„Wer günstig kauft, kauft zweimal.“ Gilt diese Faustregel für Smarttrainer? Das wollten wir genauer wissen und haben sechs Modelle im Budgetsegment unter 500 Euro unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: erstaunlich.
Wenn es draußen früh dunkel wird, gehen die Lichter in der Pain Cave an. Was früher als reine Qual verschrien war, nämlich stundenlange Radeinheiten auf dem Rollentrainer, kann heute dank moderner Smarttrainer und virtueller oder immersiver Welten auf Indoorplattformen wie Rouvy und Zwift zum unterhaltsamen, ja unvergleichlichen Erlebnis werden. Es gibt aber einen Haken: die Kosten. Smarttrainer, Rad, Ventilator, Matte, Desk, Trainingsplattform, Soundanlage, Lichtinstallationen, Steigungssimulator … Wer seine Pain Cave für ein unvergleichliches Erlebnis voll umfassend ausstattet, ist schnell einen mittleren vierstelligen Betrag los. Da spart man gern, wo man kann. Nur bitte nicht am falschen Ende.
Wichtige Rolle
Ganz hinten im Set-up steht der Smarttrainer. Allerdings nur lokal. Im System Indoortraining nimmt er nämlich die wichtigste Rolle ein. Ohne Smarttrainer geht fast gar nichts. Die Frage liegt auf der Hand: Wie viel muss man wirklich für das Equipment mit der Nummer eins auf der Prioritätenliste investieren? Wie gut ist die Performance von Smarttrainern in der Budgetklasse unter 500 Euro?
Rasante Entwicklung
In der zurückliegenden Dekade hat der Bereich der Rollentrainer eine rasante Entwicklung genommen. Statt der damals vielfach noch üblichen Wheels-on-Modelle sind Direktantriebe mittlerweile Standard. Damit einher ging ein Quantensprung, nicht nur in Bezug auf die Technik. Das Fahrgefühl hat sich durch die direkte Übertragung der Kurbelumdrehungen auf das Schwungrad des Trainers ohne den Umweg einer durch das Hinterrad angetriebenen Rolle der Realität angenähert. Der Unterschied zwischen In- und Outdooreinheiten verschwimmt immer mehr durch flexible Konstruktionen, die natürlichere Bewegungen beim Pedalieren auf dem Smarttrainer ermöglichen. Neben das freie Fahren hat sich seit längerer Zeit der ERG-Modus gesellt, der die Leistung für vorgegebene Intervalle automatisch anpasst und konstant hält. So ist für viele Athleten sogar ein zielgerichteteres und konstanteres Training als unter freiem Himmel möglich.