Mittwoch, 21. Februar 2024
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Oliver (40) verbringt den Morgen in der Vergnügungszone

Mit seiner Pain Cave konnte Oliver Klein auch seiner Frau einen Gefallen tun. Nicht, weil sie den Raum für gelegentliche Läufe oder ihre Step- und Kraft-Workouts nutzt. Sondern, weil dieses „Monstrum“ nicht im Wohnzimmer gelandet ist: ein Denon Surroundsystem mit 7.1-JBL-System und 1000 Watt Nennleistung. „Die stammt noch aus meiner Junggesellenzeit und ist für den zwei mal zweieinhalb Meter großen Raum vielleicht ein bisschen überdimensioniert“, gibt Oliver Klein zu.

Training vor Sonnenaufgang

Dass die Anlage ihren Weg in das Trainingszimmer finden würde, stand anfangs nicht unbedingt fest. Klar war nur, dass Oliver Klein im Zuge des Hausbaus auf einen Trainingsraum für den Winter bestand. Seine Frau genehmigte ihn. Seither hat sich ein geregelter Tagesablauf eingespielt: Der zweifache Familienvater beginnt seine Trainingseinheiten unter der Woche morgens um fünf. „So spare ich nachmittags wertvolle Zeit mit der Familie, wenn ich um frühestens 17 Uhr nach Hause komme“, sagt er. 

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Pain Cave ist „voll ausgebucht“

Den begrenzten Platz in seiner Pain Cave nutzt er optimal aus. Ein Proform-Laufband wartet neben dem Tacx-Rollentrainer auf die Koppeleinheit oder Solo-Läufe. In der Rolle steckt Kleins Radon-Bike, davor ein Ventilator, der die Ausfahrten mit Zwift erträglicher macht. Die Software zum Radtraining hat Klein im Dezember 2018 erstmals ausprobiert. „Seitdem ist meine Pain Cave voll ausgebucht“, betont der 40-Jährige. Kommoden und Schränke bewahren die Ausrüstung des Saarwellingers auf. Eine kleine Fotowand hängt beinahe versteckt in der Ecke neben dem Medaillenboard. Für Core Training liegt eine Matte bereit, mittels TRX-Bändern an der Decke und Gewichten sind weitere Kraft- und Stabilitätsübungen möglich. „Meine Pain Cave hat sich absolut ausgezahlt und ich kann wieder ernsthafter Rennen angehen“, sagt Klein, der einschränkt: „Die Mitteldistanz reicht momentan aber.“

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Mutige Ansage bringt Klein zum Ausdauersport

Vor dem Hausbau und dem Nachwuchs war der Saarländer auch auf der Langdistanz unterwegs, nachdem er zufällig zum Triathlon gekommen war. 2008 beendete er seine Fußballkarriere. Ein Freund meldete ihn beim Köln-Marathon an, nachdem Oliver Klein „gegen fünf Uhr morgens an der Theke“ behauptet hatte, er würde den ohne Training unter vier Stunden laufen. „Ganz ohne Training ging es dann doch nicht, aber ich habe in 3:56 Stunden gefinisht“, sagt der 40-Jährige, der seither dem Ausdauersport verfallen ist.

privat

Überraschung bei erster Volksdistanz

Ein weiterer Freund überredete ihn zum ersten Volkstriathlon. „Nach kurzem Check, ob ich 300 Meter Brust unter acht Minuten schwimmen kann und aufmunternden Worten, dass bei so einem Volkstriathlon ein Drittel der Leute mit einem Mountainbike starten“, sagt Klein. Beim Bike-Check-In folgte die Überraschung: „Da gab es dann doch nur ein Fullsuspension-MTB in der Wechselzone.“

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Sportpause durch Hausbau und Nachwuchs

Klein aber ließ sich dadurch nicht von seinem Weg abbringen, wurde während seiner beruflichen Zeit in den USA ambitionierter. Seine erste Mitteldistanz absolvierte er 2012 in Racine. Das Highlight folgte 2015 mit dem Ironman Frankfurt, den er bei brutaler Hitze in 11:35 Stunden beendete. Den Ironman 70.3 Luxemburg – sein Lieblingsrennen – absolvierte er in 4:56 Stunden. Mit dem Hausbau und dem Nachwuchs begann dann die Sportpause, die er 2017 „mit einer planlosen Trainingssaison“ beendete, ehe er 2018 und 2019 wieder die Mitteldistanz in Luxemburg und Amsterdam absolvierte. Dank gezielterem Training. Ab fünf Uhr morgens. Die Pain Cave wird dann dank des „Monstrums“ und eines Flachbildfernsehers zur Vergnügungszone. Klein betont: „Lange Einheiten werden mit Serien, Filmen, Musik und vor allem krassem Sound zum Kinderspiel.“


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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.
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