Montag, 3. Oktober 2022
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SzeneGeballte Star-Power an der Startlinie

Geballte Star-Power an der Startlinie

www.thatcameraman.com Die Australierin Ashleigh Gentle ist die Gejagte nach ihrem souveränen Sieg bei den US Open.

Die US Open werden der dritte Halt der PTO Tour nach dem Auftakt in Edmonton und dem Collins Cup in Šamorín sein. Bei den Canadian Open gewannen die Australieren Ashleigh Gentle und der Norweger Gustav Iden. Der gebürtige Bergener wird in Dallas nicht am Start sein, was dem Teilnehmerfeld in der Strahlkraft jedoch keinen Abriss gibt. Von den 42 gemeldeten Triathleten sind unter anderem Platz drei bis sieben der aktuellen PTO-Rangliste am Start. Weitere große Namen, die man für die Renngestaltung im Blick haben sollte, gesellen sich zusätzlich im Starterfeld ein.

Bei den Frauen wird sich das Rennen darum drehen, wer Ashleigh Gentle den Sieg streitig machen kann. Neben Katrina Matthews, die das Rennen als Vorbereitung für die Ironman-Weltmeisterschaft mitnimmt, schiebt sich ebenso Lucy Charles-Barclay an, nach ihrem Sieg bei den World Triathlon Long Distance Championships, um das Preisgeld mitzukämpfen.

Das Rennen

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Die in den Top 40 im PTO-Ranking platzierten Athletinnen und Athleten bekommen Slots für die Teilnahme am Rennen angeboten. Da jedoch nicht alle, wie zum Beispiel Gustav Iden und Kristian Blummenfelt, diese Plätze annehmen, gibt es einen Roll-Down bis Platz 50 sowie im Nachgang eine zweite Melderunde, bei der die PTO Wildcards vergibt. Zwei Akteure, die von einer Wildcard profitieren, sind Jan Stratmann, PTO-Ranklistenplatz 59 sowie bei den Frauen die Olympiasiegerin von den Bermudas Flora Duffy, die nach ihrem Einsatz beim Collins Cup keine Unbekannte im PTO-Renngeschehen ist. Insgesamt werden für beide Geschlechter eine Million US-Dollar ausgeschüttet, die Siegerin und der Sieger erhalten je 100.000 US-Dollar, die Zweit- und Drittplatzierten dürfen sich über 70.000 bzw. 50.000 US-Dollar freuen, das Preisgeld wird bis zum vierzigsten Platz ausgeschüttet, der immerhin noch 2.000 US-Dollar erhält.

Wie auch bei den vorherigen Rennen ist die Strecke genau 100 Kilometer lang. Es startet mit zwei Kilometern schwimmen, dabei werden in Dallas zwei Runden mit einem Australian Exit geschwommen. Es folgen 80 Kilometer Radfahren, die auf sieben Runden auf einem Out-and-Back-Course gefahren werden. Einzig 75 Höhenmeter sind pro Runde zu bewältigen, die niemals eine Steigung von drei Prozent überstiegen. Also ein Kurs, der technisch wenig anspruchsvoll ist, aber durch das Halten der Aeroposition doch ähnlich wie Daytona zu muskulären Problemen bei einigen Athleten führen kann. Die Laufrunde, mit einigen Kurven, wird den Athleten freie Sicht auf die zu Jagenden geben, fünf Runden à 3,6 Kilometer sind zu absolvieren. Eine weitere Herausforderung, die auf die Sportler wartet, wird die Hitze sein. Es werden Temperaturen um die 30 bis 35 Grad erwartet.

Das Frauenrennen

Die spannende Frage ist, ob in dem Rennen, bei dem keine deutsche Triathletin am Start ist, eine Protagonistin mit ins Geschehen eingreifen kann, die man nicht wirklich auf der Rechnung hat. Auf dem Papier wird es ein Rennen zwischen vier bis fünf Athletinnen. Neben der großen Favoritin, die alle Blicke auf sich zieht und das Rennen als Belastungsprobe für einen Hawaii-Start sieht, Lucy Charles-Barclay, sind noch die Siegerin der Canadian Open Ashleigh Gentle sowie die Zweitplatzierte aus Edmonoton Paula Findlay ganz klar im Rennen um den Sieg dabei. Hinzu kommen Flora Duffy und Katrina Matthews, die sehr wahrscheinlich eine Lücke nach dem Schwimmen über eine starke Rad- und Laufperformanz schließen muss. Athletinnen, hinter denen ein kleines Fragezeichen steht, sind Holly Lawrence und Jackie Hering, die beide nach einer Coronaerkrankung zurück im Renngeschehen sind. Nach langer Rennpause zurück auf der großen Bühne ist die Nummer sieben der PTO-Rangliste Taylor Knibb. Mit der Schweizerin Imogen Simmonds, die nach langer Verletzungspause beim Ironman-70.3 in Gdynia den ersten Platz erreichte, kennt sich eine Athletin damit aus, nach einer Verletzung ins Profirennen zurückzukehren. Alles in allem wird es ein Rennen, das vom Schwimmen an mit viel Tempo losgeht. Athletinnen, die den Wasserschatten der Führungsgruppe verpassen, werden ihre Mühe haben, die Lücke nach vorn zuschließen.

Das Männerrennen

Auch ohne die beiden siegreichen Norweger Iden und Blummenfelt der ersten Etappe der PTO Tour in Kanada hat das Feld einiges zu bieten. Primär die starken Radfahrer werden versuchen auf dem flachen und schnellen Sieben-Runden-Kurs ihren Rückstand vom Schwimmen zu egalisieren. Einer, der nach dem Collins Cup definitiv noch eine Rechnung offen hat, seine Leistung adäquat zu präsentieren, ist Sam Laidlow. Im direkten Duell wurde der Franzose vor den Toren Bratislavas von Sam Long und Lionel Sanders abgekocht. Long und Sanders werden beide in der Position der Jäger sein, zu schnell wird in der Spitze geschwommen, als dass beide Athleten dort mithalten könnten. Alistair Brownlee, in Edmonton lange mit in der Führung und dann mit Magenproblemen bis auf Platz 24 durchgereicht, wird das Rennen sehr wahrscheinlich wieder von der Spitze mit bestreiten. Aaron Royle, Laidlow und Kyle Smith werden gemeinsam mit dem zweifachen Olympiasieger Brownlee das Tempo beim Schwimmen bestimmen und ihre Flucht nach vorn versuchen. Für Royle und Laidlow hat es in Edmonton für Platz drei und vier gereicht, weshalb man sie auch dieses Mal auf der Liste der Podiumsfavoriten haben sollte. Dass die Deutschen im Geschehen eine Rolle mitspielen können, hatte Frederic Funk mit seinem fünften Platz schon bewiesen, den er mindestens wieder erreichen kann. Florian Angert, Jan Stratmann und Mika Noodt werden durch ihre guten Schwimmleistungen ebenso im vorderen Feld aus dem Wasser steigen, da wird es entscheidend sein, wie gut sie ihre Position beim Radfahren halten können. Für Mika Noodt ist es nach langer Verletzungspause der erste Wettkampf auf dem Weg zur Ironman-70.3-Weltmeisterschaft. Mit den beiden Dänen Magnus Ditlev, der beim Radfahren versuchen wird, das Rennen in seine Hand zu nehmen und Daniel Bækkegård kommt eine offensive Renngestaltung mit dazu. Wer die norwegische Hype-Train vermisst, muss nicht zu traurig sein. Caspar Stornes und Vetle Bergsvik Thorn haben mit ihren Wildcards am Zug des Hype-Train angekoppelt und werden nach dem starken Auftritt beim Rennen in Bergen versuchen, auf der ganz großen Bühne daran anzuknüpfen. Jemand, der alles auf dieses Rennen ausgelegt hat und kürzlich beim Collins Cup Patrick Lange schlagen konnte, ist der US-Amerikaner Jason West, für den das Rennen in Dallas das Highlight der Saison sein wird.

Wie kann man das Rennen verfolgen?

Beide Rennen werden im Fernsehen respektive im Livestream übertragen. Dabei wird das Frauenrennen am Samstag von 18:30 Uhr bis 23:30 Uhr nur auf Eurosport2 und im Eurosport Player im Stream übertragen. Das Männerrennen am Sonntag wird im linearen Fernsehen bei Eurosport1 sowie im Stream im Eurosport Player von 21:30 Uhr bis 01:30 Uhr zu verfolgen sein.

Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.
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3 Kommentare

  1. Es wird so viel über Gender-Gleichberechtigung geredet und Eurosport verkackt es leider total und zeigt das Frauenrennen auf Eurosport2. Danke dafür…

    • So eine singuläre Sicht ist unangebracht. Ich finde es schade, dass das Frauenrennen nicht auch auf Eurosport 1 gezeigt wird. Wären deutsche Profiathletinnen am Start hätte sich der Sender Evtl. anders entschieden. So ist das Interesse im deutschen Markt geringer und der Sender entscheidet sich für einen anderes Sportevent. Schlussendlich ist Triathlon nicht der einzige Sport, der am Samstagabend auf der Liste steht.

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