Die Indoor-Cycling-Plattform Zwift übernimmt mit Rouvy einen der wichtigsten Anbieter für reale Streckenerlebnisse. Beide Marken bleiben eigenständig, aber wollen den wachsenden Markt künftig gemeinsam weiterentwickeln.

Die Indoor-Cycling-Plattform Zwift hat den Konkurrenten Rouvy übernommen. Ziel ist es, das Wachstum des Marktes weiter voranzutreiben – allerdings ohne die beiden Angebote direkt zusammenzulegen.
Beide Plattformen sollen weiterhin eigenständig bleiben und unterschiedliche Schwerpunkte bedienen. Während Zwift auf virtuelle Welten und Gaming-Elemente setzt, hat sich Rouvy mit real gefilmten Strecken und einem besonders realitätsnahen Fahrerlebnis positioniert. Genau diese Differenzierung sehen die Verantwortlichen als Chance. Für Nutzerinnen und Nutzer wird die Verbindung bereits konkret: Zwift bestätigte, dass eigene Hardware wie „Zwift Ready“-Smarttrainer ab sofort auch mit Rouvy kompatibel ist. Weitere technische Verknüpfungen sollen folgen.
Markt im Wachstum
Die Übernahme kommt in einer Phase, in der Indoor-Cycling wieder deutlich an Fahrt aufnimmt. Laut Zwift wächst der Markt aktuell so stark wie zuletzt während der Pandemie. Ein Grund: Der Einstieg wird einfacher, auch durch günstigere Smarttrainer und eine breitere Zielgruppe, die Radfahren als Teil eines gesundheitsorientierten Lebensstils entdeckt.
Rouvy bleibt trotz der Übernahme eigenständig und will seinen Fokus auf reale Strecken und die Verbindung von Indoor- und Outdoor-Training beibehalten. Kooperationen mit Partnern wie Ironman oder Profi-Teams unterstreichen diesen Ansatz. Was die Übernahme finanziell bedeutet, bleibt offen.









