Kommando Kopfsache: Training für die Psyche

Mit dem Kopf über den Körper zu siegen, ist eine Kunst, die Übung braucht. Vor wichtigen Rennen benötigt es deshalb Trainingseinheiten zum Testen. Körperlich, aber auch mental. Wer seine Bewältigungsstrategien gezielt trainiert, erreicht ein Gefühl der Sicherheit und ist auf den inneren Dialog im Wettkampf vorbereitet.

Tony Svensson / Ironman Der Kopf entscheidet: Vor dem Rennen blickt Sam Laidlow auf das Meer. Ob er in dem Moment spezielle Situationen mental durchspielt?

Schon einmal Angst vor einer Trainingseinheit gehabt? Keine Sorge: Obwohl Angst bekanntlich ein schlechter Ratgeber ist, kennen wohl die meisten Athleten dieses Gefühl. Wer sich angesprochen fühlt, hat sich möglicherweise auch schon dabei erwischt, ­genau deshalb das Wort „Angst“ durch ­„Respekt“ zu ersetzen.

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Stunden der Wahrheit

Welche Formulierung man auch wählt, sie gehören zu jeder gewissenhaften Wettkampfvorbereitung dazu: Einheiten, die ein skeptisches Runzeln der Stirn nach sich ­ziehen, sobald man sie im Trainingsplan entdeckt. Der Grund für diesen instinktiven Impuls ist meistens die unmittelbare Antizipation, dass es hart werden wird – für den Körper und den Kopf. Fünf- bis sechsstündige Koppeleinheiten in der Langdistanzvorbereitung, lange Läufe mit Intervallen im Renntempo, ein spezifisches Koppeltraining bei Wettkampf­intensität vor einer Mitteldistanz oder sogar eine verkürzte Rennsimulation mit allen drei Disziplinen. Das sind die Stunden der Wahrheit und die Generalproben, die es vor wichtigen Wettkämpfen braucht.

Gefühl der Ungewissheit

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Simon Müller
Simon Müller
Simon Müller ist selbst als ambitionierter Athlet unterwegs. 2022 wurde er Deutscher Meister auf der Kurzdistanz, 2019 qualifizierte sich bei seinem ersten Ironman in Mexiko mit einem AK-Sieg in 8:45 Stunden für den Ironman Hawaii. In seiner Brust schlägt neben dem Triathleten- auch ganz besonders ein Läuferherz. Simons Bestzeite über 10 Kilometer liegt bei unglaublichen 30:29 Minuten.

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