Starke deutsche Präsenz in Nelson Mandela Bay: Beim Ironman Südafrika kämpfen mehrere Athletinnen und Athleten um die begehrten Hawaii-Slots. Frederic Funk fehlt krankheitsbedingt.

Beim Ironman Südafrika in Nelson Mandela Bay steht am Sonntag, 19. April, das nächste Rennen im Kalender des amerikanischen Veranstalters an. Auch wenn das Feld nicht die Tiefe des nur einen Tag zuvor stattfindenden Ironman Texas erreicht, geht es um viel: 150.000 US-Dollar Preisgeld und jeweils vier Qualifikationsplätze für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii.
Riddle trifft auf Marquardt
Im Männerfeld rückt das Duell zwischen Jamie Riddle (Südafrika) und Matthew Marquardt (USA) in den Fokus. Marquardt geht nach zwei Ironman-Siegen im Vorjahr als einer der Favoriten ins Rennen. Seine Vorbereitung verlief ungewöhnlich: Erst im März absolvierte er mit dem Absa Cape Epic ein mehrtägiges Mountainbike-Etappenrennen, kombinierte die Belastung aber mit weiterem Schwimm- und Lauftraining.
Riddle hingegen setzt auf Renndynamik und Risikobereitschaft. Bei der Ironman-WM in Nizza bestimmte er als Teil einer Führungsgruppe lange das Geschehen und zeigte, dass er auch auf der Langdistanz Akzente setzen kann. Bei seinem Heimrennen dürfte er zusätzlich vom Support an der Strecke profitieren.
Konkurrenz und deutsches Aufgebot
Neben dem Topduo sind weitere Podiumskandidaten am Start. Dazu zählen unter anderem Pieter Heemeryck (Belgien), Gregory Barnaby (Italien) und Rasmus Svenningsson (Schweden), der den Ironman Südafrika bereits gewinnen konnte.
Aus deutscher Sicht lohnt sich ein Blick auf Florian Angert. Nach ein paar schwierigen Saisons versucht er in diesem Jahr einen Neuanfang. Ebenfalls gemeldet sind unter anderem Andreas Dreitz, Marc Eggeling und Dominik Sowieja. Frederic Funk wird hingegen nicht starten: Nach einem Magen-Darm-Infekt musste er seine Teilnahme kurzfristig absagen.
Christensen führt Frauenfeld an
Bei den Frauen gilt Katrine Græsbøll Christensen (Dänemark) als Favoritin. Sie überzeugte bereits 2025 mit Siegen in Kalmar und Krakau und gewann in diesem Jahr ihr erstes Rennen bei der Challenge Sir Bani Yas.
Herausgefordert wird sie unter anderem von Penny Slater (Australien), Rebecca Anderbury (Großbritannien) und Laura Jansen (Deutschland). Insgesamt sieben deutsche Athletinnen stehen auf der Startliste: Neben Jansen sind das Daniela Bleymehl, Merle Brunnée, die erst am vergangenen Wochenende Europameisterin im Duathlon wurde, Julia Skala, Henrike Güber, Marit Lindemann und Antonia Milowsky.
Geschwommen wird über 3,8 Kilometer in der Algoa Bay mit einem kurzen Landgang zwischen den beiden Runden. Die Radstrecke führt über drei Runden entlang der Küste und durch die umliegenden Ortschaften. Der abschließende Marathon verläuft auf einem zuschauerfreundlichen Rundkurs entlang der Uferpromenade.
Eine Live-Übertragung wird es nicht geben. Das Rennen kann über die Ironman-App verfolgt werden. Der Start der Profis erfolgt am Sonntag um 6:45 Uhr.









