Dienstag, 6. Dezember 2022
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SzeneSkye Moench gewinnt Ironman Frankfurt

Skye Moench gewinnt Ironman Frankfurt

Die 3,86 Kilometer lange Schwimmstrecke durch den Langener Waldsee wurde in zwei Abschnitte eingeteilt. Nach den ersten 1,6 Kilometern mussten die Athleten beim sogenannten Australian Exit einige Meter an Land laufen, bevor es den Rest der ersten Disziplin zu absolvieren galt.

Schwimmstarke Sarah True

Im Feld der Profi-Athletinnen stieg die US-Amerikanerin Sarah True, die im vergangenen Jahr in Frankfurt auf dem zweiten Platz landete und als starke Schwimmerin bekannt ist, als erste Athletin zum Landgang aus dem Wasser. Die für die Schweiz startende Imogen Simmonds und Amelia Watkinson aus Australien folgten True dicht auf den Fersen. Daniela Bleymehl hatte zu diesem Zeitpunkt einen Rückstand von 2:07 Minuten auf die Führende. Auch nach der vollständigen Durchquerung des Schwimmkurses stieg Sarah True nach 52:40 Minuten als erste Frau aus dem 25,5 Grad warmen Wasser. Amelia Watkinson und Imogen Simmonds verließen den Langener Waldsee nur wenige Sekunden später an den Positionen zwei und drei. Die Britin Kimberley Morrison und die US-Amerikanerin Skye Monech konnten sich auf der zweiten Schwimmrunde vor Daniela Bleymehl an die Positionen vier und fünf setzen. Bleymehl begab sich nach 57:48 Minuten in Richtung erste Wechselzone. 

Simmonds überrascht bei erstem Langdistanzstart

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Auf den ersten Kilometern der auf 185,3 Kilometer verlängerten Radstrecke konnte Imogen Simmonds bei ihrer ersten Langdistanz die Führung übernehmen. Amelia Watkinson setzte sich mit wenigen Sekunden Abstand zu Simmonds an Position zwei. Während die an Position drei liegende True immer mehr Zeit auf die führenden Konkurrentinnen verlor, fuhr Daniela Bleymehl immer näher an die US-Amerikanerin an. Nach rund 50 Kilometer platzierten sich Bleymehl, Kimberley Morrison (USA) und Skye Moench (USA) vor True. Kurz vor Schluss der ersten von zwei Radrunden ergab sich um Bleymehl, Watkinson, Skye Moench und Sarah True eine Verfolgergruppe, die nun zusammen fuhr. Die führende Simmonds baute sich auf den ersten 90 Kilometern einen Vorsprung von fast sieben Minuten aus. 

Auch die zweite Runde fuhren die vier genannten Athletinnen anfangs zusammen, bevor Moench die Initiative ergriff und sich um einige Sekunden von ihren Konkurrentinnen absetzen konnte. Währenddessen konnte Simmonds zwar Position eins halten, verlor aber immer mehr Sekunden gegenüber ihren Verfolgerinnen. Auf der zweiten Hälfte der zweiten Runde musste sich Amelia Watkinson fallen lassen und verlor somit den Anschluss zur den anderen Athletinnen.

Ab Kilometer 160 verdichtete sich die Führungsgruppe erneut. Skye Moench, die mit 4:58:39 Stunden die schnellste Radzeit fuhr, Sarah True, Imogen Simmonds und Daniela Bleymehl stiegen im Abstand von wenigen Sekunden vom Rad. Dabei erwischte Simmonds den schnellsten Wechsel und startete als Erste auf den abschließenden Marathon.

Bleymehl steigt vorzeitig aus

Schon auf den ersten Kilometern konnte die laufstarke Sarah True an den anderen Profi-Athletinnen vorbeilaufen und sich an die Spitze setzen. Auf der ersten Hälfte der ersten von vier Laufrunden wechselte Daniela Bleymehl aufgrund von Magenkrämpfen zuerst ins Gehen, stieg aber dann vorzeitig aus dem Rennen aus. Nach Bleymehls Ausstieg beendeten Sarah True, ihre Landsfrau Skye Moench und Imogen Simmonds, die sich nun allesamt Podiumschancen ausrechnen konnten, die erste Laufrunde über 13 Minuten vor der bis dahin auf dem vierten Platz liegenden Amelia Watkinson.

Sarah True startete mit einem Vorsprung von rund zwei Minuten gegenüber Moench auf die zweite Laufrunde. Diesen Vorsprung baute die US-Amerikanerin auf den folgenden beiden Runden auf mehr als sechs Minuten aus. Skye Moench hielt sich vor Simmonds auf Platz zwei.

Sarah True mit dramatischem DNF

Auch auf der letzten Laufrunde sah es noch so aus, als würde Sarah True die Ziellinie als Siegerin überqueren. Doch drei Kilometer vor dem Ziel musste True bei Temperaturen von weit über 35 Grad immer wieder gehen, torkelte bald nur noch Schritt für Schritt voran und musste sich häufiger an Streckenabsperrungen und Geländern festhalten. Dennoch nahm die zunehmend apathisch wirkende Amerikanerin keine Verpflegung mehr an. Auch an der letzten Verpflegungsstation einen Kilometer vor dem Ziel ging die Amerikanerin vorbei. Als sie von einem Agegrouper angesprochen und auf die Trinkmöglichkeit hingewiesen wurde, brach True zusammen. Sofort waren Sanitäter zur Stelle, die sie akut behandelten und True aus dem Rennen nahmen.

Somit übernahm Skye Moench kurz vor Schluss die Führung und überquerte die Ziellinie nach 9:15:31 Stunden als Siegerin der Ironman-Europameisterschaft. Den zweiten Platz sicherte sich Imogen Simmonds mit einer Gesamtzeit von 9:26:01 Stunden. Komplettiert wurde das Podium beim Hitzerennen in Frankfurt von der Kanadierin Jen Annett (9:36:25 Stunden). 

Ironman European Championships Frankfurt 2019 | Profis Frauen

PLATZNAMELANDGESAMT3,8 KM SWIM185 KM BIKE42,2 KM RUN
1Skye MoenchUSA9:15:3157:314:58:393:14:01
2Imogen SimmondsSUI9:26:0154:425:03:303:24:38
3Jen AnnettCAN9:36:2559:265:12:283:19:07
4Amelia WatkinsonNZL9:49:3252:415:14:493:36:11
5Saleta CastroESP10:10:0157:585:26:313:39:12
6Petra EggenschwilerSUI10:14:111:18:265:17:263:29:03
7Anne BassoFRA10:28:3158:005:44:183:36:35
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