Die Triathlonfans haben abgestimmt und ihre Champions des Jahres 2025 gewählt. Am Samstag wurden die Siegerinnen und Sieger der Publikumswahl im Rahmen der Sailfish Night of the Year in Langen bei Frankfurt geehrt.
Knapp 10.000 Triathlonfans haben für ihre Athletinnen und Athleten des Jahres sowie Aufsteiger und Coaches abgestimmt. Es gab die eine oder andere Titelverteidigung, teils sind die Podien neu besetzt. Hier kommen die Top drei.
Die Community hat abgestimmt
Einmal im Jahr stimmt die Triathlon-Community über die Besten des Jahres ab. Die Zeitschrift triathlon und tri-mag.de rufen zur Abstimmung auf, innerhalb einer Woche gingen erneut mehrere tausend Stimmen ein. Da nicht alle in jeder Kategorie eine Stimme abgeben, unterscheiden sich die Teilnehmerzahlen je nach Bereich. Bei den Athletinnen und Athleten nominiert die Redaktion traditionell jeweils zehn Namen, bei den Aufsteigerinnen und Aufsteigern jeweils drei, bei den Coaches fünf. In allen Kategorien – außer den Aufsteigerkategorien – können zusätzliche Namen vorgeschlagen werden.
Triathletin des Jahres – national
Platz 1: Laura Philipp
Laura Philipp hat 2025 ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Der Sieg beim Ironman Hamburg in einer Zeit nahe der Acht-Stunden-Marke zeigte eindrucksvoll, wie hoch ihr Leistungsniveau geblieben ist. Bei der Challenge Roth dominierte sie das Rennen von vorn, und als Titelverteidigerin kämpfte sie sich später bei der Ironman-WM erneut aufs Podium. Konstanz auf Weltklasseniveau – und ein klarer Sieg bei der Publikumswahl.
Platz 2: Lisa Tertsch
Mit ihrem WM-Titel hat sie Triathlongeschichte geschrieben. Lisa Tertsch wurde als erste Deutsche Kurzdistanz-Weltmeisterin und prägte die Saison mit explosiven Rennen und starken Auftritten in der Mixed Relay. Ihre Entwicklung katapultierte sie erstmals auf Platz zwei.
Platz 3: Daniela Kleiser
Ihre Mischung aus Radstärke, Laufpower und Mut bringt sie erstmals aufs Podium. Kleiser gewann den Ironman 70.3 Valencia, sammelte Top-Ten-Ergebnisse bei T100-Rennen und gehört zu den schnellsten Läuferinnen im internationalen Triathlon.
triathlon-Awards 2025: Triathletin des Jahres – national
| Platz | Name |
|---|---|
| 1 | Laura Philipp |
| 2 | Lisa Tertsch |
| 3 | Daniela Kleiser |
| 4 | Leonie Konczalla |
| 5 | Lena Meißner |
| 6 | Anne Reischmann |
| 7 | Merle Brunnée |
| 8 | Tanja Neubert |
| 9 | Laura Jansen |
| 10 | Nina Eim |
Triathlet des Jahres – national
Platz 1: Jonas Schomburg
2025 ist das Jahr, in dem Jonas Schomburg auf der Langdistanz angekommen ist. Sein dritter Platz beim Ironman Südafrika deutete das Potenzial an, bei der Ironman-WM in Nizza bestätigte er das eindrucksvoll mit Rang sechs. Dazu kam ein starker vierter Platz bei der Ironman-70.3-WM. Ein Durchbruch auf allen Ebenen – und ein verdienter Sieg bei der Wahl zum Triathleten des Jahres.
Platz 2: Mika Noodt
Sechs Starts, fünf Podien: Mika Noodt war bei der T100 Triathlon World Tour nahezu ein Garant für vordere Plätze. Drei zweite und zwei dritte Plätze sprechen für eine Saison auf höchstem Niveau. Die Community würdigt seine Konstanz und seine Präsenz im Rennzirkus.
Platz 3: Patrick Lange
Nach seinem dritten WM-Titel 2024 lief nicht alles nach Plan – aber Patrick Lange ist für Comebacks gemacht. Bei der Ironman-WM in Nizza kämpfte er sich mit dem zweitschnellsten Marathon des Tages in die Top Ten. Ein Beweis von mentaler und sportlicher Stärke, der ihm Rang drei sichert.
triathlon-Awards 2025: Triathlet des Jahres – national
| Platz | Name |
|---|---|
| 1 | Jonas Schomburg |
| 2 | Mika Noodt |
| 3 | Patrick Lange |
| 4 | Rico Bogen |
| 5 | Finn Große-Freese |
| 6 | Frederic Funk |
| 7 | Henry Graf |
| 8 | Jan Stratmann |
| 9 | Jonas Hoffmann |
| 10 | Lasse Priester |
Triathletin des Jahres – international
Platz 1: Solveig Løvseth (NOR)
Ein Sommer, der alles verändert hat: Erst machte sie bei ihrem Langdistanz-Debüt in Hamburg als Dritte auf sich aufmerksam, dann krönte sie sich drei Monate später sensationell zur Ironman-Weltmeisterin. Der Aufstieg von Solveig Løvseth gehört zu den größten Überraschungen der Saison – und ihr Sieg im Voting fällt entsprechend deutlich aus.
Platz 2: Lucy Charles-Barclay (GBR)
Ein hartes DNF auf Hawaii hätte manch andere aus der Bahn geworfen. Lucy Charles-Barclay jedoch lieferte vier Wochen später ein Weltklasse-Comeback und gewann die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft. Eine Saison zwischen Rückschlag und Triumph – und Platz zwei in der Abstimmung.
Platz 3: Katrina Matthews (GBR)
Vom Sieg beim Ironman Texas über Rang zwei in Hamburg bis zur Vizeweltmeisterschaft in Nizza – inklusive Laufstreckenrekord: Katrina Matthews hat 2025 eindrucksvoll gezeigt, dass sie zu den vielseitigsten Athletinnen des Sports gehört. Verletzungspech bei der 70.3-WM änderte daran nichts.
triathlon-Awards 2025: Triathletin des Jahres – international
| Platz | Name |
|---|---|
| 1 | Solveig Løvseth (NOR) |
| 2 | Lucy Charles-Barclay (GBR) |
| 3 | Katrina Matthews (GBR) |
| 4 | Taylor Knibb (USA) |
| 5 | Lisa Perterer (AUT) |
| 6 | Kate Waugh (GBR) |
| 7 | Cassandre Beaugrand (FRA) |
| 8 | Julie Derron (SUI) |
| 9 | Holly Lawrence (GBR) |
| 10 | Beth Potter (GBR) |
Triathlet des Jahres – international
Platz 1: Casper Stornes (NOR)
Lange blieb er unter dem Radar – bis zur Ironman-WM. Nach Platz drei in Frankfurt zeigte Stornes das Rennen seines Lebens, überraschte mit dem WM-Sieg in Nizza und setzte mit Rang drei bei der 70.3-WM noch einen drauf. Eine Saison, die ihn von der erweiterten Spitze ganz nach oben katapultierte.
Platz 2: Kristian Blummenfelt (NOR)
Als Favorit in beide Weltmeisterschaften gestartet, verließ er sie jeweils als Podiumsfinisher. Blummenfelt ist und bleibt ein Athlet, der jede Saison prägt – auch ohne Goldmedaille.
Platz 3: Hayden Wilde (NZL)
In der T100 Triathlon World Tour führte kein Weg an ihm vorbei. Wilde dominierte die 100-Kilometer-Distanz in einer Art und Weise, die nur wenige überraschen dürfte. Platz drei ist die logische Folge einer fast perfekten Saison.
triathlon-Awards 2025: Triathlet des Jahres – international
| Platz | Name |
|---|---|
| 1 | Casper Stornes (NOR) |
| 2 | Kristian Blummenfelt (NOR) |
| 3 | Hayden Wilde (NZL) |
| 4 | Sam Laidlow (FRA) |
| 5 | Gustav Iden (NOR) |
| 6 | Matthew Hauser (AUS) |
| 7 | Jelle Geens (BEL) |
| 8 | Lionel Sanders (CAN) |
| 9 | Kristian Høgenhaug (DEN) |
| 10 | Marten Van Riel (BEL) |
Aufsteigerin des Jahres
Platz 1: Leonie Konczalla
Ihr fünfter Platz beim Ironman Hamburg war der Auftakt eines starken Jahres. Die Qualifikation für Hawaii folgte – und dort gelang ihr mit Rang neun der Durchbruch auf der ganz großen Bühne. Konczalla hat sich 2025 dauerhaft in der Elite etabliert.
Platz 2: Marit Lindemann
Mit 8:48:40 Stunden beim Ironman Italy wurde sie zur schnellsten Agegrouperin der Welt. 2026 startet sie als Profi – und bringt bereits die Zeiten für die Toprennen mit. Ein seltener, rasanter Aufstieg.
Platz 3: Franka Rust
Konstanz, Entwicklung und starke WTCS-Ergebnisse: Franka Rust lieferte 2025 eine stabile Saison ab und war bei der U23-Weltmeisterschaft die beste Deutsche. Eine Athletin, auf die in den kommenden Jahren viel hindeuten könnte.
Aufsteiger des Jahres
Platz 1: Lasse Priester
Sein Comeback gehört zu den bewegendsten Geschichten des Jahres. Nach einem Herzinfarkt kämpfte sich Priester zurück, wechselte erfolgreich auf längere Distanzen und gewann sowohl den Ironman 70.3 Kraichgau als auch die Challenge Forte Village. Die Community belohnt Mut, Wille und Leistung mit einem klaren Sieg.
Platz 2: Fabian Kraft
Der Senkrechtstarter der Saison: Platz zwei in Valencia, Platz zwei in Kraichgau, Siege in Jönköping und Zell am See. Kraft hat sich 2025 aus dem Nichts ins Spitzenfeld geschoben.
Platz 3: Johannes Vogel
Mit seinem Sieg beim Ironman 70.3 Valencia und der WM-Quali in Frankfurt startete Vogel stark in die Saison. Ein Sturz in der Bundesliga stoppte seinen Lauf. Ohne Verletzung wäre noch mehr möglich gewesen – Rang drei bleibt dennoch hochverdient.
Coach des Jahres
Platz 1: Philipp Seipp
Wie bereits im Vorjahr gewinnt Philipp Seipp die Wahl zum Coach des Jahres. Seine strukturierte, klar ausgerichtete Arbeitsweise und die Erfolge seiner Athletinnen und Athleten – allen voran Laura Philipp – prägen derzeit maßgeblich den deutschen Spitzentriathlon. Seipp steht für langfristige Entwicklung, Präzision und ein Team, das im richtigen Moment funktioniert.
Platz 2: Dan Lorang
Lorang bleibt eine der zentralen Figuren im internationalen Coaching. Zu seinen Schützlingen zählt etwa Ironman-70.3-Weltmeisterin Lucy Charles-Barclay. Seine Mischung aus wissenschaftlicher Basis und langjähriger Erfahrung bringt ihn erneut auf Platz zwei.
Platz 3: Ben Reszel
Reszel betreut erfolgreiche Profis wie Jelle Geens und Patrick Lange und hat 2025 erneut gezeigt, dass er Athleten zu Höchstleistungen führen kann. Der dritte Platz spiegelt die wachsende Anerkennung seiner Arbeit wider.
triathlon-Awards 2025: Coach des Jahres
| Platz | Name |
|---|---|
| 1 | Philipp Seipp |
| 2 | Dan Lorang |
| 3 | Ben Reszel |
| 4 | Björn Geesmann |
| 5 | Mario Schmidt-Wendling |
| 6 | Palina Otten |
| 7 | Nils Goerke |
| 8 | Roman Reeschke |
| 9 | Georg Mantyk |
| 10 | Swen Sundberg |