Kaum ein anderes Trainingsgerät steht so für effizientes Training wie der Smarttrainer. Doch gerade diese scheinbare Perfektion kann zum Fallstrick werden. Denn es gibt Situationen, Trainingsphasen und körperliche Voraussetzungen, in denen Indoor-Intervalle mehr schaden als nützen.
Bengt Lüdke | spomedis Indoortraining ist eine echte Waffe für gesteuerte Intervalle, kann unter Umständen deine Leistung auch verschlechtern.
Einer der größten Vorteile des Indoor-Trainings ist gleichzeitig einer seiner größten Gefahren: der ERG-Modus. Er gibt die Wattzahl vor, unabhängig des körperlichen Befindens. Was draußen über Atmung, Trittgefühl oder Tagesform reguliert wird, übernimmt drinnen der Algorithmus. Durch diese Kontrolle können Trainingsziele deutlicher erfüllt werden, aber sie führt auch dazu, dass Athleten körperliche Warnsignale übergehen. Wer angeschlagen, müde oder leicht erkältet ist, würde draußen automatisch langsamer fahren. Indoor hingegen kennt der Smarttrainer kein Erbarmen, der Athlet will mithalten. Die Folge können überzogene Intensitäten sein, die das Immunsystem zusätzlich belasten, die Regeneration stören oder bestehende Dysbalancen verstärken. Studien aus der Trainingswissenschaft zeigen, dass subjektive Belastungswahrnehmung ein entscheidender Marker für sinnvolle Intensitätssteuerung ist und genau diese Rückkopplung wird im ERG-Modus systematisch gedämpft.
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Ebenso fehlt das intuitive Schalten. Welcher Gang wird bei welcher Belastung gewählt, wie kann ich meine Trittfrequenz richtig halten und welchen Gang sollte ich wählen? All diese Fragen werden vom ERG-Modus beantwortet, und gerade Einsteiger häufig nicht für die eigene Sensibilität geschult.
Biomechanische Einseitigkeit
Indoor-Intervalle finden häufig in einer Position statt, die kaum natürliche Variation zulässt. Während draußen Mikroanpassungen und Untergrundwechsel die Muskulatur entlasten, bleiben Position und Trittfrequenz auf der Rolle nahezu konstant. Das klingt effizient, doch gerade die fehlende Variation kann Beschwerden im unteren Rücken, der Hüfte oder dem Knie fördern. Besonders kritisch wird es bei harten Intervallen. In der Aeroposition treten Athleten oft mit höherer absoluter Leistung als draußen, weil der Luftwiderstand
Indoor-Intervalle finden häufig in einer Position statt, die kaum natürliche Variation zulässt. Während draußen Mikroanpassungen und Untergrundwechsel die Muskulatur entlasten, bleiben Position und Trittfrequenz auf der Rolle nahezu konstant. Das klingt effizient, doch gerade die fehlende Variation kann Beschwerden im unteren Rücken, der Hüfte oder dem Knie fördern. Besonders kritisch wird es bei harten Intervallen. In der Aeroposition treten Athleten oft mit höherer absoluter Leistung als draußen, weil der Luftwiderstand
Indoor-Intervalle finden häufig in einer Position statt, die kaum natürliche Variation zulässt. Während draußen Mikroanpassungen und Untergrundwechsel die Muskulatur entlasten, bleiben Position und Trittfrequenz auf der Rolle nahezu konstant. Das klingt effizient, doch gerade die fehlende Variation kann Beschwerden im unteren Rücken, der Hüfte oder dem Knie fördern. Besonders kritisch wird es bei harten Intervallen. In der Aeroposition treten Athleten oft mit höherer absoluter Leistung als draußen, weil der Luftwiderstand
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Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.
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