NEU! triathlon-News Ausgabe vom 9. Oktober, 06:01 Uhr · 0:49 Min · Kurzfassung

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Bleymehl kämpft sich zurück und gewinnt in Zell am See

Die Siegerin des Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun heißt Daniela Bleymehl. Die Darmstädterin gewann am Sonntag nach 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und 21,1 Kilometern Laufen in 4:23:51 Stunden vor der Niederländerin Els Visser und Lisa Hütthaler aus Österreich. Bleymehl, die nach zwei Erfolgen von Laura Philipp die deutsche Siegesserie in Zell am See fortsetzte, tankte mit dem Sieg Selbstvertrauen für die anstehende Ironman-WM auf Hawaii. „Ich bin glücklich, dass es endlich mit meinem ersten Sieg bei einem Ironman 70.3 geklappt hat. Es war ein echter Arbeitsieg, doch ich habe mich durchgebissen“, sagte Bleymehl zu tri-mag.de. Im Zielinterview ergänzte sie: „Als Els Visser am Anstieg wie ein Motorrad an mir vorbei ist, hatte ich einen schwarzen Moment. Vielleicht hätte ich im Trainingslager in St. Moritz noch mehr Pässe fahren müssen. Jetzt sind es noch sechs Wochen bis Hawaii, ich weiß, was ich zu tun habe.“

Pohl macht Tempo im Wasser, Visser am Berg

Nach dem schnellen Schwimmen von Anna-Lena Pohl, die nach 25:43 Minuten gemeinsam mit der Italienerin Margie Santimaria als Führende aus dem 20,7 Grad warmen Zeller See stürmte, sortierte sich das Feld auf dem Rad komplett neu. Zunächst fuhren Anja Ippach und Daniela Bleymehl ganz nach vorn, eine richtige Gruppe wollte sich auf dem welligen Kurs aber weder an der Spitze noch in der Verfolgung bilden.

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Dann schlug die Stunde von Els Visser. Die Niederländerin, als Neunte aus dem Wasser gekommen, holte am Anstieg zum Hochkönig Sekunde um Sekunde auf. Fast zwei Minuten Rückstand auf das Führungsduo verwandelte Visser innerhalb von 13 Kilometern in einen Vorsprung von mehr als 60 Sekunden. Vor allem Bleymehl hatte in dieser Rennsituation Probleme. Die 31-Jährige konnte weder Visser noch Ippach folgen und fiel zwischenzeitlich bis auf Rang fünf und über zwei Minuten zurück. Doch die spätere Siegerin kämpfte sich zurück. In der Abfahrt und in den schnellen Passagen zurück nach Zell am See konnte sie ihre enorme Radstärke doch noch ausspielen. Schließlich fuhr sie an Ippach vorbei auf Rang zwei und überholte kurz vor T2 sogar noch die bis dahin führende Visser. Wenige Sekunden vor der Niederländerin wechselte Bleymehl in die Laufschuhe. Ippach folgte drei Minuten später als Dritte.

Bleymehl auf und davon

Beim Laufen sorgte Bleymehl schnell für klare Verhältnisse. Schon auf den ersten Metern löste sie sich von Visser, die zuvor etwas schneller gewechselt hatte. Von da an wurde es ein 20 Kilometer langer Triumphzug für die Deutsche, die ihren Vorsprung nach und nach auf über drei Minuten ausbaute. Schon weit vor dem Ziel lief sie mit einem Lächeln im Gesicht, den Zuschauern winkte sie immer wieder zu.

Anders als der Sieger des Männerrennens, Thomas Steger, der bis zum Finish kämpfen musste, konnte Bleymehl den Zieleinlauf genießen. Während sich Els Visser den zweiten Platz vor Lisa Hütthaler sicherte, erwischte Anja Ippach auf der Schlussdisziplin einen schwarzen Tag. Noch mit Podiumambitionen in den Halbmarathon gestartet, fiel die Bambergerin auf Rang acht zurück. Anna-Lena Pohl lief kurz zuvor als Sechste ins Ziel.

Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun | Pro Frauen

1. September | Zell am See (Österreich)

PlatzNameLandGesamt1,9 km Swim90 km Bike21,1 km Run
1Daniela BleymehlGER4:23:5127:232:24:021:26:46
2Els VisserNED4:27:4028:402:22:521:30:37
3Lisa HütthalterAUT4:31:1528:372:27:381:29:45
4Chantal CummingsGBR4:34:4827:202:29:451:32:16
5Margie SantimariaITA4:37:2325:432:33:301:32:35
6Anna-Lena PohlGER4:46:3125:432:40:091:34:41
8Anja IppachGER4:49:2627:072:26:431:49:27
13Annika TimmGER5:13:5335:182:41:521:50:08
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Peter Jacob
Peter Jacob
Abitur, Studium der Sportwissenschaft und Volontariat bei dpa änderten nichts daran, dass Peter eines blieb: Ausdauersportler mit Leidenschaft. Auch wenn der Hamburger heute öfter die Laufschuhe schnürt, sind die Stärken des ehemaligen Leistungsschwimmers klar verteilt. Man munkelt, die Sportart Swimrun sei nur für ihn erfunden worden.

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