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Swissman 2022: Sonja Tajsich bloggt
Wenn Träume platzen

Sonja Tajsich wollte sich in diesem Jahr dem Abenteuer Swissman stellen, doch dazu wird es aufgrund einer Coronainfektion und deren Folgen nicht kommen. In ihrem Blog gibt sie Auskunft, wie es ihr geht und welche Pläne sie nun hat.

Touren statt Training: An eine gezielte Vorbereitung ist für Sonja Tajsich nach ihrer Coronainfektion nicht mehr zu denken.

„Es hätte noch viel schlimmer kommen können!“ Ich versuche, diese aufmunternd gedachten Worte anzunehmen. Ja, natürlich, es hätte viel schlimmer kommen können … immer wieder versucht sich die Frage aufzudrängen, warum es überhaupt so kommen musste. Mit allen Kräften bin ich der beste Unterdrücker dieser eher wenig helfenden Gedanken wie „ist das ungerecht“, „warum ich?“ und „ausgerechnet jetzt“. Und tatsächlich: Wenn ich ganz nüchtern von außen darauf blicke, dann haben diese Gedanken keinen echten Halt. Klar fühlt man sich von der Welt ungerecht behandelt, dass es so kommen musste. Aber es ist ein Virus. Den Millionen Menschen zurzeit durchleben. Und zwar genau jetzt. Und ich bin mir sicher, dass ganz viele von euch in einer ähnlichen Situation sind. Und viele sicherlich noch viel schlimmer. Bei mir ist es ein Event, auf das ich verzichten muss, auf das ich mich irre gefreut habe. Bei einigen geht es um die Weltmeisterschaft, bei anderen um mehr als Sport. Um Existenz, sogar ums eigene Leben. 

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Damals hatte ich mich entschieden, mich impfen zu lassen, weil ich die Long-Covid-Symptome vermeiden wollte. Ich hatte weniger Angst vor dem Lungenautomaten oder vor dem Tod als vor diesen längerfristigen Krankheitssymptomen. Hat mir doch mal eine Freundin erzählt, dass ihre Bekannte eine ambitionierte Sportlerin ist und selbst nach einem Dreivierteljahr nach Erkrankung keine drei Kilometer mehr laufen kann. Davor hatte ich wirklich Angst. Weil das mein Lebenselixier ist, meine Leidenschaft. Ich konnte mir unmöglich vorstellen, dass mein Leben so drastisch verändert werden könnte. 

Ganz oft frage ich mich, wie der Verlauf wohl gekommen wäre, wenn ich nicht geimpft und geboostert wäre. Und warum der Rest meiner Familie überhaupt nichts abbekommen hat, obwohl ich mich zu Hause völlig normal verhalten habe, keine Maske in unseren vier Wänden aufhatte und wir zu viert unter demselben Dach gewohnt haben. Liegt es an der Blutgruppe? Ich habe als einzige A in diesem Haushalt. Das ganze Thema Covid ist schon auch spannend, so unberechenbar, so unterschiedlich bei jedermann. Ebenso die Folgen und die Heilprozesse. Und keiner weiß, was im Körper zurückbleibt. Das ist es, was mir ein bisschen Angst macht. 

Fakt ist, dass ich in einem vierwöchigen Prozess langsam aber sicher einsehen musste, dass es am 25. Juni 2022 keine Sonja Tajsich auf der Kleinen Scheidegg geben wird. Schlussendlich hatte ich alles von einem Arzttermin abhängig gemacht. Den Termin hatte ich exakt zwei Monate vor meinem großen Start. Doch dazu später. 

Die Tage vor dem Test

Gehen wir zuerst einige Wochen zurück. Ich kam gerade von Lanzarote heim und bin in derselben Woche noch nach Kroatien gereist, um eine Hotelanlage und die Umgebungsbedingungen zu besichtigen. Sportlich hoch fokussiert war ich und obendrein total begeistert, dass meine Lanzarote-Camps stattfinden konnten und meine gesamte Familie gesund geblieben ist, dass das Training gut funktioniert hat und meine Form die Freude steigen ließ, bald beim Swissman 2022 starten zu dürfen. 

Ich hatte mich intensiv mit den Details des besagten Rennens befasst und am selben Tag – ich weiß das noch ganz genau – als ich den letzten Blog-Artikel mit dem Rennverlauf zur Veröffentlichung abgeschickt hatte, spürte ich ein kleines, aber doch präsentes Bisschen Halsschmerzen. Im Prinzip wollte ich sie wegdenken. Ignorieren. Deshalb habe ich mich auch direkt noch zu einer Radtour aufgemacht. Man muss ja nicht gleich aus Mücken Elefanten machen. Zum Hypochonder werden, nur weil mittlerweile so gut wie jeder dieses ominöse Covid hat. Morgen ist es bestimmt wieder gut. 

War es nicht. Statt Sport stand Hausputz auf der Agenda. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst war, habe ich mich irgendwie elend gefühlt. Also war es an der Zeit, einen PCR-Test zu machen. Und auch das weiß ich noch ganz genau: Ich bin am Donnerstagmorgen aufgewacht und habe mich noch elendiger gefühlt. Mein allwöchentliches Zoom-Athletiktraining wollte ich aber nicht ausfallen lassen, sind doch meine Teilnehmer extra früh aufgestanden. Und genau während ich diese Einheit noch durchziehe, poppt das PCR-Testergebnis auf meinem Handy auf. Positiv.

Eigentlich war das gar keine so großartige Tragödie für mich. Erst mal. Einige meiner Athleten waren und sind mit Covid beschäftigt, die wenigsten längerfristig. Die Meisten haben keine oder geringe Symptome und sind schnell wieder auf den Beinen. Die „erste Welle“ meines Krankheitsverlaufs war also noch gut zu ertragen: Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen. Zu Beginn Fieber. Ich war müde und matt. Wie ein ganz normaler grippaler Infekt. Nicht toll, aber auch nicht schrecklich. Nach etwa sieben Tagen ging es bergauf und nach zehn Tagen war ich wieder einigermaßen hergestellt. Dachte ich. Eine einzige Radausfahrt draußen habe ich mir – wirklich sehr, sehr locker – gegönnt. Mit dem Endergebnis: Eine satte Bronchitis. Ich war mir gar nicht sicher, ob das noch Covid ist oder eine eigenständige Bronchitis, weil mein Immunsystem down ist. Wieder Halsschmerzen, Heiserkeit und fast ein Verlust der Stimme, fieser Husten und Schnupfen. Diese „zweite Welle“ dauerte erneut zehn Tage und ich war ganz schön geplagt. Die Stimme klang heiser. Das Gesamtgefühl mies. 

Dann kam ein typisches Covid-Symptom, auf das man am allermeisten verzichten kann. Ich hatte vorher von einem Freund davon gehört und damals schon zu ihm gesagt: „Wenn du das bekommst, das ist ja das Obermieseste“. Nämlich eine Geschmacksverirrung. So nenne ich es: Immer wenn ich etwas gegessen habe, war der Nachgeschmack modrig. Zuerst dachte ich, der Kartoffelsalat aus dem Glas ist nicht mehr ganz in Ordnung. Im Nachhinein glaube ich, hätte ich ihn gar nicht zwingend entsorgen müssen. Weil nach der Erdbeere hatte ich den gleichen modrigen Geschmack wie nach meinem feinen Früchtetee, der Weintraube oder dem Joghurt. Boah, das war echt arg. Die größte Angst war, das könnte ewig andauern. Unvorstellbar. Aber zum Glück ging das nur drei lange Tage.

Dann kam die „vierte Welle“: Ich habe mich müde und schlapp gefühlt, antriebslos. Schlussendlich wollte ich dann erst wieder ins Training einsteigen, wenn ich die Gewissheit von Fachärzten habe, dass ich in Ordnung bin. Vor Herzmuskelentzündung und Lungenentzündung hatte ich wirklich Sorge. 

Ich war in der Pulmonolgie im Klinikum Klagenfurt zum Lungenröntgen, Blutbild machen und ein paar Tests inklusive Lungenfunktion. Der Abteilungsleiter der Station ist selbst sportlich aktiv, hat sogar schon mal einen Ironman gemacht. Er wusste, wovon ich spreche und konnte die Daten dementsprechend auswerten. Am Tag darauf durfte ich direkt noch zum Herz-Echo und zum Belastungs-EKG mit Spirometrie. Der Befund war dermaßen erfreulich für mich: keine bleibenden Schäden, keine Entzündungsprozesse. Auf einmal verschieben sich die Prioritäten. Mir war absolut klar, dass eine Herzmuskelentzündung noch mal eine ganz andere Nummer ist. 

Diagnose: Post-Covid-Fatigue

Die Abgeschlagenheit haben sie mir ganz nüchtern erklärt: Post-Covid-Fatigue heißt das Ding, haben viele. Ist nicht greifbar. Dauert mal länger, mal kürzer. Aber an der Startlinie in zwei Monaten sehen sie mich nicht. Seit vier Wochen keinen Meter gelaufen, keinen Meter geschwommen und auf dem Rad Alibi-Rollen-Einheiten über eine Stunde bei 80–100 Watt. 

Als ich das Klinikum am zweiten Tag verlassen habe, war ich total durcheinander. Die eine Seite himmelhoch jauchzend, dass es keinen Worst-Case gibt und ich eigentlich mit einem blauen Auge davongekommen bin. Und die andere Seite total betrübt, dass ich mich von meinem großen Ziel verabschieden muss. Zwischenzeitlich hatte ich ein paar Momente, in denen ich – und das war eigentlich recht häufig – eingehend überlegt habe, ob es nicht zu schaffen wäre. Aber dann hätte ich mich gestresst und die Holzhammermethode hätte mir sicher nicht gutgetan. Mit dem Alter wird man vielleicht ein klein wenig weise. 

Klar war, dass ich zuerst ein paar Dinge regeln musste: Ich wollte als erstes triathlon-Chefredakteur Nils Flieshardt anrufen und fragen, wie er das Ganze sieht. Seine Antwort war klar und prompt: Die Gesundheit geht vor. Wenn ich um ein Jahr verschieben darf, könnten wir nächstes Jahr dort weitermachen, wo ich jetzt aufgehört habe. Das hat mir sehr geholfen, ich habe mich gleich besser gefühlt. Vielen Dank dafür! Wir haben beschlossen, dass ich euch weiterhin auf dem Laufenden halte und bin euch auch dankbar, wenn Ihr Tipps für mich habt.

Und die Veranstalter haben wohl erklärt, dass sie grundsätzlich keine Startplätze verschieben, weil ja doch öfter mal jemand einen triftigen Grund hat, nicht an der Startlinie stehen zu können, aber für das Projekt würden sie höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr einen neuen Startplatz zur Verfügung stellen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Jetzt habe ich ein neues tolles Ziel und ich habe Zeit gewonnen, diesen elendigen Viren ein für alle Mal den Garaus zu machen. Und ich bin sehr dankbar, dass ich weiterhin das große Ziel vor Augen haben darf: Ich werde es schaffen, die Kleine Scheidegg zu erklimmen. Wenn nicht 2022, dann eben 2023!

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17 Kommentare
  1. Lisa

    Hallo, danke für den Beitrag. Mir geht es dieses Jahr genau so. Alle Tri-Träume wg. Covid geplatzt. Eine Herzmuskelentzündung ist noch nicht ausgeschlossen aber ich bin guter Dinge.
    Schön dass das Thema behandelt wird. Ich fühle mi ch weniger allein.
    Lisa

    1. Heiko

      Euch allen gute Besserung mit Eurem Leiden. Aber mal darüber nachgedacht, dass die Impfung der Auslöser Eurer Leiden seien können? Und vielleicht wäre der Verlauf geringer oder garnicht vorhanden ohne Impfung, als zu sagen, zum Glück bin ich geimpft und habe daher nicht so einen schweren Verlauf. Alles Vermutungen…
      Prof. Harald Matthes von der Charité fordert Ambulanz für Impfgeschädigte, Ergebnis seiner Studie vom 05/22, Impfschäden 40 x höher als vom PEI erfasst. Man sollte alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.

      1. Frank Wechsel

        Hallo Heiko,

        meinst du die angebliche Studie, von der sich die Charité inzwischen öffentlich distanziert hat? Siehe zum Beispiel hier: https://www.zeit.de/gesundheit/2022-05/corona-impfung-nebenwirkungen-behauptungen-charite/komplettansicht

        Viele Grüße
        Frank

        1. Heiko

          Hallo Frank,

          das Narrativ ist: „Die Impfung schützt und ist sicher.“ Ist kein Zweifel erlaubt? Stimmst du diesem Narrativ zu?
          Wer diesem Narrativ nicht entspricht wird bekämpft, hier arbeitet sich „Die Zeit“ Recherche daran ab.

          Geht es nicht vielmehr um Interessen, wenn ein Arzt eine Vergütung für die Impfung erhält, aber keine Vergütung für die Meldung von Impfschäden an das PEI. Die Impfung benötigt dazu noch weniger Zeit, als der Aufwand der Formulare für das PEI. Warum ist das so, dass Narrativ zu stützen oder geht es um die Sache?

          Wenn ein Mensch nach Krebs verstirbt und einen positiven Coronatest hat, gilt er als Coronatoter. Wenn ein Geimpfter Krebspatient nach der Impfung verstirbt, dann ist er an Krebs verstorben.
          Ist das nicht zweierlei Maß, sollten nicht die gleichen Maßstäbe gelten, welche Zahlen braucht man zur Bestätigung des Narrativ und welche muss man nach unten drücken.

          Ist das nicht System, die Kritiker in die Leugner, Nazi Ecke zu stellen, um damit jegliche Debatte unmöglich zu machen.

          Nicht ohne Grund werden Kritiker an der Impfung und an den Coronamaßnahmen suspendiert oder versetzt. Die Liste ist inzwischen sehr lang. Frei nach dem Prinzip, bestrafe Einen erziehe Hundert.

          Einer der letzten bekannten Opfer der Suspendierten Herr Andreas Schöfbeck, damals Vorstandsvorsitzender der BKK Provita, 11 Mio. Mitglieder. Seine Analyse der an die Krankenkassen gemeldeten Abrechnungsdaten der Ärzte zeichnet ein Bild großflächiger Untererfassung von Impfschäden.
          Man kann Herrn Schöfbeck entlassen und sich von den Aussagen distanzieren, die Fakten bleiben bestehen.

          Viele Grüße

          Heiko

          1. Frank Wechsel

            Hallo Heiko,

            ein Impfnutzen ist kein Narrativ, sondern wissenschaftlich bewiesen. Die weltweite Studienlage ist eindeutig. Dass wir uns alle einen noch besseren und nachhaltigeren Schutz versprochen haben, bestreite ich nicht.

            Wenn hier jemand einem Narrativ folgt, dann bist du es mit deinem Verschwörungsglauben inkl. aller stereotypischen Haltungen wie dem Generalverdacht gegenüber der gesamten Ärzteschaft und den Medien sowie der gern bemühten Nazi-Keule. Dem muss ich hier doch ganz entschieden widersprechen.

            Die Causa Schöfbeck ist inzwischen von vielen Medien und unabhängigen Faktencheckern behandelt worden. Siehe zum Beispiel hier: https://correctiv.org/faktencheck/2022/03/18/nein-eine-analyse-der-bkk-provita-belegt-nicht-dass-impfnebenwirkungen-vom-pei-untererfasst-werden/

            Viele Grüße
            Frank

  2. Ludwig

    Liebe Sonja,
    die einzig richtige Konsequenz- Gesundheit geht immer vor. Jammerschade, aber die Berge und der Swissman laufen dir nicht davon. Come back stronger:-)

  3. Peter

    Hallo Sonja,
    habe gehört, das eine Blutfiltration helfen kann die rest Coronabestanteile zu entfernen. Vielleicht hilft das ja.
    Gute Besserung
    Peter

    1. Frank Wechsel

      Diese Methode wird als mögliche Maßnahme bei fulminanten Akutverläufen diskutiert, ist aber kein einfacher und allgemein verfügbarer Vorgang. Beim Post-Covid-Syndrom sind allerdings sowieso keine Viren mehr vorhanden, der Körper kämpft gegen die Folgen der Infektion. Daher ist das hier leider wohl kein zielführender Ansatz.

      Viele Grüße
      Frank

      1. Peter
        1. Frank Wechsel

          Hallo Peter,

          vielen Dank für den Link! Er bestätigt meine Vermutung, dass es nicht um die Filtration von Coronabestandteilen gehen kann, da die Infektion in diesem Stadium längst durch ist. Der Ansatz ist interessant, wobei ich auf eine kausale Erklärung gespannt bin, die über den Placebo-Effekt hinausgeht. Die Abwägung von Nutzen und Risiken und Nebenwirkungen ist bei einer solchen invasiven Methode sicher auch nicht zu vernachlässigen.

          Viele Grüße
          Frank

  4. Heiko

    Hallo Frank,

    Du bestätigst mit deinen Aussagen nur die These des Systems und Methode beim Umgang mit Andersdenkende, indem du mich und alle Anderen die nicht deiner Meinung sind in die Verschwörungsecke stellst.
    Bei der Argumentation berufst du dich auf die „vielen Medien“, die „unabhängigen Faktencheckern“ und die Mehrheit der Wissenschaft.
    Wie Medien und Faktenchecker finanziert werden, ist in der Hinsicht wichtig, ob dadurch Interessenskonflikte entstehen.
    Das trifft auf jede Studie zu. Hier von „unabhängigen Faktencheckern“ auszugehen, hat etwas von Naivität.
    Kein Argument kommt von Dir, zu den unterschiedlichen Zählweisen, bei Coronatoten und Impftoten, dass hier ein bestimmtes Ziel verfolgt, um die entsprechenden Zahlen zu erlangen.
    Der Impfnutzen ist für Dich wissenschaftlich erwiesen, hier wären die Definitionen zum „Schutz“ und „Sicherheit“ zu klären. Wie lange liegt der Schutz denn vor, wie oft muss er erneuert werden, liegt er überhaupt vor. Was heißt denn „sicher“, wieviele Nebenwirkungen und schwere sind in Kauf zu nehmen. Werden diese Nebenwirkungen denn bemerkt, wenn die meisten Ärzte diese mit der Impfung überhaupt nicht in Verbindung bringen, weil deine Wissenschaft diesen Zusammenhang ausschließt. Es gibt wissenschaftliche Erkenntnisse, die genau diesen Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung erkennen.
    Aber diese Erkenntnisse lehnst du ab. Ist das nicht Leugnung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, sind diese Wissenschaftler dann auch Verschwörer.

    Viele Grüße

    Heiko

    1. Frank Wechsel

      Hallo Heiko,

      was anderes als eine Verschwörungsideologie ist es denn, wenn du behauptest, dass sich Ärzte, Medienschaffende und sonstige Menschen, die sich tatsächlich und fundiert mit Wissenschaft und Fakten auseinandersetzen, pauschal für eine Sache „kaufen“ lassen? Kurz zu meinem Background: Ich bin in einem naturwissenschaftlich geprägten Haushalt aufgewachsen, mein Vater (ein Physiklehrer) war mit mir häufiger im Museum als im Kino. Ich habe Medizin studiert, einen Verlag für Sachbücher und Special-Interest-Medien gegründet und war nebenbei viele Jahre der verantwortliche Redakteur einer medizinisch-wissenschaftlichen Gesellschaft für eine Fachzeitschrift in einem der größten Medizinverlage Europas und Pressesprecher einer anderen internationalen medizinischen Gesellschaft.

      Ich kenne deinen Background nicht, aber ich behaupte mal, dass ich mich in den Branchen Medizin und Medien recht gut auskenne. Was du hier ohne jeglichen Beleg in der Sachlage behauptest und mir und meinen Kollegen unterstellst, ist hanebüchen und ein Schlag ins Gesicht einer aufgeklärten Gesellschaft. Belastbare Studien bringst du nicht, deine Ausführungen bleiben immer nebulös. Wir zensieren hier nichts, hier darf jeder seine eigene Meinung äußern, aber bitte habe Verständnis dafür, dass ich auf dieser von mir verantworteten Website solche Dinge nicht unkommentiert stehen lassen kann.

      Und nein, dafür bezahlt mich niemand – ich mache das aus eigener Verantwortung der Wissenschaft und Wahrheit gegenüber.

      Viele Grüße
      Frank

      1. Heiko

        Hallo Frank,

        sehr abgehoben was du hier schreibst, du stellst dich auf eine höhere Stufe und behauptest damit näher an der Wahrheit zu sein. Wenn du Verantwortung für Wissenschaft und Wahrheit übernimmst, dann wäre es jetzt höchste Zeit damit zu beginnen.

        Um mal zum Thema zurückzukommen: entstandene Impfnebenwirkungen durch die Corona Impfung, die weiterhin bedingt zugelassen ist.

        Wenn Experten, wie Prof. Drosten, Prof. Wieler oder Prof. Lauterbach behaupten: „die Impfung schützt und ist sicher“, jedoch in dieser Coronazeit keinen Patienten behandelt haben, dann ist der Wert dieser Aussage bedingt aussagekräftig.

        Wenn Ärzte, die täglich Patienten behandeln, von Erfahrungen mit der Impfung und deren Impfnebenwirkungen berichten, dann hat das ein anderes Gewicht und ist mehr an der Realität.

        Hier nur ein Auszug von Links:

        Dunkelziffer der Impfnebenwirkungen – Kerstin Behnke & Dr. Erich Freisleben – #allesaufdentisch

        https://www.achgut.com/artikel/indubio_folge_188_16_12_2021_impfschaeden_werden_deutlicher

        https://m.youtube.com/watch?v=FJ8iOwXEXxs
        Prof. Haditsch zum Thema Corona und der sogenannten Impfung

        https://www.oval.media/corona-impfung-nebenwirkungen-und-langzeitfolgen-dr-peter-f-mayer-im-gesprach-mit-florian-schilling/

        Und zu einem Generalverdacht habe ich nicht ausgeholt, ich behaupte finanzielle Anreize, schaffen bestimmte Handlungen.

        Nur zwei Beispiele von unzähligen, siehe schon oben zur Vergütung von Impfung und keiner Vergütung von Meldung der Impfnebenwirkungen.

        Die Handlungen von Ärzten und Krankenhäusern ist zu verstehen, diese müssen wirtschaftlich arbeiten, um ihre Existenz zu sichern. Wenn der Privatpatient sofort einen MRT Termin und der Kassenpatient erst in Monaten ein Termin zum MRT bekommt. Ist der Privatpatient kränker, nein es liegt an den finanziellen Anreizen, die zu Handlungen führen, die hier nicht im Sinne der Gesundheit sind. Und wenn die Krankenhäuser ihre Intensivbetten abbauen, um von der neuen Regelung zu profitieren, das sie mehr Geld erhalten, wenn die Intensivbettenabteilung zu mindestens 75% ausgelastet ist.

        Dieses System abzustreiten ist für mich die absolute Realitätsverweigerung. Es kommt einem vor, als wenn du in einer Parallelwelt lebst.

        In deiner Argumentation hast du Links von unabhängigen Medien und Faktencheckern herangezogen. Daher habe ich oben auch mal einige Links benutzt.

        Zu unabhängigen Faktencheckern mal eine Aussage von Herrn Prof. Dr. Meyen von der LMU München.

        https://m.youtube.com/watch?v=bJaKy2ZvQGk

        Jede Zeitung und Zeitschrift finanziert sich nicht durch ihre Verkäufe des Blattes sondern hauptsächlich durch die Werbeanzeigen. Wenn eine Firma sich hier finanziell stark einbringt und diese Einnahmen einen großen Faktor für diese Zeitung/Zeitschrift einnimmt, dann überlegt man sich schon, ob man einen kritischen Beitrag zu dieser Firma lieber weglässt, als zu riskieren, dass diese Firma ihr Engagement aufgibt und man in finanzielle Schwierigkeiten gerät, man hat ja auch Verantwortung gegenüber seinem Personal. Ist das dann noch „unabhängig“, wenn man bei bestimmten Handlungen mit Konsequenzen zu rechnen hat.

        Und zum Abschluss, bei YouTube findet in höchstem Maße eine Zensur statt. Die Reichweite der Trimag ist damit nicht ansatzweise vergleichbar, so dass diese Mechanismen hier nicht greifen.

        Und das Dich keiner für dein Engagement bei diesen Kommentaren bezahlt, habe ich erwartet.

        Viele Grüße

        Heiko

        1. Frank Wechsel

          Hallo Heiko,

          erneut weichst du aus und verstrickst dich immer tiefer in deine Verschwörungsideologie. Deine Pauschalbehauptungen möchte ich erneut nicht so stehen lassen. Du klingst so, als würden alle Ärzte massive Impfnebenwirkungen beobachten. Ja, es gibt diese Fälle – ich höre das aus der Ärzteschaft aber nun sehr selten. In meinem Umfeld (das, wenn ich privates, berufliches und sozialmediales Umfeld zusammenziehe, sehr groß ist) kenne ich nach der Corona-Impfung kaum Nebenwirkungen (außer den erwartbaren harmlosen und akuten), keinen einzigen chronischen Fall, aber viele unangenehme Coronaverläufe und leider auch eine zunehmende Zahl von Long-Covid-Problematiken (von denen du sicher behaupten wirst, es seien Impfspätfolgen). Meine private Wahrnehmung entspricht in etwa den gängigen Studienlagen weltweit, die ich mit Interesse beobachte.

          Mal nebenbei gefragt: Wo genau sind denn die schwerstkranken Impfopfer? In den Arztpraxen und Kliniken jedenfalls nicht. Sie existieren in der behaupteten Schwere und Masse allein in den Fantasien der Verschwörungsideologen.

          Deine „Quellen“ überzeugen mich erneut nicht. Es sind Einzelmeinungen, teilweise mit wirtschaftlichen Privatinteressen wie Buchverkäufen der Protagonisten verknüpft (Interessen, die du selbst ja kollektiv der gesamten Ärzteschaft unterstellst) und oft widerlegt (wo du wieder behaupten wirst, dass es für das Widerlegen finanzielle Anreize gegeben hätte).

          So funktioniert in der Wissenschaft aber keine Konsensbildung. Ich bin mir sicher, dass auch die von dir favorisierten Studien und Expertenmeinungen gehört werden. Wenn sie aber im Gesamtgeflecht der Erkenntnisse nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen, weil die deutliche Mehrzahl der Arbeiten zu anderen Ergebnissen kommt, dann wird das Gründe haben. Auch in der Wissenschaft funktioniert vieles nach sehr demokratischen Regeln (aber auch damit nehmen es Verschwörungsideologen ja oft nicht so genau).

          Ich bin mit dir völlig einer Meinung, dass übertriebene finanzielle Anreize im Gesundheitswesen unethisch sind. Im Bereich lukrativer Operationen beispielsweise hat sich da in hoch entwickelten Ländern eine Industrie entwickelt, die abenteuerliche Ausmaße hat und der sicher das eine oder andere schwarze Schaf bereitwillig zum Opfer fällt. Aber daraus einen Generalverdacht abzuleiten, die Behandlungsmethoden von Covid-19 dienten allein der Bereicherung des Systems und aller Beteiligten, greift deutlich zu weit.

          Abschließend möchte ich dir danken, dass du mir erklärst, wie Zeitungen und Zeitschriften funktionieren. Ich behaupte, es auch hier besser zu wissen, denn es ist mein täglich Brot. Du wirst mir wieder unterstellen, ich sei abgehoben. Ich kann damit leben, denn ich empfinde deine übergriffige Art ja ebenfalls unglaublich arrogant. So sind wir uns wenigstens in diesem Punkt einig 😉

          Viele Grüße
          Frank

          1. Heiko

            Hallo Frank,

            unterlasse doch deine ständigen Vorwürfe mit der Verschwörungsideologie. Gibt es für dich nur schwarz oder weiß.

            Deine Argumentation stützt sich immer auf „Mehrheiten“ in der Wissenschaft, die in der Demokratie für dich über richtig und falsch entscheiden. Entweder leugnest du die Geschichte oder dir fehlt das Wissen.

            Als die Erde für eine Scheibe gehalten wurde, war auch die Mehrheit dafür, wer was anderes behauptete war ein Verschwörer. Die Rassenlehre fiel auf fruchtbaren Boden in der Nazizeit und wurde von der Mehrheit unterstützt, Einstein war umstritten und veröffentliche Theorien gegen die Mehrheit der Wissenschaft.
            Also wissenschaftliche Dinge über Mehrheiten in richtig und falsch zu unterscheiden, damit disqualifizierst du dich selbst. Entscheidend ist doch, wie entstehen diese Mehrheiten, durch Propaganda, ausgewählte Experten, Andersdenkende wissenschaftliche Expertisen zensieren und die Handelnden zu bestrafen. Was ist diese Mehrheit dann wert? Es geht um die Sache und nicht um Mehrheiten.

            Und die Lage der Impfnebenwirkungen, mit persönlichen Erfahrungen aus deinem Umfeld abzugleichen, um sich über eine Lage einen Überblick zu verschaffen, sehr zweifelhaft.

            Ich habe mit einem großen persönlichen und beruflichen Umfeld zu tun. Hier gibt es nicht einen Coronatoten, aber sehr viele die relativ schwer erkrankt sind und geimpft sind. U.a. Schlaganfälle, Krebs, Lähmungen, Augenentzündungen und Gürtelrose. Bei der Gürtelrose hat der behandelnde Arzt auf die Ursache der Impfung verwiesen, aber nur hinter vorgehaltener Hand, er möchte den Impfgegnern und Querdenkern keine Argumente liefern. Die anderen Erkrankungen wurden von den Ärzten überhaupt nicht mit der Impfung in Verbindung gebracht. Das heißt nicht, dass die Impfung dafür verantwortlich ist, aber es ist eine von vielen Möglichkeiten.

            Das ist auch die Erklärung für die Kranken, die du suchst. Die Schlaganfälle, Krebserkrankungen, Lähmungen, Entzündungen…, gibt es weiter und noch vermehrt, aber viele Ärzte lehnen ein Zusammenhang mit der Impfung ab.

            Mein persönliches Umfeld ist jedoch nicht für eine Lagebeurteilung geeignet. Wir werden die Zahlen am Ende des Jahres zur Übersterblichkeit bewerten müssen, es zeichnet sich schon jetzt ab, dass es zu größeren Sterberaten kommen wird, insbesondere in der Altersgruppe unter 60.

            Und zu Long-COVID, gab es auch Long-Influenza oder Long-Virus? Warum nicht? Auch bei einer schweren Influenza und anderen Viruserkrankungen kam es schon immer zu Folgeerscheinungen, war jedoch ein neues Krankheitsbild und wurde nicht wie jetzt als Angstmacher eingesetzt.

            Es geht darum, Ursachen für eine Erkrankung zu finden und nicht nur die Symptome zu behandeln. Die Sichtweise zu erweitern, auch eine Ursache in Betracht zu ziehen, die nicht sein darf, weil eine Gruppe von regierungstreuen Wissenschaftlern es ablehnt. Das ist Ideologie.

            Es ist ein Glück, dass du kein Arzt geworden bist und Patienten behandelst mit deiner eingeschränkten Sichtweise.

            Viele Grüße

            Heiko

    2. Mirko

      Hallo Heiko, dass Du ganz anderer Meinung bist, als Menschen mit langjähriger, anspruchsvoller Ausbildung ist zu akzeptieren. Dazu solltest Du Deine Sicht aber ohne Unterstellungen darlegen.
      Eine Behauptung ist kein Beleg oder Beweis; zu erwarten, dass man erst einmal auf Behauptungen eingeht, ist kein Stil einer guten Diskussion.
      Widerspruch ist keine Einschränkung der Meinungsfreiheit; der Unterschied zwischen Wissenschaft und Verschwörungstheorie besteht auch darin, für die eigene Meinung nicht nur Bestätigung sondern gerade als Falsifikation zu suchen.

  5. Achim

    Ich bin dreifach geimpft und habe keine Nebenwirkungen. Ich war davon überzeugt, dass es richtig ist. Inzwischen habe ich meine Zweifel, eine vierte Impfung gibt es für mich nicht mehr.
    Jetzt sage ich zur Pandemie, die Pandemie der Lügen. Allein die vorhergesagten vielen Millionen Coronatoten in Afrika blieben aus und so gut wie keine Impfbeteiligung. Die Impfung ist nicht nötig.
    Und zu Frank und Heiko, diese Lagerdiskussion findet bei mir bei jeder Zusammenkunft im privaten auch statt, ihr habt irgendwie beide recht und gute Argumente. In 10 Jahren wissen wir mehr, wenn die Historiker die Geschehnisse aufarbeiten.

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