NEU! triathlon-News Ausgabe vom 13. Oktober, 12:03 Uhr · 1:07 Min · Kurzfassung

Automatisch produzierte Sendung mit KI-Stimme. Die Meldungen stammen aus der Redaktion von tri-mag.de.

🔒 Die komplette Sendung mit allen Meldungen hörst du mit triathlon+. Jetzt Mitglied werden →

Sperre für Andrew Starykowicz

Der Vorgang, für den Starykowicz gesperrt wurde, stammt bereits aus dem Jahr 2019. Aufgrund einer Erkrankung der Atemwege habe er damals nicht bei der Ironman-WM starten können, erklärt der Sportler in seinem Blog. Kurz danach sei bei ihm eine „virale Pneumonitis und mukopurulente Bronchitis“ diagnostiziert worden. Sein Arzt habe ihm deshalb verschiedene Medikamente mit Inhaltsstoffen verschrieben, die auf der Dopingliste stehen. Neben Medrol auch einen „Breo Ellipta Inhalator“, der die verbotene Substanz Vilanterol enthält.

Da Starykowicz bewusst gewesen sei, dass er diesen Inhalator aufgrund der Anti-Doping-Bestimmungen nicht würde benutzen dürfen, habe er eine Ausnahmegenehmigung, eine sogenannte TUE, beantragt, um wenig später trotz Einnahme der Medikamente beim Ironman 70.3 Waco (dort wurde er Zweiter) und beim Ironman Florida (Platz vier) teilnehmen zu dürfen. 

- Anzeige -

Laut Ironman habe er an diesen Rennen teilgenommen, obwohl ihm zuvor mitgeteilt worden sei, dass über seine beantragten Ausnahmegenehmigungen noch nicht entschieden sei. Als die Entscheidung dann sechs Tage nach seinem Start in Florida gefällt wurde, beinhaltete sie, dass die TUE für Medrol erteilt wurde, nicht jedoch jene für den Breo-Inhalator. Die Begründung: Es habe Alternativen für den verbotenen Inhalator gegeben, die nicht gegen die Bestimmungen verstoßen hätten.

Am 5. Dezember erhielt Starykowicz die Nachricht, dass er beim Ironman Florida positiv auf Vilanterol getestet wurde, woraufhin der Athlet die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA um Prüfung der Ablehnung seiner TUE bat. Diese bestätigte jedoch die Ablehnung und am 13. Dezember wurde Starykowicz durch Ironman eines Vergehens gegen die Anti-Doping-Regeln bezichtigt. Am Folgetag startete er dennoch bei der Challenge Daytona.

Der Fall landetet schließlich im März 2020 vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS, und im August bestätigte das Gericht den Verstoß. In der Begründung heißt es: „Das falsche Vertrauensgefühl des Athleten beruhte auf einer fahrlässigen Fehlinterpretation eines Satzes in einem WADA-Dokument und seinem Versäumnis, den zweiten Satz zu lesen und die Seite umzublättern, um eine vollständige Beschreibung der zulässigen therapeutischen Alternativen zu erhalten. Seine Frau kam zu dem gleichen falschen Schluss in Bezug auf eine zulässige Alternative, Advair, als sie es versäumte, zwei weitere Zeilen auf ihrem Telefon nach unten zu scrollen, um zu sehen, dass Advair in einer therapeutischen Dosis zugelassen war. Das Versäumnis dieses Profisportlers, das relevante Material zu lesen, kann nicht als unbedeutend entschuldigt werden.“

Als Folge der Entscheidung wurde Starykowicz beim Ironman Florida, beim Ironman 70.3 Waco und bei der Challenge Daytona disqualifiziert und muss die erzielten Preisgelder zurückzahlen. Auch sein Slot für die Ironman-70.3-WM, den er in Waco erlangte, wurde ihm aberkannt. Da der Stoff Vilanterol 2021 nicht mehr auf der Verbotsliste stehen wird, wurde die Sperre auf 13 Monate verkürzt.

triathlon+
Zahl des Tages
33

Mit rund 61.000 Mitgliedern liegt die Deutsche Triathlon-Union im Ranking …

Weiterlesen mit triathlon+ Jetzt triathlon+ abschließen

Mehr zum Thema

206 angezeigt
Partner und Sponsoren
ROUVY
OMNi-POWER Hannes Hawaii Tours Topteam Sports
Erdinger alkoholfrei Uvex feels.like Incylence Zaosu
Fehler gefunden oder Feedback zu diesem Artikel? Bitte teile uns hier mit, was du loswerden möchtest oder was wir verbessern können!
Feedback unter Artikel

Tauche ein in die spannende Welt von triathlon+ und erfahre mehr Hintergründe, mehr Service und mehr Triathlonerlebnis – digital hier und auf Wunsch ohne Aufpreis monatlich in deinem Briefkasten.

Monatsabo

€ 9,95€ -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

€ 94,95€ -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar
- Anzeige -
Nils Flieshardt
Nils Flieshardt
Nils Flieshardt ist Chefredakteur der Zeitschrift triathlon und seit über 15 Jahren als Radexperte im Einsatz. Wenn er nicht am Rechner sitzt, findet man ihn meist hinter der Kamera auf irgendeiner Rennstrecke oder in Laufschuhen an der Elbe. Als Triathlet ist er mehr finish- als leistungsorientiert, aber dafür auf allen Distanzen zu Hause.

Verwandte Artikel

Erneut suspendiert: Tomás Rodríguez Hernández erklärt, warum sein Comeback ausbleibt

Tomás Rodríguez Hernández wollte nach Ablauf seiner zweijährigen Dopingsperre in den Wettkampfsport zurückkehren. Dazu kam es nicht. Seit dem 23. Juni ist der Mexikaner erneut vorläufig suspendiert. Nun hat er sich erstmals ausführlich zu dem laufenden Verfahren geäußert.

Joe Skipper für 18 Monate gesperrt: „Das Schlimmste, was passieren konnte“

Drei Verstöße gegen die Meldepflicht bringen Joe Skipper eine 18-monatige Sperre ein. Der inzwischen zurückgetretene Brite verliert zudem sämtliche Ergebnisse seit dem 15. Mai 2025.

Community-Chat aktuell

triathlon+

Mehr erleben.

  • Alle Online-Inhalte
  • 30.000 Seiten Archiv
  • Trainingspläne 2027 (ab Nov.)
  • Zeitschrift inklusive

ePaper | Abo

Unser Newsletter

Newsletter triathlon

Aktuelle Beiträge