Fest oder flüssig – was bringt dich besser durch den Wettkampf? Entscheidend ist weniger die Menge als die Form der Energiezufuhr. Warum viele Strategien im Rennen scheitern und wie du die richtige Balance deiner Verpflegung findest.
Viele machen ihre Verpflegung im Triathlon zur Wissenschaft: Grammzahlen werden geplant, Produkte getestet, Strategien festgelegt. Das ist gut und richtig so, doch im Rennen kann das durchdachte System trotzdem ins Wanken geraten. Die Energie scheint nicht mehr anzukommen, der Magen macht dicht, Gels werden zur Qual. Der Grund liegt häufig in einem Detail, das leicht übersehen wird: der Form der Energiezufuhr. Entscheidend ist nicht nur, was du aufnimmst. Es kommt auch darauf an, wie dein Körper damit umgehen kann.
Energie ist nicht gleich Energie
Auf dem Papier lässt sich Verpflegung sauber berechnen. 60 oder 90 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde gelten für viele als sinnvolle Zielgröße. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass identische Mengen ganz unterschiedlich wirken können.
Der Unterschied liegt im Weg durch den Körper. Zwischen Aufnahme und tatsächlicher Verwertung stehen mehrere Schritte. Der Magen übernimmt dabei eine Schlüsselrolle. Er entscheidet, wie schnell Energie weitergegeben wird. Ist er überfordert, stockt dieser Prozess. Dann bleibt Energie im System hängen, statt dort anzukommen, wo sie gebraucht wird. Die Darreichungsform beeinflusst genau diesen Ablauf.