Zum Jahresende nutzten auch Triathletinnen und Triathleten die Silvesterläufe als Formtest. Annika Koch gewann in Frankfurt, Lasse Priester stellte einen Streckenrekord auf, Patrick Lange siegte in Spanien – weitere bekannte Namen mischten vorn mit.
Zwischen den Jahren nutzten viele Triathletinnen und Triathleten die klassischen Silvesterläufe als sportlichen Schlusspunkt eines langen Jahres. Die Starts dienten weniger der gezielten Formsteuerung als vielmehr der Standortbestimmung – und lieferten dennoch starke Ergebnisse, teils sogar Rekorde.
Zwei Triathletinnen auf dem Podium
Beim Silvesterlauf in Frankfurt, ausgerichtet vom Laufverein „Spiridon Frankfurt“, setzte Annika Koch ein klares sportliches Zeichen. Die Athletin vom TuS Griesheim gewann den Zehn-Kilometer-Hauptlauf ungefährdet in 34:42 Minuten und bestimmte das Rennen von Beginn an.
Dahinter lief in Person von Jana Uderstadt (DSW12 Darmstadt Triathlon) eine weitere Triathletin auf Platz zwei ins Ziel. 36:02 Minuten benötigte die Darmstädterin auf der Strecke in unmittelbarer Nähe des DTU-Hauptsitzes in der Otto-Fleck-Schneise.
Streckenrekord zum Jahresende
Ein sportliches Ausrufezeichen setzte Lasse Priester. Er gewann den Silvesterlauf Tuttlingen über zehn Kilometer in starken 29:30 Minuten und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf. Priester setzte sich früh an die Spitze und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Der Abstand zur Konkurrenz fiel deutlich aus: Max Dieterich folgte in 31:22 Minuten auf Rang zwei.
Souveräner Sieg unter spanischer Sonne
International unterwegs war Patrick Lange. Der dreifache Ironman-Weltmeister gewann den Silvesterlauf in Alcúdia (Mallorca, Spanien) über rund 7,5 Kilometer auf einem verwinkelten Kurs in 21:41 Minuten. Mit einem Schnitt von 2:54 Minuten pro Kilometer setzte er sich früh an die Spitze und lief kontrolliert zum Sieg. Für Lange war das Rennen eine harte Trainingseinheit innerhalb eines Trainingslagers zum Saisonstart.
Nächtliche Standortbestimmung
Der abendliche Vorsilvesterlauf in Aschau gilt als einer der stimmungsvollsten Jahresabschlussläufe – und als anspruchsvoller Gradmesser mit starker Besetzung. Frederic Funk stellte sich dort der Konkurrenz und belegte über gut fünf Kilometer in 15:52 Minuten Platz 25, was die Dichte des Feldes unterstreicht. Zur Einordnung: Sieger Florian Bremm war nach 13:55 Minuten im Ziel.
Für Funk stand weniger das Ergebnis im Vordergrund als der Temporeiz. Es war sein erster Wettkampf, nachdem er vor zehn Wochen wegen einer Ellbogenfraktur operiert worden war.
„Zufrieden, aber noch etwas eingerostet“
Ein stark besetztes Rennen bot auch der Silvesterlauf in Bonn. Jan Stratmann (SSF Bonn Triathlon) mischte dort lange im Vorderfeld mit. Am Ende belegte er über zehn Kilometer Platz fünf in 31:44 Minuten. Stratmann selbst sei „für diesen Zeitpunkt zufrieden, aber noch etwas eingerostet“, schrieb er im Nachgang bei Strava.