Weltmeisterliches Feld: Bei der Mitteldistanz in Kalifornien trifft Solveig Løvseth auf Taylor Knibb. Bei den Männern kommt es zum Kräftemessen zwischen Kristian Blummenfelt, Gustav Iden und Casper Stornes mit Rudy von Berg, Sam Long und Jonas Schomburg.

In Oceanside steht am Samstag, 28. März, eine frühe Standortbestimmung innerhalb der Ironman Pro Series an. Mehr als 100 Profis starten an der US-Westküste und kämpfen um 50.000 US-Dollar Preisgeld, 2.500 Punkte für die Jahreswertung und je drei Qualifikationsplätze pro Geschlecht für die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft 2026 in Nizza. Das Rennen gilt als einer der markanten Frühjahrstests. Entsprechend stark ist das Feld in Kalifornien besetzt.
Blummenfelt, Iden und Stornes führen das Männerfeld an
Bei den Männern prägen die drei Norweger Kristian Blummenfelt, Gustav Iden und Casper Stornes die Starterliste. Stornes steht nach seinem Ironman-WM-Titel aus dem Vorjahr unter besonderer Beobachtung. Iden eröffnet sein Rennjahr 2026 in Oceanside und kann Rang drei aus dem Vorjahr vorweisen. Blummenfelt setzt seinen frühen Saisonblock nach seinem Rennen beim Ironman New Zealand (6.) und dem überragenden Sieg beim Ironman 70.3 Geelong fort.
Schomburgs zweiter Auftritt
Für Jonas Schomburg ist es der zweite Start in diesem Jahr. Und die erste echte Standortbestimmung in einem Weltklassefeld nach seinem Sieg bei der Challenge Sir Bani-Yas. Mit Jan Stratmann und Jonas Hoffmann sind zwei weitere Athleten aus Deutschland auf der anderen Seite des Atlantiks auf der Strecke. Aus US-Sicht steht Rudy Von Berg besonders im Fokus, nachdem er im Vorjahr in Oceanside Zweiter wurde und insgesamt dreimal bei dem Rennen auf dem Podium landete. Sam Long (USA) will ebenfalls mit einem guten Saisonauftakt ein Zeichen setzen. Dazu erhöht Jason West (USA) die Dichte an der Spitze eines ohnehin stark besetzten Männerfeldes, in dem unter anderem auch Léon Chevalier (Frankreich), Sam Appleton (Australien) und Ben Kanute (USA) ab 6:40 Uhr Ortszeit (15:40 Uhr deutscher Zeit) an den Start gehen.
Ironman-Weltmeisterin Solveig Løvseth startet in die Saison
Bei den Frauen, die sechs Minuten später ins Geschehen eingreifen, rückt das Duell zwischen Solveig Løvseth (Norwegen) und Taylor Knibb (USA) in den Mittelpunkt. Løvseth, amtierende Ironman-Weltmeisterin, steigt nach einer starken Saison 2025 mit Rang zwei in der Ironman Pro Series in ihre neue Saison ein. Knibb reist als dreifache Ironman-70.3-Weltmeisterin an und bringt auf diesem Kurs ihre bekannte Radstärke ein. Erst am vergangenen Wochenende gewann sie außerdem das T100-Rennen an der Gold Coast. Damit trifft hohe Langdistanz-Klasse auf eine Athletin, die auf der Mitteldistanz seit Jahren Maßstäbe setzt.
Findlay als Spielverderberin?
Hinter den beiden Favoritinnen lohnt sich der Blick auf Paula Findlay (Kanada), die als Vorjahressiegerin nach Oceanside zurückkehrt. Jackie Hering (USA) kommt mit Rückenwind aus ihrem Sieg beim Ironman 70.3 Dallas und war im Vorjahr Zweite in Oceanside. Danielle Lewis (USA), 2025 Dritte, dürfte mit ihrer Stärke auf dem Rad ebenfalls früh Akzente setzen. Das spricht für ein dynamisches Rennen mit mehreren Athletinnen, die bis ins Ziel hinein eine Rolle spielen können.
Wie jedes Rennen der Ironman Pro Series wird auch der Ironman 70.3 Oceanside übertragen. Die Übertragung ist kostenfrei auf der Ironman-Website, dem YouTube-Kanal von Ironman und via DAZN zu sehen.









