Challenge Roth: Die Stimmen der Topstars

Magnus Ditlev fühlt sich stark genug, einen neuen Streckenrekord aufzustellen. Patrick Lange will mit neuen Schuhen unter 2:30 Stunden im Marathon bleiben. Anne Haug findet, dass ihre Konkurrentinnen „keine Osterhasen sind“. Und Laura Philipp ist bereit für das Duell gegen Anne Haug. Bei der Pressekonferenz zur Challenge Roth und in unseren exklusiven Interviews mit den Topstars gab es einige Kampfansagen zum Rennen am Sonntag.

Frank Wechsel / spomedis Renndirektor Felix Walchshöfer und die Topstars der Challenge Roth 2024 bei der Pressekonferenz zum Rennen.

Die Frauen

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Anne Haug

Peter Jacob / spomedis

Die 41-jährige Bayreutherin gewann die Challenge Roth zweimal (2021 und 2022), im Vorjahr wurde sie Zweite hinter Daniela Ryf:

„Meine Saison lief bisher alles andere als geplant. Eigentlich plane ich meine Rennen längerfristig. Ich bin sehr froh, dass ich noch kurzfristig die Möglichkeit habe, bei der Challenge Roth zu starten. Roth ist mein Heimrennen und ich wollte unbedingt dabei sein. Mal abwarten, wie es laufen wird. Es wird ein enges Rennen. Die Konkurrentinnen am Start sind ja keine Osterhasen. Anne Reischmann, Els Visser und Laura Philipp. Laura ist in sehr guter Verfassung, das könnte ein interessantes Duell werden. Ich glaube, die Leute mögen so etwas.“

Laura Philipp

Peter Jacob / spomedis

Im Vorjahr konnte sich die 37-Jährige in Roth auf dem Podium platzieren, landete hinter Daniela Ryf und Anne Haug auf Rang drei. Die schnellste deutsche Athletin auf der Langdistanz will in diesem Jahr aber mehr im Frankenland:

„Das Rennen hat einen hohen Stellenwert für mich und ich freue mich darauf, seit dem Moment, als ich im letzten Jahr über die Ziellinie gelaufen bin. Zuletzt bin ich mental von Rennen zu Rennen stärker geworden und bin nun sehr gut vorbereitet für meine erste Langdistanz der Saison. Letztes Jahr war das Rennen ein tolles Erlebnis, aber der Abstand nach ganz vorn war zu groß. Diesmal möchte ich gewinnen, auf jeden Fall. Natürlich sind meine Siegchancen durch den kurzfristigen Start von Anne Haug etwas geschmälert worden, aber die Herausforderung nehme ich gern an. Von Annes Start habe ich beim Schwimmtraining erfahren. Das fand ich zunächst nicht so gut. Aber es hat mich extrem motiviert, anschließend habe ich das beste Schwimmtraining seit Langem hingelegt. Ein Sieg in Roth wäre durch den Start von Anne Haug nun natürlich noch hochwertiger.“

Die Männer

Magnus Ditlev

Peter Jacob / spomedis

Der 26-jährige Däne gewann in den vergangenen beiden Jahren die Challenge Roth, 2023 sogar mit neuem Streckenrekord in der Fabelzeit von 7:24:40 Stunden:

„Ich mag einfach alles an diesem Rennen. Es ist mein Lieblingsrennen. Die Atmosphäre im Wettkampf und das Gesamtpaket Roth mit Expo und Homestay sind einfach sensationell. Und ich bin fitter als im Vorjahr. Deshalb halte ich eine Verbesserung des Streckenrekords absolut für möglich. Die Voraussetzungen dafür sind da, jetzt muss nur das Wetter mitspielen. Es sollte bestenfalls nicht regnen. Ich trete an, um den dritten Sieg in Folge zu holen. Und ich weiß, dass Lothar Leder und Chris McCormack in Roth sogar vier Siege hintereinander geholt haben. Das ist auch mein Ziel.“

Patrick Lange

Peter Jacob / spomedis

Im Vorjahr lief der 37-Jährige bei der Challenge Roth mit einem Marathon von 2:30:27 Stunden die schnellsten 42,195 Kilometer innerhalb einer Langdistanz. Dennoch musste sich Patrick Lange mit Platz zwei hinter Magnus Ditlev begnügen, so wie bereits 2022. Im Jahr 2021 holte er den Sieg in Roth:

„Roth läuft immer gut bei mir, und es wird auch in diesem Jahr gut laufen. Ich bin regelrecht verliebt in das Rennen, es ist für mich das beste Rennen der Welt. Wir haben vermutlich zwar eher ‚Dänen-Wetter‘, deshalb ist es für mich ein bisschen schwieriger. Aber ich werde angreifen. Auch meine eigene Marathon-Rekordzeit. Irgendwann werden die 2:30 Stunden fallen. Nur wann? Ich werde es am Sonntag versuchen und alles dafür tun. Mein Schuhausrüster mit den drei Streifen hat mir eigens für dieses Rennen einen neuen Schuh konzipiert. Alles legal und regelkonform, natürlich. Ich freue mich jetzt schon, am Sonntag in die Schuhe zu schlüpfen und es zu versuchen. Mal sehen, wie weit Ditlev dann weg ist. Aber passend zur Europameisterschaft möchte ich es wie die Fußballer machen – die haben die Dänen mit 2:0 geschlagen.“

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Christian Wriedt
Christian Wriedt
Schreiben und Bearbeiten von Texten, Verbesserung der internen Abläufe und Erstellung von Abgabeplänen – das ist der tägliche Dreikampf von Christian Wriedt in der triathlon-Redaktion. Der studierte Sportwissenschaftler ist vor allem aufgrund seiner langjährigen journalistischen Erfahrung verpflichtet worden. Dem Triathlon begegnet der gebürtige Hamburger und leidenschaftliche Fußballer mit großer Neugier und noch größerem Respekt.

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