Platz drei für Bleymehl, Crowley auf zwei:
Lucy Charles-Barclay dominiert in Roth

Lucy Charles-Barclay hat eine offene Rechnung beglichen und sicherte sich nach einem knappen zweiten Platz im Vorjahr nun einen Start-Ziel-Sieg bei der Challenge Roth. Platz zwei ging an Sarah Crowley, Vorjahressiegerin Daniela Bleymehl landete auf Rang drei.

Nachdem sich kurzfristig Daniela Bleymehl im Profifeld der Frauen angekündigt hatte, wurde die Neuauflage des Duells zwischen ihr und Lucy Charles-Barclay mit Spannung erwartet. Im Vorjahr unterlag Charles-Barclay mit nur neun Sekunden denkbar knapp. Bei der Pressekonferenz vor dem Rennen kündigte sie an, einige Fehler aus diesem Rennen nicht erneut zu begehen zu wollen. Trotz Bleymehls Start, der erst am vergangenen Freitag bekanntgegeben wurde, handelten viele die Britin als Top-Favoritin. Dies dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass Bleymehl nur wenige Tage zuvor beim Ironman Frankfurt aufgrund eines Magen-Darm-Infekts vorzeitig aufgeben musste. Mit Sarah Crowley und Rachel McBride waren außerdem internationale Top-Athletinnen am Start. Auch die Lokalmatadorin Anja Ippach hatte erst wenige Tage vor dem Rennen spontan ihr Kommen angekündigt. 

LUCY CHARLES-BARCLAY SCHWIMMT INS MÄNNERFELD

Nach den 3,8 Kilometern Schwimmen war es erwartungsgemäß Lucy Charles-Barclay, die als erste Athletin aus dem Main-Donau-Kanal kletterte. Dass das Neoprenverbot bei einer starken Schwimmerin wie ihr kaum Nachteile mit sich bringt, machte die Britin einmal mehr deutlich. Sie benötigte nur 700 Meter, um auf das Profifeld der Männer aufzuschließen, welches drei Minuten eher auf die Strecke geschickt wurde. Nach 49:01 Minuten war die erste Disziplin für Charles-Barclay beendet. Die Verfolgerin, ihre Landsfrau Katherine Renouf, stieg mit 4:31 Minuten Rückstand aufs Rad. Eine weitere Minute später folgte eine Dreiergruppe, bestehend aus der Polin Agnieszka Jerzyk und den beiden deutschen Athletinnen Carolin Lehrieder und Anja Ippach. Daniela Bleymehl folgte an Position zehn mit einem Rückstand von rund zehn Minuten auf die Führende.

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DANIELA BLEYMEHL SCHLIESST AU

Bleymehl konnte nach und nach einiges an Boden gutmachen und lag nach knapp 71 Kilometern am Solarer Berg bereits an Position drei hinter Anja Ippach. Lucy Charles-Barclay hatte zu diesem Zeitpunkt noch immer einen komfortablen Vorsprung von knapp acht Minuten und bestritt an der Spitze ein einsames Rennen. Bleymehl konnte sich nach der ersten von zwei Radrunden weiter nach vorn bis an die zweite Position heranarbeiten. Ippach fiel währenddessen auf Rang vier ab. Auf Platz drei lag Sarah Crowley, Carolin Lehrieder ging als Fünfte auf die zweite Hälfte der 180 Radkilometer.

CROWLEY STARTET VERFOLGUNG

Nach 4:40 Stunden auf dem Rad fuhr Lucy Charles-Barclay als Erste in die zweite Wechselzone. Ihr Vorsprung hatte sich mittlerweile auf sechs Minuten verringert. Es folgten Daniela Bleymehl und Carolin Lehrieder. Bereits auf den ersten drei Kilometer des abschließenden Marathons rückte eine weitere Athletin in den Fokus, als die Australierin Sarah Crowley eine rasante Aufholjagd startete. Bei der Acht-Kilometer-Marke zog sie schließlich an Daniela Bleymehl vorbei. Der Vorsprung von Lucy Charles-Barclay hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf rund vier Minuten verringert, war jedoch auch bei Kilometer 18 noch stabil auf diesem Niveau. Charles-Barclay wollte sich den Sieg offensichtlich nicht mehr nehmen lassen, denn sie konnte weiter an Tempo zulegen und die Lücke zu den Verfolgerinnen vergrößern. Bei Kilometer 30 lag diese wieder bei gut fünf Minuten. Der Rückstand Daniela Bleymehls wuchs unterdessen allerdings weiter an und betrug kurz vor der Marke von Kilometer 36 bereits zehn Minuten. Nach 8:31:09 Stunden  beendete Lucy Charles-Barclay schließlich das Rennen und konnte sich damit nicht nur mit einem Start-Ziel-Sieg, sondern auch einer neuen persönlichen Bestzeit belohnen. Sieben Minuten später lief nach 8:38:11 Stunden schließlich auch die Zweitplatzierte Sarah Crowley in das Triathlonstadion in Roth ein. Daniela Bleymehl musste zwar letztendlich einen Rückstand von zwölf Minuten in Kauf nehmen, konnte den dritten Rang jedoch verteidigen und komplettierte das Podium nach einem starken Rennen mit einer Zeit von 8:43:17 Stunden. Die Plätze vier und fünf gingen an Agnieszka Jerzyk und Carolin Lehrieder.

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