Rekordversuch von Jonathan Brownlee: 10 Triathlons in zwei Tagen beim Supertri Blenheim Palace

Jonathan Brownlee startet einen Rekordversuch: zehn Triathlons in zwei Tagen beim Supertri Blenheim Palace – gemeinsam mit Agegroupern.

Janos M Schmidt Der Mixed-Relay-Olympiasieger Jonathan Brownlee steht vor einer Aufgabe, die er so in seiner Profi-Karriere noch nicht gemeistert hat.

Jonathan Brownlee sucht die nächste Herausforderung und sie hat es in sich. Beim Supertri Blenheim Palace am 6. und 7. Juni will der britische Triathlon-Star einen außergewöhnlichen Rekordversuch starten. Unter dem Motto „Weekend Warrior“ plant der dreifache Olympiamedaillengewinner (darunter Gold in der Mixed Relay in Tokio), zehn Sprint-Triathlons innerhalb von zwei Tagen zu absolvieren.

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Rekordversuch von Jonathan Brownlee: Mitten im Rennen, nicht daneben

Brownlee wird seine Rennen nicht isoliert bestreiten. Stattdessen geht er gemeinsam mit Tausenden Agegroupern an den Start, vom Einsteiger bis zum erfahrenen Athleten. Er schwimmt, fährt Rad und läuft in denselben Startwellen wie alle anderen Teilnehmer – auf der Mittel- und Langdistanz ist das gängige Praxis, bei Kurzstrecken-Events starten Agegrouper und Elite meist getrennt.

„Du musst kein Profi sein, um Teil von etwas Besonderem zu sein“, erklärt Brownlee selbst. „Das Beste daran ist, den Kurs mit der gesamten Triathlon-Community zu teilen.“ Damit rückt der Rekordversuch Jonathan Brownlee nicht nur seine eigene Leistung in den Fokus, sondern auch das, was den Triathlon ausmacht: Gemeinschaft, Herausforderung und das gemeinsame Erlebnis. Profis mit Agegroupern im gleichen Rennen.

Zehn Rennen, zwei Tage – die Dimensionen des Projekts

Die Gesamtdistanz summiert sich dabei auf Kilometer, die teils deutlich über denen einer Langdistanz liegen:

  • 7,5 Kilometer Schwimmen
  • 200 Kilometer Radfahren
  • 50 Kilometer Laufen

Jedes einzelne Rennen entspricht der Sprintdistanz: 750 Meter Schwimmen im Great Lake, 20 Kilometer Radfahren auf abgesperrten Straßen und fünf Kilometer Laufen rund um das Blenheim-Palace-Gelände. Die Herausforderung für den jüngeren der Brownlee-Brüder liegt darin, dass die Taktung der jeweiligen Rennen eingehalten werden muss. Das Zeitlimit sitzt Jonathan Brownlee demnach immer im Nacken.

Blenheim Palace: Ein besonderer Ort für Brownlee

Der Austragungsort ist für Brownlee kein unbekanntes Terrain. Bereits vor den Olympischen Spielen 2012 nutzten er und sein Bruder Alistair das Rennen in Blenheim als Formtest und lieferten sich damals ein legendäres Duell, das offiziell in einem Gleichstand endete.

Nun kehrt Brownlee zurück. Mit einem vollkommen anderen Ziel. Das Event selbst zählt zu den größten Triathlon-Veranstaltungen weltweit und wird 2026 erstmals unter der Organisation von Supertri ausgetragen. Die historische Kulisse des UNESCO-Weltkulturerbes bildet dabei den Rahmen für ein Event, das Breiten- und Spitzensport miteinander verbindet.

Mehr als nur ein Rekordversuch

Hinter dem Rekordversuch steckt eine Botschaft. Es geht nicht nur darum, eine Marke zu setzen, sondern auch darum, Triathlon greifbar zu machen. Supertri-CEO Michael D’hulst bringt es auf den Punkt: „Die besten Momente im Triathlon entstehen, wenn Menschen gemeinsam antreten – unabhängig vom Ergebnis.“

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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