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Saisonabschluss in "The Windy City"
Große Namen beim Ironman Südafrika

Traditionell gehört der Ironman Südafrika zu den frühen Rennen des Jahres, doch nach mehreren coronabedingten Verschiebungen beschließt die Afrikameisterschaft nun am kommenden Sonntag gemeinsam mit dem Ironman Cozumel das Ironman-Jahr der Profis. Die große Vorschau auf das Rennen am Kap.

Frank Wechsel Raue See und rauer Asphalt: Beim Ironman Südafrika erwartet die Teilnehmer beides.

Zwei Frauen und zwei Männer können am 21. November in Port Elizabeth ihre Qualifikation für die Ironman-WM 2022 auf Hawaii klarmachen und einige bekannte Namen haben sich angekündigt, um diese Aufgabe ab 6:00 Uhr Ortszeit (5:00 Uhr in Deutschland) anzugehen.

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Das Feld der Männer

Im Rennen der Männer blickt die Szene unter anderem auf Sebastian Kienle. Der 37-Jährige hatte jüngst angekündigt, dass er vor seinem endgültigen Karriereende im Jahr 2023 noch zwei Angriffe auf den Ironman-WM-Titel wagen will: bei der Mai-WM in St. George und beim Ironman Hawaii im Oktober 2022. Doch während er für den frühen Termin bereits eine Startberechtigung hat, gilt es für den Herbst die Qualifikation noch zu sichern. Und das soll nun in Südafrika geschehen. Über die Form, mit der Kienle an den Kap gereist ist, herrscht Ungewissheit. Seit seinem verletzungsbedingten Ausstieg bei der Challenge Roth hat Kienle kein Rennen mehr bestritten. Und da es im Männerfeld keine Starter gibt, die bereits ihre Kona-Quali sicher haben, wird Sebastian Kienle einen der ersten beiden Plätze belegen müssen, um bereits für Hawaii planen zu können.

Auf eine dieser Platzierungen haben es auch Nils Frommhold und Maurice Clavel abgesehen, und die beiden haben durchaus gute Erinnerungen an Südafrika. Zuletzt konnten sie hier 2019 ihr Hawaii-Ticket lösen und auch 2021 stehen die Chancen nicht schlecht: Nils Frommhold, Südafrika-Sieger von 2014, konnte mit seinem zweiten Platz bei der Challenge Roth zeigen, dass er zu alter Stärke zurückgefunden hat. Und Maurice Clavel, der in Südafrika mit seinem dritten Platz von 2018 ebenfalls schon Podium-Erfahrung sammeln konnte, ist bei jedem Rennen dafür gut, das Geschehen mitzugestalten. 

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Starke internationale Konkurrenz

Sie bekommen es mit einer Reihe internationaler Vertreter zu tun, und bei einigen von ihnen wäre es keine Überraschung, wenn sie in den Kampf um den Sieg eingreifen könnten. Allen voran der Schwede Rasmus Svenningson, der spätestens seit seinem Sieg beim Ironman Lake Placid und dem zweiten Platz beim Ironman Austria nicht mehr als Geheimfavorit durchgeht. Ein weiterer Schwede könnte schon zu Beginn des Rennens in Erscheinung treten: Jesper Svensson ist ein hervorragender Schwimmer und es ist ihm schon mehrfach gelungen, seine gute Ausgangsposition nach der ersten Disziplin zu verteidigen und damit aufs Podium zu kommen. Zuletzt wurde er Vizeweltmeister bei der World-Triathlon-Langdistanz-WM.

Weitere interessante Profis sind Henrik Goesch aus Finnland (Platz drei beim Ironman Kopenhagen), der junge Franzose Sam Laidlow (Zweiter beim Ironman UK) und der südafrikanische XTerra-Weltmeister von 2017 und 2019, Bradley Weiss, der vor seiner Ironman-Premiere steht.

Das Rennen der Frauen

Bei den Profifrauen fällt das Feld in diesem Jahr deutlich übersichtlicher aus als bei den Männern. Entsprechend klein ist auch die Zahl der Favoritinnen. Mit der Britin Ruth Astle ist allerdings eine Athletin dabei, die sich bereits für Hawaii 2022 qualifizieren konnte. Die heute 32-Jährige Agegroupweltmeisterin von 2019 gewann im Oktober den Ironman Mallorca und sicherte sich so ihre Teilnahmeberechtigung.

Nah dran am Hawaii-Ticket war die Schweizerin Imogen Simmonds, als sie beim Ironman Florida mit einem komfortablen Vorsprung an der Spitze lag. Doch nach einem Einbruch beim Laufen musste sie sich von der Qualifikation wieder verabschieden. Nun steht sie auf der Startliste für Südafrika und könnte bei einem Start zeigen, wie gut ihre Langdistanzform wirklich ist.

Weitere Podiumskandidatinnen sind Manon Genet aus Frankreich (Platz zwei bei der World-Triathlon-Langdistanz-WM), die Südafrikanerin Annah Watkinson, die bei der letzten Austragung ihres Heimrennens den dritten Platz belegte, und die herausragende Schwimmerin Lauren Brandon aus den USA, die beim diesjährigen Ironman Hamburg Dritte wurde. Aus Deutschland stehen Katharina Grohmann und Lina-Kristin Schink auf der Startliste.

Schwierige Strecke

Geschwommen wird (wenn es die Bedingungen zulassen) auf einer 3,8 Kilometer langen Runde im Indischen Ozean mit Start und Ausstieg am Kings Beach. Das Radfahren findet auf einem welligen Hin-und-zurück-Kurs mit teilweise sehr schlechtem Belag statt, der für die geforderten 180 Kilometer (mit insgesamt rund 1.100 Höhenmetern) zweimal absolviert werden muss. Den abschließenden Marathon bringen die Teilnehmer auf einem Vier-Runden-Kurs mit mehreren Steilstücken hinter sich, ehe sie am Hobie Beach ins Ziel laufen.

Wer den Athleten bei ihrem langen Tag zuschauen möchte, der bekommt dazu die Gelegenheit: Ironman überträgt das Rennen ab 4:45 Uhr auf seinem Facebook-Kanal „Ironman now“.

Unser Südafrika-Blog

Ein paar Minuten nach den Profis nimmt auch unser Publisher Frank Wechsel als Agegrouper den Ironman Südafrika in Angriff. In einem Special-Format bloggt er über die Rennwoche in Port Elizabeth.

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