig angehen lassen. Eine energieintensive Soloflucht nach vorn hätte keinen Sinn gemacht und so ließ er sich von der riesigen, rund 30 Mann starken Verfolgergruppe einfangen.

Chaos beim Wechsel

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Da die Attacken auf dem Rad durch Simon Henseleit und Jonas Schomburg keine nachhaltige Wirkung zeigten, näherte sich die große Gruppe mit allen Favoriten gemeinsam dem Olympischen Platz und dem zweiten Wechsel. Dann plötzlich Chaos: Henry Graf, der mit Neilan Kempmann als Führender vom Rad springt, findet seinen Platz nicht. Er dreht um und sorgt damit für noch mehr Trouble. Es kommt zu einem Sturz mit mehreren Athleten, Räder und Schuhe wirbeln durch die Luft, doch letztlich können alle das Rennen fortsetzen.

Beim Laufen zieht sich die eben noch so große Gruppe schnell auseinander. Weder die Olympiateilnehmer Justus Nieschlag und Jonas Schomburg, noch Titelverteidiger Tim Hellwig oder Mitfavorit Valentin Wernz können heute das hohe Tempo von Lührs und Nygaard Prister mitgehen, die über die meiste Zeit Schulter an Schulter an der Spitze laufen. Einzig Graf hat den Laufspeed der beiden drauf, der Rückstand nach dem Wechselpatzer ist für ein Sprintrennen aber schon gewaltig.

Die Entscheidung fällt in der letzten Kurve. Von Position zwei kommend zieht Lührs an Nygaard Priester vorbei, der auf der langen Zielgerade nicht mehr kontern kann und Zweiter wird. Platz drei sichert sich wie vor einem Jahr Henry Graf. Dahinter kommen die übrigen Topathleten der Deutschen Triathlon Union, Schomburg, Wernz, Nieschlag und Hellwig noch in die Top Ten.

DM Sprintdistanz 2022 | Elite Männer

26. Juni 2022 | Berlin
PlatzNameGesamt750 m Swim19,4 km Bike5 km Run
1Lasse Lührs51:029:0524:4114:29
2Lasse Nygaard Priester51:109:0625:4914:31
3Henry Graf51:218:4925:5714:44
4Jonas Schomburg51:289:0125:4314:54
5Valentin Wernz51:319:1824:3414:50
6Jannik Schaufler51:329:0725:4514:57
7Justus Nieschlag51:359:1725:3114:56
8Tim Hellwig51:429:2225:3015:07
9Johannes Vogel51:509:0825:4115:10
10Simon Henseleit51:569:1725:3515:24
Peter Jacob
Peter Jacob
Abitur, Studium der Sportwissenschaft und Volontariat bei dpa änderten nichts daran, dass Peter eines blieb: Ausdauersportler mit Leidenschaft. Auch wenn der Hamburger heute öfter die Laufschuhe schnürt, sind die Stärken des ehemaligen Leistungsschwimmers klar verteilt. Man munkelt, die Sportart Swimrun sei nur für ihn erfunden worden.
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