Freitag, 12. Dezember 2025

Cervélo P5: Zeitfahrmaschine in neuem Gewand

Die aktuellste Version des High-Performance-Bikes hat vor allem eines im Blick: Geschwindigkeit. Beinahe nebenbei soll sie auch besser individuell anpassbar sein und einen höheren Komfort bieten.

Hertseller Cervélo verspricht mit dem neuen P5 mehr Komfort und Geschwindigkeit.

Mit dem aktuellen „P5“ hat Radhersteller Cervélo heute seine neue Zeitfahrmaschine vorgestellt. „Es ist für eine einzige Sache gemacht – dich so schnell wie möglich von A nach B zu bringen“, heißt es seitens des Herstellers in einer Mitteilung. „In der Entwicklungsarbeit stecken 30 Jahre aerodynamische Expertise, die durch das Feedback von Profi-Triathleten und Tour-de-France-Champions bereichert wurde. Hinzu kommen unzählige Durchläufe im CFD-Metaverse und einige 3D-gedruckte Rahmen zur Überprüfung der Computermodellierung“, beschreibt Cervélo die Entwicklung. „Heraus kam eine noch schnellere, besser anzupassende und komfortablere Rennmaschine als je zuvor.“

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Hersteller Individuell besser anpassbar soll das Cervélo P5 sein.

So soll das neue P5 etwa fünf Watt schneller sein als sein Vorgänger. „Ein großer Teil dieser Ersparnis liegt in den Laufrädern – es gibt nicht viel zusätzliche Optimierung innerhalb der UCI-Design-Norm“, gibt Cervélo zu. Dennoch habe man Platz in der Gabel und zwischen den Streben schaffen können, um eine neue Generation breiterer, schnellerer Laufräder einbauen zu können. Beispielsweise den Reserve-77/88-Laufradsatz. „Gepaart mit einem 29-Millimeter-Reifen sind diese nicht nur aerodynamisch schneller, sondern bieten auch weniger Rollwiderstand durch das größere Reifenvolumen“, versprechen die US-Amerikaner.

Einfach, anpassbar, schnell

Das neue einteilige Cockpit, das erstmals beim „S5“ eingeführt wurde, sei einfacher zu montieren und einzustellen. Der Stack lasse sich nun um bis zu 40 Millimeter verstellen, während die Höhe des Basebars um 10 Millimeter reduziert wurde, um die Frontalfläche zu minimieren. Der neue Vorbau erhöht laut Herstellerangaben die Neigungsverstellbarkeit von 0 auf 30 Grad in 5-Grad-Schritten. Obendrein sei der neue P5-Rahmen aerodynamisch etwa ein Watt schneller als das Vorgängermodell und biete Platz für 34-Millimeter-Reifen. Dieser Freiraum bedeute viel Platz für den oben bereits angesprochenen neuen 77/88-Laufradsatz von Reserve und den 29-Millimeter-Reifen von Vittoria. Im Vergleich zum vorherigen System Reserve/Vittoria spare die neue Kombination etwa vier Watt ein – insgesamt biete sich daraus ein Vorteil von fünf Watt.

Hersteller 22 Prozent weniger vertikale Steifigkeit – das soll das neue Fastback-Design der sitzstreben gewährleisten. Ohne die seitliche Steifigkeit zu beeinträchtigen.

Komfort und Kontrolle

Breitere, höhere und dickere Armauflagen und Polster auf dem P5 sorgten für einen gestiegenen Komfort – aber auch mehr Vertrauen. „Mehr Oberfläche führt an dieser Stelle zu einer besseren Kontrolle, was mehr Zeit in der aerodynamischsten Position ermöglicht“, beschreibt Cervélo die Vorteile. Diese gebe es auch in Bezug auf die Steifigkeit. „Das neue Fastback-Design der Sitzstreben reduziert die vertikale Steifigkeit um etwa 22 Prozent“, so die Herstellerangaben. Das Ganze, ohne die seitliche Steifigkeit für die Kraftübertragung zu beeinträchtigen. „Die TT-Position ist, gelinde gesagt, unerbittlich. Aber das neue P5 hilft dir dabei, deutlich frischer in die zweite Wechselzone zu rollen.“

Hersteller Das Cervélo P5 in der Version mit SRAMS Schaltgruppe Red AXS und Reserve 77/88-Laufrädern für 13.999 Euro.

Unterschiedliche Ausführungen

Das Cervélo P5 gibt es in unterschiedlichen Ausführungen von 10.499 Euro in der Version mit Shimanos Ultegra DI2 über 13.999 Euro für die Version mit Shimanos Dura Ace DI2 bis hin zur Variante mit SRAMS Red AXS für 14.999 Euro. Die Schaltgruppen verfügen jeweils über Zwölffachkassetten. Die verfügbaren Rahmengrößen reichen von 48 bis 61. Wer auf eigene Anbauteile setzt, erhält das Rahmenset für 6.499 Euro.

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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