Wettkampfverpflegung und Energieverwertung: Mehr Kohlenhydrate, weniger Vorteil?

Immer höhere Kohlenhydratmengen sorgen im Ausdauersport für Diskussionen. Während Profis teils von deutlich mehr als 100 Gramm pro Stunde berichten, fragen sich viele Agegrouper: Was heißt das für mich? Denn zwischen der verträglichen Menge und der Energie, die der Körper tatsächlich nutzen kann, liegt ein entscheidender Unterschied.

Frank Wechsel / spomedis Wer gut gelaunt ins Ziel kommt, hat bei der Wettkampfverpflegung vieles richtig gemacht.

Die Zahl von 180 Gramm Kohlenhydraten pro Stunde machte zuletzt im Triathlon die Runde. Ironman-Weltmeister Casper ­Stornes erklärte nach seinem ­WM-Rennen, während des Wettkampfs genau diese Menge auf­genommen zu haben. Für viele Agegrouper wirft das eine nahe­liegende Frage auf: Reichen die lange ­empfohlenen 60 bis 90 Gramm pro Stunde nicht aus? Gilt im ­modernen Ausdauersport inzwischen: je mehr, desto besser?

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Die Antwort ist komplizierter. Denn zwischen der Menge an Kohlenhydraten, die Athleten zuführen, und der Menge, die der Körper tatsächlich zur ­Energiegewinnung nutzt, liegt ein entscheidender Unterschied. ­„Resorption bedeutet nur, dass die ­Kohlenhydrate im Körper angekommen sind“, sagt Coach Björn ­Geesmann. „Für die Leistung entscheidend ist die ­Oxidation. Also das, was in der Muskulatur wirklich zur Energiegewinnung genutzt wird.“

„Kohlenhydrate sind der limitierende Faktor“

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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