Nach dem Radfahren: Laura Philipp und Jonas Schomburg führen bei der Challenge Roth

Mit einer starken Aufholjagd hat sich Laura Philipp bei der Challenge Roth an die Spitze gesetzt. Beste Voraussetzungen, um das Rennen auf den abschließenden 42,195 Kilometern nach Hause zu laufen. Auf diesem Weg befindet sich auch Jonas Schomburg.

Frank Wechsel / Spomedis

Aus dem Verfolgerfeld an die Spitze: Laura Philipp nahm den Marathon bei der Challenge Roth als Führende in Angriff. Vorn hatte Alanis Siffert Druck auf das Pedal gebracht, um die Verfolgerinnen auf Abstand zu halten. Dahinter spielte Laura Philipp ihre Stärken in der zweiten Disziplin aus und schnappte sich nach circa zwei Stunden Rennzeit Platz zwei und überholte Grace Thek. Nach 50 Kilometern hielt Siffert ein Polster von 3:30 Minuten auf Philipp. Die weiteren Verfolgerinnen hatte sie zu dem Zeitpunkt bereits abgehängt. Knapp eine Minute später folgte ein Trio aus Nina Derron, Grace Thek und Nikki Bartlett. 

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Alanis Siffert rast durch die Menschenmassen am Solarer Berg

Am Solarer Berg raste Siffert geradezu durch die Menschenmassen – komplett in Aero-Position. Insgesamt aber rückte die Deutsche der Schweizerin Meter um Meter auf die Pelle. Nina Derron, Grace Thek und Nikki Bartlett fuhren mit rund 5:15 Minuten als Verfolgergruppe und besaßen einen großen Vorsprung auf die nachfolgenden Athletinnen um unter anderem Jana Uderstadt, Katharina Wolff, Merle Brunnée und Stephanie Wunderle.

Laura Philipp krönt Aufholjagd

Das Polster an der Spitze schmolz sukzessive, betrug nach 100 Kilometern noch 2:30 Minuten, 20 Kilometer später nur noch 1:48 Minuten. Nach 135 Kilometern lag keine Minute mehr zwischen den beiden Führenden und schließlich setzte sich die Ironman-Weltmeisterin an die Spitze. Laura Philipp kam als Erste nach 5:33:44 Stunden in die zweite Wechselzone – mit einer Radzeit von 4:33:27 Stunden und damit weit entfernt vom Streckenrekord, den Daniela Ryf im Jahr 2023 bei ihrer Weltbestzeit aufgestellt hatte (4:22:56 Stunden). Ihre ärgste Konkurrentin zu diesem Zeitpunkt hatte die Führende mittlerweile um 2:21 Minuten distanziert. Für Jana Uderstadt war das Rennen unterdessen noch vor Eintritt in T2 beendet, da ihr das Schaltwerk am Rad abgerissen war.

Jonas Schomburg im Vollgas-Stil

Bei den Männern hatte Jonas Schomburg zuvor seinen Vollgas-Stil auch beim Radfahren fortgesetzt. Beim ersten Durchgang am Solarer Berg durfte Schomburg die Massen in Führung liegend genießen. Sam Laidlow folgte 2:14 Minuten später. Weitere zwei Minuten danach erlebte die Verfolgergruppe mit unter anderem Jan Stratmann, Wilhelm Hirsch, Florian Angert, Finn Große-Freese, Arne Leiss, Daniel Bækkegård die Durchfahrt. Frederic Funk war zwei Minuten später in einer weiteren Verfolgerposition.

Dreiergruppe setzt sich ab

Im weiteren Verlauf hielt Schomburg den Abstand relativ konstant: Im Verfolgerfeld baute sich Spannung auf. Mit einer Hypothek von mehr als sechs Minuten fuhr die zehnköpfige Gruppe um Jesper Svensson, Jannik Stoll, Daniel Bækkegård, Jan Stratmann und Wilhelm Hirsch, die anschließend langsam auseinanderfiel. Nach einer Attacke am Kalvarienberg setzten sich Stratmann, Finn Große-Freese und Stoll etwas von den Mitstreitern ab, allerdings konnte zumindest Vincent Luis wieder auffahren.

Schreckmoment für Jan Stratmann

Beim zweiten Anstieg zum Solarer Berg zeigte sich, dass Schomburg Boden auf Laidlow verloren hatte. Er lag noch 1:42 Minuten vor dem Franzosen. In der Verfolgergruppe erlebte Jan Stratmann einen Schreck, als er direkt am Anstieg mit einem Problem an seinem Rad stoppen musste, ehe er seine Fahrt fortsetzen konnte: Seine Kette war abgesprungen. Stratmann verlor dadurch rund 40 Sekunden. An der Spitze verlor Schomburg unterdessen Zeit und musste Sam Laidlow näherkommen lassen – konnte aber einen Vorsprung in die zweite Wechselzone bringen und als Erster nach 4:50:19 Stunden die Laufstrecke in Angriff nehmen. Laidlow begann den Marathon 50 Sekunden später. Dahinter folgten Vincent Luis und ein deutsches Quartett aus Frederic Funk, Jan Stratmann, Jannik Stoll und Finn Große-Freese.

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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