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Saison-Auftakt in Europa: Starke Starterfelder beim Ironman 70.3 Lanzarote

Club La Santa

Es ist die erste große Mitteldistanz des Jahres auf europäischem Boden und damit auch der Auftakt der Triathlonsaison 2023 für viele deutsche Athletinnen und Athleten. Der Ironman 70.3 Lanzarote verspricht an diesem Wochenende ein packendes Rennen dank stark besetzten Starterfeldern sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Insgesamt 77 Athletinnen und Athleten werden am frühen Samstagmorgen (18. März) an der Startlinie am Marinehafen von Playa Blanca stehen und sich in den Atlantischen Ozean stürzen.

Nach den 1,9 Schwimmkilometern geht es für die Sportler auf die neue Radstrecke, die in diesem Jahr aus einer einzigen 90 Kilometer langen Runde besteht, 1.017 Höhenmeter aufweist und sich somit recht anspruchsvoll gestaltet. Besonders der nahezu 20 Kilometer lange Anstieg hoch zum Timanfaya könnte in der zweiten Disziplin das Feld ordentlich durchschütteln. Nach einer längeren Abfahrt geht es in die Laufschuhe. Auch der abschließende Halbmarathon über 21,1 Kilometer wird in einer großen Runde absolviert, nachdem der Laufkurs im vergangenen Jahr noch in vier Runden aufgeteilt war. Er verläuft entlang des Hafens und der Promenade von Playa Blanca und ist mit 190 Höhenmetern ebenfalls nicht flach.

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Dänemark gegen Deutschland

Im Männerfeld zeichnet sich ein Fünfkampf um den Sieg zwischen zwei Dänen und drei Deutschen ab. Ganz oben auf der Starterliste steht der Sieger des Ironman 70.3 Lanzarote aus dem Jahr 2021, Daniel Bækkegård. Der 26-Jährige ist jüngst am vergangenen Wochenende Dritter beim Clash Miami geworden und hat bereits beim Ironman Israel im vergangenen Jahr gezeigt, dass er in guter Verfassung ist. Wenn er die lange Reise aus den USA nach Europa gut wegsteckt, ist er der große Favorit auf den Sieg, sollte er sein Potenzial in allen drei Disziplinen ausspielen können. Sein Landsmann Thor Bendix Madsen ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Der Newcomer ist vor allem auf dem Rad stark, muss das Defizit im Schwimmen aber versuchen so gering wie möglich zu halten, um sich eine gute Ausgangsposition zu schaffen. Nachdem er nicht mehr Teil des Olympiakaders ist, konzentriert sich Justus Nieschlag in dieser Saison voll und ganz auf die Mitteldistanz, startete jedoch bereits bei den Arena Games Triathlon in Sursee am vergangenen Wochenende in die Saison. Hier belegte er einen starken vierten Platz, der sich aufgrund des Fokus auf die längeren Distanzen durchaus sehen lassen kann. Ein Ausflug auf die Mitteldistanz lohnte sich für Nieschlag auch im vergangenen Jahr: Beim Ironman 70.3 Kraichgau gewann er und ließ unter anderem Frederic Funk und Ruben Zepuntke hinter sich. Der Sieg wäre für den 31-Jährigen ein mehr als gelungener Auftakt in die erste Mitteldistanzsaison. Aus Deutschland ist auch Andreas Dreitz auf die Kanareninsel gereist. Nach einer durchwachsenen Saison, die größtenteils durch einen unverschuldeten Unfall während der Ironman-WM im Mai torpediert wurde, meldet sich der Franke früh zurück aus der Winterpause. Ob er wirklich um den Sieg mitreden kann, wird sich zeigen, ein Podiumsplatz ist für Dreitz möglich. Bei den Arena Games in Sursee war auch Maurice Clavel am Start. Obwohl es der Freiburger nicht bis in den Endlauf schaffte, stufte er den Ausflug auf kürzere Distanzen als eine gute Erfahrung ein. Auch für ihn ist ein Platz auf dem Podest in Reichweite.

Ebenfalls um die vorderen Plätze mitschwimmen, -fahren und -laufen können die Franzosen Mathis Margirier, Dylan Magnien und Simon Viain sowie der Belgier Pieter Heemeryck. Aus deutscher Sicht sind ebenfalls Marcel Bolbat, Nico Markgraf, Lukas Krämer, Rico Bogen, Timo Schaffeld und Calvin Dräger am Start.

Mission Wiedergutmachung?

Club La Santa

Nachdem sie ihren Sieg im letzten Jahr nicht verteidigen konnte und Katrina Matthews diesen auf Lanzarote davongetragen hatte, wird es Anne Haug in diesem Jahr auf die oberste Stufe des Podests schaffen wollen. Die Weltranglisten-Sechste kennt die Insel aus unzähligen Rennen und Trainingslagern in- und auswendig und wird dies am Samstag zu ihrem Vorteil nutzen. Ihre größte Konkurrentin ist dabei die Britin Emma Pallant-Browne, die das Rennen bereits 2019 gewann. Bei der Ironman-70.3-WM im vergangenen Jahr zeigte sie, dass mit ihr besonders auf der Laufstrecke zu rechnen ist, als sie sich im Halbmarathon von Position acht auf drei vorschob. Weitere mögliche Podiumsanwärterinnen sind India Lee und Lydia Dent (beide GBR), Alexandra Tondeur (BEL) und Elisabetta Curridori (ITA). Weitere deutsche Athletinnen auf Lanzarote sind Elena Illeditsch, Lina-Kristin Schink und Carolin Schaffert.

Wird das Rennen übertragen?

Der Start wird am Samstagmorgen um 7:00 Uhr Ortszeit beziehungsweise 8:00 Uhr deutscher Zeit freigegeben. Das Rennen kann über die Tracking-App von Ironman verfolgt werden, einen Livestream gibt es nicht.

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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

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