Große Namen, schnelle Zeiten, Nachwuchshoffnungen und ein tragischer Zwischenfall: Während in den USA neue Kursrekorde fielen und Solveig Løvseth ihren ersten Ironman-Sieg feierte, wurde der Trumer Triathlon in Österreich von einem Todesfall überschattet. In Spanien überzeugte der deutsche Nachwuchs mit EM-Medaillen.

Marquardt und Løvseth brillieren bei Ironman Lake Placid
Die Ironman Pro Series machte Station im verregneten Lake Placid, doch das Wetter bremste die Athletinnen und Athleten nicht. Matthew Marquardt (USA) gewann in 7:50:08 Stunden mit neuem Streckenrekord vor Kristian Høgenhaug (DEN) und Trevor Foley (USA), der lange führte, sich dann aber Marquardts Laufstärke beugen musste. „Das war ein Weltmeisterschaftsrennen auf dem Rad“, sagte Marquardt: „Ich bin stolz auf meine Fitness.“
Bei den Frauen sorgte Solveig Løvseth (NOR) für einen Paukenschlag. Die Norwegerin übernahm erst spät die Führung, lief dann aber mit einem Marathon in 2:46:49 zum Sieg (8:43:29) – ebenfalls Streckenrekord. Sie feierte damit ihren ersten Sieg über die Langdistanz, nachdem sie beim Ironman Hamburg Anfang Juni bereits den Rookie-Weltrekord aufgestellt hatte. Lisa Perterer (AUT) wurde Zweite, Marta Sanchez (ESP) Dritte. Holly Lawrence (GBR) überzeugte bei ihrem Langdistanzdebüt mit einem starken Schwimmen und Radfahren, fiel im Marathon aber zurück und wurde hinter Tamara Jewett (CAN) Fünfte.
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Trauriger Zwischenfall beim Trumer Triathlon
Der Trumer Triathlon 2025 wurde von einem tragischen Vorfall überschattet: Während des Aquabike-Wettbewerbs kam es beim Schwimmen zu einem medizinischen Notfall, bei dem ein 62-jähriger Teilnehmer aus der Schweiz trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb. Der Veranstalter habe mit großer Umsicht reagiert und die Veranstaltung in enger Abstimmung mit den Einsatzkräften und aus Respekt vor dem Verstorbenen in stillerem Rahmen fortgeführt.
Auf der Mitteldistanz wurde dennoch ein starkes Rennen geboten: Daniela Kleiser dominierte das Frauenfeld und gewann in 4:15:17 Stunden mit einem neuen Streckenrekord. Hinter ihr belegte Anna Pabinger (TriTeam Wels) Rang zwei und sicherte sich damit erneut den österreichischen Staatsmeistertitel. „Ich hatte bis gestern noch Probleme mit dem Rad und wusste nicht, ob ich starten kann. Umso schöner, dass es so geklappt hat“, so Pabinger im Ziel. Dritte wurde die Schweizerin Leana Bissig.
Bei den Männern sicherte sich Rafael Lukatsch (TriRun Linz) den Gesamtsieg – ebenfalls mit einer starken Laufleistung. Der Salzburger Philip Pertl wurde Zweiter. Rang drei ging an Alexander Richter (Team Memmert).
Doppelschlag bei U23-EM in Melilla
Franka Rust ist neue U23-Europameisterin und gewann zugleich Bronze in der Elitewertung der Sprintdistanz. „Unbeschreiblich – alles, wofür ich jahrelang gearbeitet habe, ist heute zusammengekommen“, sagte die 22-Jährige. Bei den Männern überzeugte Jaspar Ortfeld mit Rang 13 (7. in der U23).

Kjell Brandt wird Junioren-Europameister
Ein weiteres deutsches Nachwuchstalent machte in Melilla auf sich aufmerksam: Kjell Brandt gewann überlegen den Titel bei den Junioren. Luis Rühl (5.) und Carlotta Bülck (5.) sorgten für weitere Topplatzierungen. In der Mixed Relay gewann das deutsche Team außerdem Silber hinter Frankreich.
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Bundesliga: Süßen und Witten jubeln in Tübingen
In Tübingen wurde am Sonntag das zweite Saisonrennen der 1. Triathlon-Bundesliga ausgetragen und lieferte erneut Spannung pur. Bei den Männern siegte das Team AST Süßen und wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg. Die Mannschaft setzte sich gegen die Sportunion Neckarsulm und das Team Berlin durch und stehen nun gemeinsam mit Berlin an der Spitze der Tabelle.
In der Einzelwertung triumphierte der Ungar Mark Devay. Der Süßen-Athlet feierte in 48:32 Minuten seinen zweiten Bundesliga-Einzelsieg und verwies Mitch Kolkman (Neckarsulm) und seinen Teamkollegen Basile Fouchard auf die nachfolgenden Plätze.
Bei den Frauen meldete sich das Team triathlon.one Witten eindrucksvoll im Meisterschaftsrennen zurück. Die Titelverteidigerinnen gewannen deutlich vor dem HYLO Team Viernheim/Saar und dem Sparda-Bank Triathlon-Team Hagen. Die Niederländerin Rachel Klamer sicherte sich nach 55:16 Minuten ihren ersten Einzelsieg in der höchsten deutschen Liga und wurde vor Appoline Foltz (Viernheim/Saar) sowie ihrer Teamkollegin Bianca Bogen gefeiert.
Witten führt nun mit 39 Punkten die Tabelle an – drei Zähler vor Viernheim/Saar. SSF Bonn und Hagen folgen punktgleich dahinter. Für das Team um Rachel Klamer war es saisonübergreifend der dritte Sieg in den letzten fünf Rennen.
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Para-Serie: Max Gelhaar siegt erneut
Beim Rennen der World Triathlon Para Series im kanadischen Montreal sicherte sich Max Gelhaar seinen zweiten Saisonsieg in der Startklasse PTS3. Nach seinem Erfolg in Yokohama und einem zweiten Platz beim Weltcup in Magog zeigte der Sachse erneut eine starke Leistung über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen). In 1:06:59 Stunden verwies er den Franzosen Cedric Denuziere und den US-Amerikaner Zachary Osborne klar auf die weiteren Podiumsplätze.
Auch bei den Frauen gelangen dem deutschen Team Topplatzierungen: Anja Renner wurde in der sehbehinderten Klasse PTVI Zweite. Mit ihrem Guide benötigte sie 1:06:29 Stunden und hatte im Ziel rund 45 Sekunden Rückstand auf die brasilianische Siegerin Leticia Freitas. In der Klasse PTS2 belegte Neele Ludwig Rang vier – mit einer Zeit von 1:23:34 Stunden.
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