Folgt die Krönung für Matt Hauser? Déjà-vu-Duell zwischen Cassandre Beaugrand und Beth Potter? Wir ordnen alle WM-Szenarien für Wollongong ein – mit Rechenmodellen und Taktik-Faktoren.

Am 19. Oktober fällt in Wollongong (Australien) die Entscheidung über die Kurzdistanz-Weltmeistertitel 2025. Nach sieben Rennen auf vier Kontinenten spitzt sich die World Triathlon Championship Series (WTCS) auf zwei hochspannende Titelkämpfe zu – bei den Männern zwischen Matt Hauser, Miguel Hidalgo, Vasco Vilaça und Henry Graf, bei den Frauen zwischen Cassandre Beaugrand, Beth Potter, Jeanne Lehair, Lisa Tertsch und Leonie Periault. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs an der Südküste Australiens, gespickt mit steilen Rampen und engen Kurven, wird über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) entschieden, wer am Ende die Weltmeisterkrone trägt. Fehler werden hier doppelt bestraft – die mentale und taktische Komponente dürfte entscheidend werden.
Das Männerrennen
Bei den Männern steht alles im Zeichen eines möglichen historischen Moments: Matt Hauser könnte nicht nur Australiens erster Weltmeister seit Peter Robertson im Jahr 2005 werden, sondern zugleich der erste Athlet überhaupt, der den Titel auf heimischem Boden gewinnt. Der 27-Jährige hat die Saison nach Belieben geprägt, gewann drei der sechs WM-Rennen und reist mit der Idealpunktzahl von 3.000 Punkten an. Damit ist die Rechnung einfach: Eine Medaille – egal aus welchem Material – würde reichen, um den Titel endgültig klarzumachen. Hauser hat sich 2025 als kompletter Athlet präsentiert, makellos im Wasser, taktisch reif auf dem Rad und mit deutlich gesteigerter Laufkonstanz. Seine Stärke liegt in der Kontrolle: frühe Attacken, hohes Tempo. Wollongong wird jedoch zum mentalen Test, denn die Bürde des Heimrennens bringt Erwartung, Emotion und Druck zugleich.










