Samstag, 15. Juni 2024

Tubolito – von Lautsprechern zu Fahrradschläuchen

­­Am und um das Fahrrad gab es in den letzten Jahren sehr viel Innovation. Angefangen bei Rahmenformen über Materialien, aus denen Laufräder hergestellt werden, bis hin zu unterschiedlichen Bremssystemen – fast kein Teil des Fahrrads blieb unverändert. Aber nur fast, denn beim Thema Schlauch hat sich verhältnismäßig wenig getan. Schläuche wurden lange Zeit aus altbekannten Materialien (Butyl oder Latex) mit bestehenden Technologien gefertigt.

Der Fahrradschlauch aus TPU

Hersteller

Ákos Kertész und Christian Lembacher, die Gründer von Tubolito, waren Arbeitskollegen in der Lautsprecherindustrie. Gemeinsam forschten sie an Materialien für Lautsprechermembranen. Diese müssen dünn und leicht, aber gleichzeitig sehr widerstandsfähig sein. Als leidenschaftliche Mountainbiker kamen sie auf die Idee, das dort verwendete Material TPU einzusetzen, um den Fahrradschlauch neu zu erfinden. TPU steht für „thermoplastisches Polyurethan“ und ist ein besonders leistungsfähiger Kunststoff, der bereits in einigen Bereichen (wie in der Automobilbranche) Butyl als Material verdrängt.

„So unterschiedlich Radfahren sein kann, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an Schläuche.“

Ákos Kertész und Christian Lembacher, Gründer von Tubolito
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Optimiert für jeden Anwendungsbereich

Nach vielen Gesprächen und Recherchen war es dann so weit: Tubolito war geboren! „Bereits zu Beginn verfolgten wir die Idee, nicht den Universalschlauch anzubieten. Wir wollen die Möglichkeiten, die uns das Material bietet, voll ausnutzen. So unterschiedlich Radfahren sein kann, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an Schläuche. Wir bieten daher für den jeweiligen Anwendungsbereich optimierte Schläuche an. So gibt es Tubolitos mit bis zu dreifacher Robustheit im Vergleich zu Standardschläuchen für pannenfreie Fahrten. Andere sind auf ein extrem kleines Packmaß optimiert, um in jedem noch so kleinen Täschchen Platz finden. Für all jene, die gerne auf die Jagd nach Bestzeiten gehen, haben wir auch sehr leichte Produkte mit äußerst geringem Rollwiderstand, wie zum Beispiel den 23 Gramm leichten S-Tubo-Road. Dieser ist dabei noch immer gleich robust wie ein klassischer, 100 Gramm schwerer Butylschlauch und hält die Luft deutlich besser als Produkte aus Latex“, erklären Kertesz und Lembacher ihre Herangehensweise bei der Entwicklung.

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Einfaches und günstiges Tuning für das Fahrrad

Tubolitos sind somit ein sehr einfaches und kostengünstiges Tuning für diverse Fahrräder und vor allem was die Gewichtseinsparung angeht de facto unschlagbar: Im Vergleich zu einem rund 100 Gramm schweren Standardschlauch können mit der Verwendung von S-Tubo-Road rund 80 Gramm rotierende Masse pro Laufrad gespart werden. Das relativiert auch den Preis von rund 30 Euro pro Tubolito, da Gewichtseinsparung am Laufrad sonst wesentlich teurer ist.

Auch Profi-Athleten haben bereits die Vorzüge von Tubolitos für sich entdeckt. Auf dem MTB setzt Kai Saaler, 12-Stunden-MTB-Weltmeister, bei seinen Rennen auf Tubolitos. Im Rennrad-Bereich vertrauen etwa das UCI-Damenteam Ceratizit-WNT Pro Cycling Team sowie der österreichische Triathlon-Staatsmeister Lukas Hollaus, der die Olympischen Spiele in Tokio im Visier hat, auf Tubolitos. „Bei meinen Wettkämpfen kann ich keine Kompromisse eingehen. Tubolitos ermöglichen es mir, rotierende Masse und Rollwiderstand zu reduzieren und dennoch pannensicher unterwegs zu sein“, so Hollaus über seine Motiviation, seine Rennen auf Tubolitos zu bestreiten.

Hersteller

Weitere Innovationen in Planung

Auch wenn Tubolito mit seinen Produkten bereits fast die komplette Palette an Fahrrädern abdeckt, darf künftig mit weiteren innovativen Produkten gerechnet werden: „Wir haben nach wie vor viele Ideen, wie wir das Erlebnis Fahrradfahren noch besser gestalten können. Unsere Entwicklung läuft auf Hochtouren“, verraten Kertesz und Lembacher. Man darf gespannt sein.

Weitere Informationen zu Tubolito

Zur Website des Hersteller

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Redaktion triathlon
Redaktion triathlonhttps://tri-mag.de
Die Redaktion der Zeitschrift triathlon und von tri-mag.de sitzt in Deutschlands Triathlonhauptstadt Hamburg im Stadtteil Altona. Das rund zehnköpfige Journalistenteam liebt und lebt den Austausch, die täglichen Diskussionen und den Triathlonsport sowieso. So sind beispielsweise die mittäglichen Lauftreffs legendär. Kaum ein Strava-Segment zwischen Alster und Elbe, bei dem sich nicht der eine oder andere spomedis-Mitarbeiter in den Top Ten findet ...

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