Der Triathlonsport kann die Stars mittlerweile zu Millionären machen. Die Geldrangliste 2025 zeigt, wer im vergangenen Jahr finanziell am erfolgreichsten war und wie sich das Geld im Profisport verteilt.

Im Profitriathlon wurde 2025 erneut mehr Preisgeld ausgeschüttet – allerdings deutlich verhaltener als im Jahr zuvor. Insgesamt summierten sich die offiziell ausgeschriebenen Preisgelder auf rund 16,9 Millionen US-Dollar, ein Plus von etwa zwei Prozent gegenüber 2024. Nach dem großen Sprung durch die Einführung der T100 Tour und der Ironman Pro Series im Vorjahr stand die Saison 2025 klar im Zeichen der Stabilisierung.
Die Zahlen basieren auf der jährlichen Triathlon Money List von Thorsten Radde (trirating.com), die systematisch alle offiziell ausgeschriebenen Preisgelder im Profitriathlon erfasst. Nicht berücksichtigt sind dabei Antrittsgelder, Sponsoring-Einnahmen oder andere private Vergütungen.
Ironman Pro Series und T100 auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr
Den größten Anteil am Wachstum hatte World Triathlon, das durch zusätzliche Rennen rund 400.000 US-Dollar mehr ausschüttete. Ironman bewegte sich leicht im Plus: Die Preisgelder bei Rennen über die Langdistanz stiegen um etwa sechs Prozent, während die Ironman-70.3-Serie nahezu stagnierte. Die Ironman Pro Series blieb insgesamt auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.
Die PTO zahlte 2025 ähnlich viel Preisgeld aus wie 2024, verlagerte die Gelder jedoch stärker in die T100-Serie und reduzierte die Bedeutung der Ranking-Boni. Insgesamt wurden über die PTO mehr als fünf Millionen US-Dollar ausgeschüttet. Auffällig: Kaum eine Athletin oder ein Athlet kombinierte erfolgreich T100 und Ironman Pro Series – mit spürbaren Auswirkungen auf die Einkommensspitze.
Wilde war Spitzenreiter
Erstmals seit zwei Jahren führte wieder ein Mann die Geldrangliste an. 2024 hatte Katrina Matthews an der Spitze gestanden, 2023 Anne Haug. Hayden Wilde verdiente im vergangenen Jahr rund 382.000 US-Dollar, fast ausschließlich über die T100 Tour. Dahinter folgte Kristian Blummenfelt mit knapp 370.000 Dollar aus Ironman-Rennen bzw. der Pro Series. Beste Frau war Kate Waugh mit rund 348.000 US-Dollar. Zum Vergleich: Katrina Matthews hatte als Spitzenverdienerin des Vorjahres noch deutlich über einer halben Million Dollar gelegen, sie war jedoch sowohl bei der T100-Tour als auch bei der Ironman Pro Series erfolgreich.
Trotzdem blieb die Breite stabil: 823 Athletinnen und Athleten verdienten 2025 offizielles Preisgeld, 42 davon mindestens 100.000 US-Dollar. Auch die Geschlechterverteilung blieb ausgeglichen, mit je fünf Frauen und Männern in den Top Ten. Topverdiener aus deutscher Sicht war Mika Noodt mit 262.500 US-Dollar Preisgeld auf Rang zehn.
Club der Millionäre
Auf lange Sicht kann sich der Profitriathlon bei großen und konstanten Erfolgen lohnen. Seit 2018 haben nun 14 Athletinnen und Athleten mindestens eine Million Dollar Preisgeld verdient. Angeführt wird diese Liste weiterhin von Daniela Ryf (1.858.470 US-Dollar), auch wenn sie ihre Karriere bereits beendet hat. Kristian Blummenfelt und Lucy Charles-Barclay dürften diese Marke schon bald knacken – sofern sie ähnlich viel Preisgeld einheimsen wie im vergangenen Jahr.









