Du hältst Pace oder Watt konstant – doch dein Puls klettert unaufhaltsam nach oben. Dieses Phänomen hat einen Namen: „Cardiac Drift“. Es begleitet viele Triathleten im Training und Wettkampf. Was dahintersteckt, wie du ihn richtig interpretierst und warum er besonders auf längeren Distanzen entscheidend wird.
Dreamstime Reaktion auf die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems: Ein kardiovaskulärer Drift gehört zu den normalen Phänomenen im Ausdauersport.
Viele Triathleten bemerken es irgendwann: Trotz gleichbleibender Leistung oder Pace steigt die Herzfrequenz während des Trainings oder Wettkampfs kontinuierlich an. Was auf den ersten Blick wie ein Messfehler wirkt, ist in Wahrheit ein komplexer physiologischer Anpassungsprozess. Der „Cardiac Drift“ – oder „kardiovaskulärer Drift“ – gehört zu den subtileren, aber entscheidenden Phänomenen im Ausdauersport. Wer ihn versteht, kann Training und Belastungssteuerung deutlich präziser gestalten.
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Was ist ein Cardiac Drift?
Unter dem Cardiac Drift versteht man die zeitabhängige Entkopplung von Herzfrequenz und Leistung bei längeren, gleichmäßigen Belastungen. Während also Tempo oder Watt konstant bleiben, steigt die Herzfrequenz an. Typischerweise tritt dieser Effekt nach etwa 30 bis 60 Minuten Belastungsdauer auf, kann aber auch schon früher vorkommen – abhängig von Intensität, Trainingszustand und äußeren Bedingungen.
Die physiologischen Ursachen
Der kardiovaskuläre Drift ist kein isoliertes Ereignis, sondern das Ergebnis mehrerer gleichzeitig ablaufender Prozesse im Körper. Ein zentraler Faktor ist dein Flüssigkeitsverlust. Durch das Schwitzen während der Belastung reduziert sich das Blutplasmavolumen. Dadurch steht deinem Körper weniger Flüssigkeit für den Sauerstofftransport zur Verfügung – das Herz muss häufiger schlagen, um die gleiche Leistung zu erbringen. Hinzu kommt die Thermoregulation. Um die Körpertemperatur stabil zu halten, schwitzt du und es wird
Der kardiovaskuläre Drift ist kein isoliertes Ereignis, sondern das Ergebnis mehrerer gleichzeitig ablaufender Prozesse im Körper. Ein zentraler Faktor ist dein Flüssigkeitsverlust. Durch das Schwitzen während der Belastung reduziert sich das Blutplasmavolumen. Dadurch steht deinem Körper weniger Flüssigkeit für den Sauerstofftransport zur Verfügung – das Herz muss häufiger schlagen, um die gleiche Leistung zu erbringen. Hinzu kommt die Thermoregulation. Um die Körpertemperatur stabil zu halten, schwitzt du und es wird
Der kardiovaskuläre Drift ist kein isoliertes Ereignis, sondern das Ergebnis mehrerer gleichzeitig ablaufender Prozesse im Körper. Ein zentraler Faktor ist dein Flüssigkeitsverlust. Durch das Schwitzen während der Belastung reduziert sich das Blutplasmavolumen. Dadurch steht deinem Körper weniger Flüssigkeit für den Sauerstofftransport zur Verfügung – das Herz muss häufiger schlagen, um die gleiche Leistung zu erbringen. Hinzu kommt die Thermoregulation. Um die Körpertemperatur stabil zu halten, schwitzt du und es wird
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Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.
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