Spain T100: Charles-Barclay an der Spitze von britischem Podium, Pohle auf Platz fünf

Britischer Clean Sweep in Oropesa del Mar: Lucy Charles-Barclay hat die Spain T100 vor Kate Waugh und Jessica Learmonth gewonnen. Caroline Pohle schaffte es in die Top 5.

James Mitchell Bei den Spain T100 hat sich Lucy Charles-Barclay ihren zweiten Seriensieg der Saison gesichert.

Starke Performance von Lucy Charles-Barclay: Mit Topleistungen in allen drei Disziplinen hat sie die Spain T100 gewonnen und sich an die Spitze eines britischen Podiums gebracht. Caroline Pohle kämpfte sich stark in die Top 5.

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Gut eine Stunde nach den Männern fanden auch die Frauen ideale Bedingungen am Renntag vor: 27 Grad Celsius Wassertemperatur, kaum Wellen. Beim Schwimmen zeigte sich jedoch ein anderes Bild als bei den männlichen Kollegen. Wie an einer Perlenschnur reihte sich das Feld aneinander, Lucy Charles-Barclay vorneweg. Sie war es auch, die gemeinsam mit ihren Landsfrauen Jessica Learmonth und Kate Waugh sowie Sara Perez Sala als Erste den Australian Exit erreichte. An Position sechs und sieben befanden sich auch Caroline Pohle und Bianca Bogen in einer ordentlichen Ausgangslage. Auch nach zwei Kilometern waren es die vier Athletinnen, die nach 25:22 bis 25:26 Minuten die erste Wechselzone in Führung erreichten und sich einen Vorsprung von gut einer Minute erarbeitet hatten. Caroline Pohle und Bianca Bogen führten die Verfolgerinnen mit gut 1:10 Minuten Rückstand an.

Aus Quartett wird Duo

Auf dem Rad änderte sich an der Zusammensetzung der Führungsgruppe nichts, das Quartett machte vielmehr weitere Zeit auf die Verfolgerinnen gut. Nach etwa 40 Kilometern fiel jedoch Jessica Learmonth durch eine einminütige Zeitstrafe aus der Gruppe heraus und war anschließend zwischen der Spitze und den Verfolgerinnen auf sich allein gestellt. Mitfavoritin Ashleigh Gentle befand sich mit gut drei Minuten Rückstand am Ende der Verfolgerinnengruppe. Im weiteren Verlauf musste auch Sara Perez Sala vollständig abreißen lassen, sodass Kate Waugh und Lucy Charles-Barclay vorn ein einsames Rennen gestalteten, nach knapp 1:56 Stunden Radzeit gemeinsam die zweite Wechselzone erreichten und ebenfalls gemeinsam auf die Laufstrecke gingen, wobei sich Waugh sofort absetzte. Jessica Learmonth erreichte T2 mit einer Minute Rückstand, die vierköpfige Gruppe der Verfolgerinnen um Caroline Pohle und India Lee wechselte mit rund 3:15 Minuten Rückstand in die Laufschuhe. Bianca Bogen beendete das Radfahren bei ihrem T100-Debüt an Position 13 hinter Ashleigh Gentle.

Charles-Barclay einsame Spitze, Pohle behauptet sich

Lucy Charles-Barclay schloss schon bald wieder zu Kate Waugh auf und die Athletinnen liefen einige Kilometer hinter- oder nebeneinander. Nach etwa zehn Kilometern hatte „LCB“ genug und verschärfte das Tempo leicht, während Waugh ihre Geschwindigkeit reduzieren musste. Bis fünf Kilometer vor dem Ziel betrug der Abstand bereits mehr als 30 Sekunden, Charles-Barclay zeigte kein Zeichen von Schwäche. Jessica Learmonth lief weiterhin stabil an Position drei, während sich dahinter zwischen Caroline Pohle und Hannah Berry (NZL) ein enges Battle um die Plätze vier und fünf anzubahnen schien. Auch für Ashleigh Gentle war das Rennen noch nicht vorbei und sie funkte dazwischen. Mit gewohnt starker Laufperformance pflügte die Australierin durch das Feld und näherte sich ebenfalls den Top 5. Rund 3,5 Kilometer vor dem Ziel holte sie Berry und Pohle ein und setzte sich damit an Position vier.

Lucy Charles-Barclay konnte das egal sein. Sie lief nach 3:29:29 Stunden zu ihrem zweiten Sieg der diesjährigen T100-Saison und holte sich damit sicherlich auch angesichts der nahenden Ironman-WM auf Hawaii (11. Oktober) einen Motivationsschub. Genau zwei Minuten später erreichte Kate Waugh das Ziel als Zweite und Jessica Learmonth machte nach 3:33:27 Stunden den britischen Clean Sweep klar. Für Ashleigh Gentle blieb es bei Platz vier (3:35:22 Stunden), Caroline Pohle verteidigte Platz fünf erfolgreich mit nur 20 Sekunden Vorsprung (3:35:51 Stunden). Bianca Bogen belegte Platz 15 (3:43:58 Stunden).

Hier findest du alle Ergebnisse.

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Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und hat 2023 beim Ironman Frankfurt ihre erste Langdistanz absolviert. Es war definitiv nicht die letzte.

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