Mehr Training heißt nicht automatisch bessere Leistung. Wie sich der optimale Trainingsumfang im Triathlon über die Karriere verändert – und warum Anpassung wichtiger ist als ständige Steigerung.
Im Ausdauersport hält sich ein Gedanke besonders hartnäckig: Wer besser werden will, muss mehr trainieren. Mehr Stunden, mehr Kilometer, mehr Einheiten. Für kurze Phasen mag das funktionieren, über eine gesamte Karriere hinweg ist dieser Ansatz jedoch zu kurz gedacht. Denn der optimale Trainingsumfang ist kein fixer Wert. Er verändert sich – mit dem Trainingsalter, mit der körperlichen Belastbarkeit und mit den Lebensumständen.
Viele Triathletinnen und Triathleten orientieren sich an Zahlen: zehn Stunden pro Woche, fünfzehn, zwanzig. Doch Umfang allein sagt wenig darüber aus, wie sinnvoll ein Training ist. Entscheidend ist nicht, wie viel du trainierst, sondern wie gut dein Körper das Training verarbeiten kann. Und genau diese Fähigkeit verändert sich im Laufe der Jahre.