Immer höhere Kohlenhydratmengen sorgen im Ausdauersport für Diskussionen. Während Profis teils von deutlich mehr als 100 Gramm pro Stunde berichten, fragen sich viele Agegrouper: Was heißt das für mich? Denn zwischen der verträglichen Menge und der Energie, die der Körper tatsächlich nutzen kann, liegt ein entscheidender Unterschied.
Frank Wechsel / spomedis Wer gut gelaunt ins Ziel kommt, hat bei der Wettkampfverpflegung vieles richtig gemacht.
Die Zahl von 180 Gramm Kohlenhydraten pro Stunde machte zuletzt im Triathlon die Runde. Ironman-Weltmeister Casper Stornes erklärte nach seinem WM-Rennen, während des Wettkampfs genau diese Menge aufgenommen zu haben. Für viele Agegrouper wirft das eine naheliegende Frage auf: Reichen die lange empfohlenen 60 bis 90 Gramm pro Stunde nicht aus? Gilt im modernen Ausdauersport inzwischen: je mehr, desto besser?
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Die Antwort ist komplizierter. Denn zwischen der Menge an Kohlenhydraten, die Athleten zuführen, und der Menge, die der Körper tatsächlich zur Energiegewinnung nutzt, liegt ein entscheidender Unterschied. „Resorption bedeutet nur, dass die Kohlenhydrate im Körper angekommen sind“, sagt Coach Björn Geesmann. „Für die Leistung entscheidend ist die Oxidation. Also das, was in der Muskulatur wirklich zur Energiegewinnung genutzt wird.“
„Kohlenhydrate sind der limitierende Faktor“
Um zu verstehen, warum das Thema Kohlenhydratoxidation so relevant ist, lohnt sich zunächst ein Blick auf die grundlegende Physiologie der Energiebereitstellung. Für Ausdauerbelastungen stehen dem Körper im Wesentlichen zwei Energiequellen zur Verfügung: Fette und Kohlenhydrate. Fettreserven sind selbst bei schlanken Athletinnen und Athleten in großer Menge vorhanden. Rein energetisch betrachtet würden sie ausreichen, um viele Stunden oder sogar Tage Bewegung zu ermöglichen. Allerdings hat diese Energiequelle einen entscheidenden Nachteil: Die
Um zu verstehen, warum das Thema Kohlenhydratoxidation so relevant ist, lohnt sich zunächst ein Blick auf die grundlegende Physiologie der Energiebereitstellung. Für Ausdauerbelastungen stehen dem Körper im Wesentlichen zwei Energiequellen zur Verfügung: Fette und Kohlenhydrate. Fettreserven sind selbst bei schlanken Athletinnen und Athleten in großer Menge vorhanden. Rein energetisch betrachtet würden sie ausreichen, um viele Stunden oder sogar Tage Bewegung zu ermöglichen. Allerdings hat diese Energiequelle einen entscheidenden Nachteil: Die
Um zu verstehen, warum das Thema Kohlenhydratoxidation so relevant ist, lohnt sich zunächst ein Blick auf die grundlegende Physiologie der Energiebereitstellung. Für Ausdauerbelastungen stehen dem Körper im Wesentlichen zwei Energiequellen zur Verfügung: Fette und Kohlenhydrate. Fettreserven sind selbst bei schlanken Athletinnen und Athleten in großer Menge vorhanden. Rein energetisch betrachtet würden sie ausreichen, um viele Stunden oder sogar Tage Bewegung zu ermöglichen. Allerdings hat diese Energiequelle einen entscheidenden Nachteil: Die
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