Dreitz aus Krankenhaus entlassen - Scheiring Weltmeister

tri-mag.de berichtet ausführlich über die Ironman-70.3-WM 2019 in Nizza. Ein paar Randnotizen abseits der Siege von Daniela Ryf und Gustav Iden im Überblick …

Von > | 8. September 2019 | Aus: SZENE

Entwarnung: Andreas hat nach seinem Radsturz das Krankenhaus wieder verlassen können und befindet sich auf dem Heimweg.

Entwarnung: Andreas hat nach seinem Radsturz das Krankenhaus wieder verlassen können und befindet sich auf dem Heimweg.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Andreas Dreitz aus Krankenhaus entlassen

Auf der langen Abfahrt zurück nach Nizza war Andreas Dreitz nach 60 Radkilometern im Profirennen schwer gestürzt. Auf einer Steilpassage bog der Kurs nach links in eine Seitenstraße ab, Dreitz hatte die Kontrolle über sein Rad verloren und war ohne Einwirkung von Dritten zu Boden gegangen. Helfer waren sofort zur Stelle, um sich um den Deutschen zu kümmern. Inzwischen gibt es Entwarnung: Andreas Dreitz hat das Krankenhaus wieder verlassen. Er hat keine Knochenbrüche, nur einige Hautverletzungen, die versorgt und genäht werden mussten. Noch heute kann er das Flugzeug Richtung Heimat nehmen.

Hermann Scheiring holt Titel in M60

Er hat es wieder getan: Wie schon auf Hawaii 2018 wurde Hermann Scheiring Weltmeister in der Altersklasse M60-64. Der Dozent für Erziehungswissenschaft an der PH Ludwigsburg gewann mit einer Schwimmzeit von 31:44 Minuten, einem Radsplit von 2:53:36 Stunden und einem Halbmarathon von 1:34:30 Stunden den Titel vor dem Franzosen Denis Pierrat, der auf der Laufstrecke lange geführt hatte, und dem Griechen Christos Garefis.

Zwei Ex-Radprofis werden Weltmeister

In die Weltmeisterliste der Agegrouper konnten sich auch zwei ehemalige Radprofis eintragen. In der Altersklasse M45-49 siegt der Kasache Alexandre Vinokourov, der 2012 in London Olympiasieger im Straßenrennen geworden war und danach seinen Rücktritt erklärt hatte. 2006 hatte Vinokourov die Vuelta gewonnen. Laurent Jalabert, der 1995 bei der Vuelta siegen konnte und je zweimal das Punkte- und Bergtrikot bei der Tour der France gewann, war schon zweimal beim Ironman Hawaii am Start. In Nizza siegte er in der Altersklasse M50-54. Beide Athleten waren zu Radsportzeiten in Dopinggerüchte verwickelt. Im direkten Duell von Nizza hatte Vinokourov die Nase vorn: Er fuhr den 90 Kilometer langen Radkurs in 2:24:21 Stunden, Jalabert in 2:31:07 Stunden.

Erste Triathlon-Olympiasiegerin gewinnt W50

Bei der Olympiapremiere des Triathlons im Jahr 2000 schaffte sie die Sensation: Nicht die hoch favorisierte Australierin Michellie Jones, sondern die Schweizerin Brigitte McMahon holte sich die erste Goldmedaille der Spiele von Sydney. Ein Sieg mit fadem Beigeschmack, denn die Schweizerin wurde fünf Jahre später wegen EPO-Dopings für zwei Jahre gesperrt, woraufhin sie ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärte. Nun tritt sie in den Altersklassen an: McMahon siegte in der W50-54 mit einer Zeit von 5:21:25 Stunden.

Simon Müller rennt auf Platz 17

Mit einer Zeit von 4:29:28 Stunden erreichte triathlon-Redakteur Simon Müller (Tri Sport Lübeck) in seiner Altersklasse M18-24 den 17. Platz. Im Gesamtfeld der 3.262 Starter landete er auf Rang 99. Beachtlich war vor allem wieder seine Laufzeit: Der Halbmarathon von 1:12:58 Minuten ist der schnellste seiner Altersklasse und der 17. im Gesamtfeld – Profis inklusive!

Die nächsten Ironman-70.3-Weltmeisterschaften

Die Ironman-70.3-WM in Frankreich war die 13. ingesamt, Nizza erst der achte Austragungsort, da die Titelkämpfe in den ersten fünf Jahren immer am gleichen Ort in Clearwater, Florida (USA), und dann dreimal in Henderson, Nevada (USA) ausgetragen wurden. Erst einmal (2015 in Zell am See) fanden die Meisterschaften in Europa statt. 2020 ist Taupo in Neuseeland Austragungsort, die Rennen starten dort im November und damit erst nach dem Ironman Hawaii. 2021 ist wieder Nordamerika mit dem Rennen in St. George, Utah (USA) Gastgeber. 2022 wird die WM dann wahrscheinlich wieder in Europa ausgetragen, Topfavorit ist Klagenfurt in Österreich.

Die Geschichte der Ironman 70.3 World Championship

Jahr

Ort

Siegerin

Sieger

2006

Clearwater (USA)

Samantha McGlone (CAN)

Craig Alexander (AUS)

2007

Clearwater (USA)

Mirinda Carfrae (AUS)

Andy Potts (USA)

2008

Clearwater (USA)

Joanna Zeiger (USA)

Terenzo Bozzone (NZL)

2009

Clearwater (USA)

Julie Dibens (GBR)

Michael Raelert (GER)

2010

Clearwater (USA)

Jodie Swallow (GBR)

Michael Raelert (GER)

2011

Henderson (USA)

Melissa Rollison (AUS)

Craig Alexander (AUS)

2012

Henderson (USA)

Leanda Cave (GBR)

Sebastian Kienle (GER)

2013

Henderson (USA)

Melissa Hauschildt (AUS)

Sebastian Kienle (GER)

2014

Mont Tremblant (CAN)

Daniela Ryf (SUI)

Javier Gomez (ESP)

2015

Zell am See (AUT)

Daniela Ryf (SUI)

Jan Frodeno (GER)

2016

Mooloolaba (AUS)

Holly Laurence (GBR)

Tim Reed (AUS)

2017

Chattanooga (USA)

Daniela Ryf (SUI)

Javier Gomez (ESP)

2018

Port Elizabeth (RSA)

Daniela Ryf (SUI)

Jan Frodeno (GER)

2019

Nizza (FRA)

Daniela Ryf (SUI)

Gustav Iden (NOR)

2020

Taupo (NZL)

2021

St. George (USA)

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