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Showdown beim Ironman in Idaho
Lionel Sanders kämpft in Coeur d’Alene um Kona-Quali

Beim Ironman Coeur d’Alene kämpfen am Sonntag namhafte Profis um begehrte Hawaii-Slots. Darunter Lionel Sanders, der kurz vor der Kür beim Tri Battle Royal mit Jan Frodeno noch die Pflicht erfüllen will.

Donald Miralle for IRONMAN Lionel Sanders hat in dieser Saison, wie hier beim Ironman 70.3 St. George, bereits unter Beweis gestellt, dass er in sehr guter Form ist.

Der Ironman Coeur d’Alene wird am kommenden Sonntag zum Showdown vor dem Showdown. Bevor es am 18. Juli beim Tri Battle Royal im Allgäu „Lionel Sanders gegen Jan Frodeno“ heißen wird, schauen die Fans des Kanadiers zunächst nach Idaho (USA). Hier will Lionel Sanders nicht nur seine Qualifikation für die Ironman-WM auf Hawaii klarmachen, sondern auch ein weiteres Duell mit seinem amerikanischen Rivalen Sam Long gewinnen, der Sanders nach Coeur d’Alene gefolgt ist. 

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Nachdem Long im direkten Aufeinandertreffen beim Ironman 70.3 St. George das Nachsehen hatte und Sanders den Sieg überlassen musste, will der 25-Jährige nun eine Revanche über die Langdistanz. „Ich bin bereit, an einen sehr dunklen Ort zu gehen. Coeur d’Alene ist mein A-Rennen im Sommer. Ich will Lionel dort in seiner besten Verfassung schlagen“, ließ Long im Vorfeld in einer YouTube-Kampfansage an Sanders wissen.

Dabei sah Longs Saisonplanung den Start beim Ironman Coeur d’Alene ursprünglich gar nicht vor. Durch seinen Sieg beim Ironman Chattanooga 2019 ist Long als einziger in diesem Feld bereits für Hawaii qualifiziert und zur Generalprobe war eigentlich der Ironman Tulsa auserkoren worden. Da er dort jedoch nach eigener Aussage nicht sein volles Langdistanzpotenzial habe zeigen können (Platz 18), habe er sich kurzfristig entschlossen, einen weiteren Test zu machen, um mit einem besseren Gefühl nach Hawaii reisen zu können, so Long. 

Auf dem Weg zur Weltklasse

Auch für Lionel Sanders hat das Rennen am Sonntag den momentan höchsten Stellenwert. Nach seinen Ironman-70.3-Siegen in St. George und Texas sowie dem zweiten Platz bei der Challenge Miami hinter Jan Frodeno will Sanders beweisen, dass er seine Form auch auf der Langdistanz ausspielen kann. „70.3-Rennen sind ein Spaß. Sie haben mir geholfen, mich im Triathlon festzubeißen, und sie helfen dabei, meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Aber ich werde ein Weltklasselangdistanzathlet werden. Und das beginnt am Sonntag“, so Sanders auf seinem YouTube-Kanal.

In den Kampf um die mindestens zwei Hawaii-Slots bei den Männern wollen neben Long noch einige weitere Amerikaner eingreifen, darunter Matthew Russel, der in Tulsa Fünfzehnter war, und Justin Metzler, der nach eigener Aussage viel in die Vorbereitung auf Coeur d’Alene investiert hat und es nicht erwarten kann, dies am Sonntag zu zeigen. 

Auf die Hawaii-Qualifikation hat es auch der Kanadier Cody Beals abgesehen, dessen Performance mit Spannung erwartet werden kann. Nach einem überragenden Jahr 2018 mit zahlreichen Siegen und starken Ergebnissen sowie einem erfolgreichen 2019 (Sieg beim Ironman Mont Tremblant) hatte Beals aufgrund der Umstände während der Coronapandemie kein gutes 2020. Das Comeback sollte eigentlich in Tulsa erfolgen, doch nach zwei Reifenpannen brachte der 31-Jährige das Rennen nicht ins Ziel. Dies soll nun in Idaho gelingen.

Treffen der Kona-Qualifikantinnen

Bei den Frauen ist die Situation hinsichtlich der Hawaii-Qualifikation eine gänzlich andere, denn gleich fünf Athletinnen haben ihren Kona-Slot bereits in der Tasche. Ihnen ist auch zuzutrauen, dass sie im Kampf um den Sieg in Idaho eine Rolle spielen werden. Allen voran die Amerikanerin Heather Jackson, die bereits beim Ironman Tulsa aufsteigende Form zeigte und auf dem vierten Platz landete. Sie möchte in Coeur d’Alene unter Beweis stellen, dass man mit ihr auch auf Hawaii rechnen kann. 

Konkurrenz bekommt sie von einigen Landsfrauen, die ebenfalls für die Ironman-WM qualifiziert sind, jedoch in diesem Jahr noch nicht mit Podiumsplätzen glänzen konnten. Dazu gehören zum Beispiel Carrie Lester (Platz 9 beim Ironman 70.3 St. George) und Linsey Corbin (Platz 15 beim Ironman 70.3 St. George) sowie Sarah Piampiano, die aus ihrer Mutterschaftspause zurückkehrt. Sie ist seit vier Monaten Mutter und will bei ihrem ersten Rennen in der neuen Rolle ein Gefühl dafür bekommen, wo sie derzeit steht. Ebenfalls mit einem Kona-Slot ausgestattet ist die Kanadierin Rachel McBride, die in 2021 allerdings noch kein Triathlonfinish in den Büchern hat.

Noch ohne Ticket nach Hawaii sind unter anderem die Britin Fenella Langridge, die in Idaho ihre Langdistanzpremiere feiern will, und die starke Schwimmerin Lauren Brandon (USA), die bereits Hawaii-Erfahrung mitbringt. Die Wetterbedingungen werden am Wochenende voraussichtlich ähnlich herausfordernd werden wie auf Big Island, denn laut Vorhersage rollt eine extreme Hitzewelle auf die Region zu, die die Temperatur in der kommenden Woche auf über 40 Grad steigen lassen soll. Laut National Weather Service wird es sich dabei um die extremsten Bedingungen in der Region seit Aufzeichnung der Wetterdaten handeln. Am Renntag selbst sollen es 37 Grad werden, weshalb das Rennen bereits um 5:00 Uhr Ortszeit startet.

Wer den Kampf um die Kona-Slots (zwei Männer, zwei Frauen, zwei noch nicht zugeteilt) und die insgesamt 100.000 Dollar Preisgeld am Schirm verfolgen möchte, bekommt dazu die Gelegenheit. Ironman überträgt den Wettkampf auf der Facebook-Seite „Ironman now“. Die Show beginnt um 13:45 Uhr deutscher Zeit und ist kostenlos.

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