Arena Games: Brownlee und Nieschlag greifen in Sursee an

Am Sonntag gehen die Arena Games in der Schweiz die zweite Runde. Wir geben einen Überblick, wer Chancen auf einen Podestplatz hat und wo man die Rennaction verfolgen kann.

ELLEN DE MONCHY E-Sport-Vizeweltmeister Justus Nieschlag schielt auch in Sursee zum Podestplatz.

Nach der ersten Etappe der Arena Games Triathlon in Montreal, startet an diesem Sonntag, 12. März 2023, das zweite von drei Rennen der Serie um die E-Sport-Weltmeisterschaft in Sursee, Schweiz. Anders als in Montreal ist das Starterinnen- und Starterfeld mit einer größeren Spitze besetzt, sodass die Podien durchaus von anderen Protagonisten besetzt sein könnten.

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Anabel Knoll mit Blick zum Podium

Frauen: Als Favoritin auf ein Podiumsplatz gilt die in Sachen Arena Games erfahrene Ungarin Zsanett Bragmayer. Als Vizeweltmeisterin des vergangenen Jahres bringt sie die nötige Erfahrung mit, sich in dem besonderen Rennformat durchzusetzen. Im Laufe der Arena-Games-Saison 2022 zeigte ihre Formkurve steil nach oben, sodass die 28-Jährige im Finale in Singapur die Britinnen Beth Potter und Georgia Taylor-Brown hinter sich ließ.

Aus deutscher Sicht sind vier Starterinnen dabei. Neben den beiden jungen Athletinnen Franka Rust und Julia Brocker ist die amtierende Aquathlon-Weltmeisterin, Celine Kaiser am Start. Die Erfahrenste mit Triathlonwettkämpfen unter dem Hallendach ist Anabel Knoll. Die 26-Jährige absolvierte in der Saison 2022 alle drei Rennen und konnte dabei jeweils unter den Top Ten das Ziel erreichen. Mit dem fünften Platz beim Finale in Singapur sowie dem dritten Platz beim Heimrennen in München zeigte Knoll ihr Potenzial.

Weitere Athletinnen, die neben Anabel Knoll und Zsanett Bragmayer ein Wort um das Podium mitsprechen können, sind die erst 21-jährige Schweizerin Cathia Schär und die australische Olympiastarterin von London 2012, Emma Jackson. Die heute 31-Jährige ist die zweitjüngste Starterin der olympischen Triathlongeschichte und belegte 2012 den achten Platz.

Brownlee gegen Nieschlag oder freut sich ein Dritter?

Männer: Auch wenn mit Lionel Sanders ein großer Name auf der Bühne der Arena Games in Montreal stand, so war das gesamte Feld nicht unbedingt mit bekannten Namen gespickt. Das ändert sich mit dem zweiten Etappenstopp in der Zentralschweiz. Der dreifache Olympiamedaillengewinner Jonathan Brownlee wird in der Schweiz sein Saisondebüt geben, nachdem er das WTCS-Rennen in Abu Dhabi ausgelassen hatte. Einer, der dieses Jahr schon in Montreal am Start war und dort den zweiten Platz erreichte, ist Henri Schoeman. Der Südafrikaner, der auch beim WTCS-Rennen in Abu Dhabi am Start war, kämpft sich nach einer langen Verletzungszeit zurück und scheint gut im Renngeschehen zu sein.

Die größte Konkurrenz für Brownlee dürfte vom E-Sport-Vizeweltmeister ausgehen, auch wenn die Vorzeichen für Justus Nieschlag ganz andere sind als im vergangenen Jahr. Nachdem Nieschlag zu Beginn des Jahres aus verschiedenen Gründen auf die Mitteldistanz gewechselt ist und dort sein Saisondebüt beim Ironman-70.3-Rennen auf Lanzarote feiern wird, darf man gespannt sein, wie sich der Saisonaufbau mit den kurzen Distanzen der Arena Games verträgt. Dabei treffen Brownlee und Nieschlag direkt im Vorlauf aufeinander.

Neben Justus Nieschlag sind mit dem in Freiburg lebenden Maurice Clavel, der im knapp 140 Kilometer entfernten Sursee fast ein Heimspiel hat, und Lasse Nygaard-Priester zwei weitere bekannt Gesichter aus Deutschland am Start.

Eine junge Garde, die Ambitionen auf das Podium hat, besteht aus den Athleten Nicola Strada (ITA), Max Stapley (GBR) und dem amtierenden U23-Vizeweltmeister Hamish Reilly(GBR).

Bekanntes Rennformat

Kurz und knackig, so kann das Format beschrieben werden. Taktische Entscheidungen werden das Renngeschehen beeinflussen, dennoch lautet die Devise “all-out” – und das in allen Rennen, will man am Ende ganz oben stehen. Die Vorläufe werden in zwei Gruppen ausgetragen. 200 Meter Schwimmen, gefolgt von vier Kilometern virtuellem Radfahren auf Zwift ohne Windschattenfreigabe und einem abschließenden Lauf von einem Kilometer auf dem selbst angetriebenen Laufband gilt es jeweils zu absolvieren. Bei den Frauen sowie Männern ergeben sich durch die gemeldeten Athleten zwei Vorläufe mit jeweils zehn Startern.

Die Vorläufe bestehen aus zwei Rennen. Beide werden im Schwimmen-Radfahren-Laufen-Format absolviert. Die addierte Zeit der beiden Vorläufe ergibt das Ranking für die Finalqualifizierung: die vier Erstplatzierten jedes Vorlaufs sowie die beiden nächst schnellsten Athleten aus den beiden Vorläufen, sodass jeweils zehn Athleten für das Finale übrig bleiben.

Der Gewinner im Finale wird über drei Rennen ermittelt. Dabei werden die ersten beiden Rennen im Massenstart ausgetragen. Die Reihenfolge der Disziplinen ändert sich jedoch vom ersten zum zweiten Lauf. So wird der erste Lauf auch wieder in klassischer Abfolge Schwimmen–Radfahren–Laufen absolviert, bevor es im darauffolgenden Durchgang dann in umgekehrter Reihenfolge der Disziplinen Laufen–Radfahren–Schwimmen über die Strecken geht. Das letzte der drei Finalrennen wird wiederum im Verfolgungsmodus gestartet, dabei ergeben die Zeiten der ersten beiden Läufe addiert den Startabstand der jeweiligen Athleten. Wer als Erste oder Erster über die Ziellinie läuft, ist Siegerin beziehungsweise Sieger der Arena Games Triathlon Sursee.

Startzeiten und Übertragung

Die Finalrennen sind am Sonntag, 12. März, über die Super-League-Triathlon-Webseite oder auch über den YouTube-Kanal zu verfolgen.

Frauen Vorlauf 1: 10:00 Uhr

Frauen Vorlauf 2: 10:50 Uhr

Männer Vorlauf 1: 11:40 Uhr

Männer Vorlauf 2: 12:30 Uhr

Frauen Finale: 19:00 Uhr Liveübertragung

Männer Finale: 20:00 Uhr Liveübertragung


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2 Kommentare

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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