Die Teams aus Lüneburg und von der Saar haben am Samstagabend die Auftaktrennen 1. Triathlon-Bundesliga 2026 gewonnen. Erstmals wurde das Rennen als Mixed Relay ausgetragen.
Sommerhitze, hohes Tempo und ein Format, das es in der Triathlon-Bundesliga so noch nicht gab: Der Saisonauftakt der 1. Triathlon-Bundesliga im Kraichgau stand ganz im Zeichen der Team Relay-Premiere. Am Samstagabend belohnten sich zwei Mannschaften mit deutlichen Ausrufezeichen: das Dr. Loges Triathlon Team Lüneburg bei den Frauen und das HYLO Team Saar bei den Männern.
Premiere im Kraichgau: Team Relay bei Sommerhitze
Das Kraichgau-Rennen schrieb gleich in mehrfacher Hinsicht Geschichte. Erstmals wurde ein Bundesliga-Auftakt im neuen Team-Relay-Format ausgetragen, erstmals unter dem neuen Serien-Titelsponsor „frubiase SPORT“ – ein intensiver Schlagabtausch, der durch die hochsommerlichen Bedingungen zusätzlich an Schärfe gewann. Die Hitze machte jede Unaufmerksamkeit teuer, verlangte kluge Renneinteilung und saubere Wechsel, wenn am Ende Sekunden über Sieg oder Platzierung entscheiden.
Im Team Relay treten wie bei den international etablierten Meisterschaften und Olympischen Spielen vier Athletinnen oder Athleten pro Team nacheinander über die Supersprintdistanz an. Jede und jeder absolviert eine Supersprintdistanz über 300 Meter Schwimmen, 8,4 Kilometer Radfahren und 1,4 Kilometer Laufen, bevor der „Staffelstab“ symbolisch per Handschlag weitergegeben wird.
Dass dieses Format „liefert“, bestätigte sich schon in den Auftaktrennen. Der neue Bundesligaleiter Uwe Hauke zog ein entsprechend positives Fazit und sprach von einem hochklassigen, bis zum Schluss spannenden Wettbewerb. Zusätzliche Dynamik brachte die neue „Lucky Chaser“-Regel: Nach technischen Defekten konnten gleich zwei Teams wieder ins Renngeschehen eingreifen und sich mit starken Teilabschnitten zurückkämpfen.
Lüneburg und HYLO Team Saar holen die Auftaktsiege
Bei den Frauen dominierte das Dr. Loges Triathlon Team Lüneburg mit Finja Loges, Julia Bröcker, Kimey Casanova (SUI) und Schlussstarterin Franka Rust das Geschehen und gewann souverän in 1:30:38 Stunden. Hinter Lüneburg folgten Titelverteidiger PV Triathlon TG Witten (1:31:19 Stunden) und das SSF Bonn Triathlon TEAM (1:31:56 Stunden). Ein Schlüsselmoment war der Auftritt der erst 15-jährigen Schweizerin Kimey Casanova, die die Vorentscheidung einleitete. Sie ging als dritte Starterin ins Rennen, setzte sich mit einer starken Radleistung entscheidend ab und vergrößerte den Vorsprung kontinuierlich. Witten wiederum musste zuvor einen Dämpfer verkraften, als die zweite Starterin Krüger beim Wechsel vom Rad auf die 1,5 Kilometer lange Laufstrecke zurückfiel und wertvolle Sekunden liegen ließ.
Entsprechend selbstbewusst klang die Analyse aus dem Siegerteam. Schlussstarterin Franka Rust betonte, wie besonders der Auftakt im Kraichgau sei – und dass Lüneburg direkt gezeigt habe, dass mit dem Team in dieser Saison zu rechnen ist. Besonders hob sie die Einbindung der Nachwuchsathletinnen hervor: Casanova habe das in ihrem Alter „richtig stark“ gemacht.
Bei den Männern verlief es deutlich enger – auch wenn das HYLO Team Saar (Justus Töpper, Sebastian Ziekman Benitez, Luca Fahrenson und Jaspar Ortfeld) am Ende als Favorit seiner Rolle gerecht wurde. Mit 1:21:54 Stunden holten die Saarbrücker den Tagessieg, mussten dafür aber bis in die letzte Laufrunde arbeiten. Erst dort gelang es Jaspar Ortfeld, sich leicht abzusetzen und einen Vorsprung von sechs Sekunden vor dem Team Berlin mit Beneditk Bettin ins Ziel zu retten. Ortfelt brachte die Stimmung auf den Punkt: „Es immer etwas Geiles, das erste Rennen der Saison zu gewinnen.“ Für eine Überraschung sorgte der Aufsteiger VfL Münster REACard Triathlon Team, das mit 1:22:36 direkt aufs Podium sprang. Auch abseits der Gesamtwertung gab es Neues: In der Sonderwertung „Best Line-up“ siegten bei den Frauen die Dresdner Spitzen Mitteldeutschland, bei den Männern sammelte das HYLO Team Saar zusätzlich zu seinem Tagessieg auch hier die Maximalpunkte.
Next Stop: Tübingen
Erst am 19. Juli findet in Tübingen das zweite Rennen der Ligasaison statt, am 25. Juli ist man dann am Steinhuder Meer im Rahmen von „Die Finals 2026“ von Hannover zu Gast. Nach dem Rennen beim Allgäuer Kult-Triathlon am 21. August ist dann am 25. September erneut Hannover mit dem Maschsee Gastgeber.
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