Wegen Niedrigwasser im Rhein muss der Ryzon Bonn Triathlon seine Schwimmstrecke anpassen. Für die Teilnehmenden wird es im Wasser etwas länger – dafür an Land kürzer.

Am Sonntag findet die 31. Auflage des Bonn Triathlons statt, seit dem vergangenen Jahr mit Ryzon als Titelsponsor. Wegen des niedrigen Wasserstands im Rhein muss die Schwimmstrecke kurzfristig angepasst werden. Der Rhein führt derzeit rund einen Meter weniger Wasser als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Der ursprünglich geplante Schwimmausstieg am sogenannten Chinaschiff kann deshalb nicht genutzt werden: Das dort vorgesehene Gerüst würde bei aktuellem Pegelstand nicht bis ins Wasser reichen.
Gut 4 Kilometer durch den Rhein
Das Organisationsteam hat daher eine alternative Lösung erarbeitet. Der Ausstieg wird rheinabwärts an den Sandstrand unterhalb des „Bahnhöfchens“ verlegt. Für die Athletinnen und Athleten bedeutet das: Sie schwimmen nach dem Start zusätzlich unter der Kennedybrücke hindurch, orientieren sich anschließend am Ufer und steuern den neuen Ausstieg an. Dort wird eine Rampe errichtet, über die sie auf die Rheinpromenade gelangen. Von dort geht es direkt in die Wechselzone.
Die Streckenänderung ist für den Bonn Triathlon nicht völlig neu. Bereits 2011 wurde an dieser Stelle aus dem Rhein ausgestiegen. In den vergangenen Tagen wurde das Konzept nach Angaben der Veranstalter getestet, erprobt und freigegeben. Für die Sicherheit auf dem Wasser sollen weiterhin zahlreiche Helferinnen und Helfer, Kanuten, die DLRG sowie die Wasserschutzpolizei sorgen.
Sportlich verändert sich durch die Anpassung vor allem die Verteilung zwischen Schwimmen und dem Weg in die Wechselzone: Die Teilnehmenden schwimmen rund 400 Meter mehr (in Summe dann 4,2 Kilometer), laufen dafür aber etwa 400 Meter weniger bis zur Wechselzone. Es folgen 64 hügelige Radkilometer und ein Lauf über 15 Kilometer. Es werden rund 1.600 Teilnehmende sowie 400 freiwillige Helferinnen und Helfer erwartet. Das Rennen zählt zu den traditionsreichsten Triathlons in Deutschland und ist vor allem durch das Schwimmen im Rhein sowie die Radstrecke durch das Siebengebirge geprägt.










